Hallo,
ich habe vor einigen Tagen schon mal wegen einer neuen Heizung gefragt:
Als Basis haben wir uns jetzt für eine 18kW-Luftwärmepumpe entschieden. Dazu kommt ein Pufferspeicher mit 700 Liter Fassungsvermögen und ein Brauchwasserbehälter mit 300 Liter.
Ist es nun möglich, die oben genannte Ausrüstung mit einem Holzvergaserkessel als Ausweichsmöglichkeit zu kombinieren?
Welche Vorkehrungen müssten dazu getroffen werden?
Ist ein zusätzlicher Pufferspeicher notwendig?
Wieviel kW sollte dieser Holzvergaserkessel leisten?
Welcher Hersteller von Holzvergaserkesseln ist momentan vom Preis/Leistungsverhältnis führend?
Informationen zum Gebäude:
Altbau von 1970, 175 qm Wohnfläche, Ziegelbauweise, Außenmauern mit 30cm.
Gruß, Andreas
Hallo Andreas!
Altbau von 1970, 175 qm Wohnfläche, Ziegelbauweise,
Außenmauern mit 30cm.
Als Basis haben wir uns jetzt für eine 18kW-Luftwärmepumpe
entschieden.
Ist es nun möglich, die oben genannte Ausrüstung mit einem
Holzvergaserkessel als Ausweichsmöglichkeit zu kombinieren?
Der Holzvergaser wird die (unkomfortable) Basis der Heizung sein. Eine Luftwärmepumpe arbeitet genau dann unwirtschaftlich, wenn Du die Heizung brauchst, wenn nämlich die Differenz von Vorlauftemperatur und Außentemperatur groß ist.
Im übrigen ist Dein Haus mit einiger Wahrscheinlichkeit für den Wärmepumpenbetrieb ungeeignet. Im Interesse eines akzeptablen Leistungsfaktors muß wie erwähnt die Temperaturdifferenz von Vorlauftemperatur und Temperatur der Energiequelle möglichst klein sein. Bei Verwendung von Außenluft als Wärmequelle hat man die denkbar ungünstigsten Verhältnisse. Grundwasser oder wenigstens feuchter Boden in einiger Tiefe wäre erheblich günstiger. Aber auch dann bist Du auf niedrige Vorlauftemperatur angewiesen. Um die Vorlauftemperatur niedrig zu halten, müssen die Heizkörper großflächig sein. Im optimalen Fall wählt man dafür eine Fußbodenheizung. Dafür muß das Haus ordentlich isoliert sein und mit der Bauweise der 70er Jahre wird das ohne umfassende Dämmung nichts.
Über eine Luftwärmepumpe würde ich gar nicht erst nachdenken. Wenn es eine Wärmepumpe sein soll, dann müssen die Boden- und Grundwasserverhältnisse vor Ort passen, andernfalls produzierst Du nur hohe Anschaffungs- und Betriebskosten. Außerdem muß der Energiebedarf des Hauses durch umfassende Dämmung gesenkt werden, um mit einer Wärmepumpe und den damit erzielbaren Vorlauftemperaturen überhaupt auf einen grünen Zweig kommen zu können. Insgesamt sind dafür Baumaßnahmen erforderlich, bei denen man von Deinem Haus nicht viel mehr als den Rohbau gebrauchen kann. Das Dach muß runter und gedämmt werden. Die Fassade muß gedämmt und die Fenster erneuert und in der Einbauebene nach außen versetzt werden. Die Fußböden müssen samt Estrich raus und eine Fußbodenheizung rein. Erst dann darfst Du über eine Wärmepumpe nachdenken, aber nicht über eine Luftwärmepumpe.
Im jetztigen Zustand ist das Konzept nicht stimmig.
Gruß
Wolfgang
Hallo Andreas
Womit wurde denn bis jetzt geheizt?
Wie hoch war der Jahresverbrauch?
Wer hat die 18KW festgelegt?
Wurde da mit 100 Watt/m² Faustformel gerechnet…?
Bevor irgendein Wärmeerzeuger ausgewählt wird, sollte die tatsächliche Leistung erst einmal ermittelt werden sprich „Heizlastberechnung DIN EN 12831“ (früher Wärmebedarf).
Heizungsanlagern werden immer für die mögliche, niedrigste Außentemperatur ausgelegt. D.h. das auch bei -12 Grad immer noch 20 Grad Raumtemperatur erreicht werden. Somit ist die Heizungsanlage den Rest des Jahres eigentlich „überdimensioniert.“
Wie schon gesagt wurde, würde auch etwas in die Dämmung für das Gebäude investieren und dann passt´s auch mit einer Luftwärmepumpe. Pufferspeicher kann ja auch mit integriert werden und die Anlage mit einer Solaranlage unterstützt werden.
Hoffe das hilft weiter?
Schönes WOchenende 
Gruß
Nelsont
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