Hallo Jürgen,
danke dass du mal wieder warnst. Ich
finde das ja unter deinem Analyseansatz
auch berechtigt.
Immerhin!
Nur als Elliottwaver müsstest du dan ja
jetzt alles nach Japan investieren, da
hier aus dem Analyseansatz herraus die
alten Höchsstände in ca. 2 Jahren wieder
erreicht oder sogar übertroffen werden.
Oder sehe ich das falsch? (so siehts
zumindest auch noch ein Kollege v. mir
bei der DG Bank, der nichts anderes tut.)
Japan hat nach den EW tatsächlich die Wende geschafft, aber 39.000 in 2 Jahren ist ein wenig happig, aber durchaus denkbar. Du liegst also vollkommen mit deiner Vermutung richtig.
Fundamental befindet sich besonders die
EU-Wirtschaft in einem beginnenden
Aufschwung - daher sollte hier noch Luft
nach oben sein.
Weitere Zinschritte sind zumindest für
dieses Jahr nicht mehr wahrscheinlich,
der Oktobercrash ist ausgeblieben und es
ist, da alle mit einem Crash gerechnet
hatten, auch noch sehr viel Liquidität am
Markt.
Von den Fundamentals halte ich - wie du sicher weißt - wenig, daher sage ich dazu auch wenig. Gegen „harte facts“ habe ich nichts, schließlich nenne ich auf meiner Seite ja einige dramatische Entwicklungen. Aber Fundamentals, die auf Hoffnungen beruhen („beginnender Aufschwung“) sind Wunschdenken.
Zweitens würde ich nicht sagen, daß noch
eine Aktieneuphorie herrscht. Die
Möglichkeit mit Neuemissionszeichnungen
groß abzustauben ist auch vorbei.
Die Leute sind heute besser informiert
und viel realistischer.
Dann scheinst du dich an die Manie bereits gewöhnt zu haben, oder wie wertest du es, wenn 10 von 10 Leuten zu Aktien raten? Außerdem beziehe ich mehr auf die Lage in USA.
- Was hast du für Alternativen? Seit ich
dich hier das erste mal bemerkt habe,
bist du super „bearish“ eingestellt.
Wieviel Geld hast du deshalb nicht
verdient?
Ich habe bei 11.300 Dow-Puts gekauft und habe sie noch, ebenso bei 16.000 Nikkei-Calls; wieviele sage ich nicht.
Was für Alternativen kannst du empfehlen?
s. o.
Flucht in Rentenfonds? Wer das getan hat
kam höchstens vom Regen in die Traufe -
da durch die Zinserhöhungen hier
ebenfalls ein fetter Abwerttrend
eingesetzt hat.
Wenn du meine Prognosen (oder Zeitungsberichte darüber) gelesen hättest, wüsstest du, dass ich auch das habe kommen sehen.
Was ist deine Lösung -außer deiner
üblichen Warnung?
Was heißt „übliche Warnung“? Wenn meine Analyse nun mal zu einem fallenden Dow, steigenden Nikkei und steigenden Zinsen kommt, dann ist es eben das Ergebnis der Analysen, keine „übliche Warnung“.
Recht hat der (wenn es darum geht), der in 1 - 2 Jahren Recht hat.
Gruß, Jürgen