Lumbal Punktion, Liqueur wie erneuern?

Hallo,

ich hatte gestern morgen oben genannten Eingriff und man hat mir 3 Röhrchen abgezapft.
Ich habe jetzt auch höllen Kopfschmerzen, wenn ich aufrecht sitze, oder stehe.

Kann ich etwas tun, damit dieses Nervenwasser schneller nachproduziert wird ?
Man sagte mir schon was von Kofeinhaltigen Getränken, aber das ist wohl nur um ggf. die Kopfschmerzen abzumildern.

Grüße

anton

o.w.T.

Hi,

Kopfschmerzen sind nicht unüblich nach Lumbalpunktionen. Da hilft eigentlich nur aussitzen bzw. noch besser hinlegen und abwarten. Oder hattest du die Kopfschmerzen schon vor der Punktion?
Die Liqu o rproduktion selbst kannst du nicht wirklich beeinflussen, aber reichlich Flüssigkeitszufuhr dürfte rascher Linderung bringen. Da ich nicht weiß, warum dieser diagnostische Eingriff bei dir durchgeführt wurde, möchte ich von koffeinhaltigen Getränken Abstand nehmen, auch Alkohol ist obsolet.
Die Kopfschmerzen halten i.d.R. einen Tag an. Wenn es wirklich unerträglich wird, musst du eben einen Arzt konsultieren.

Versuch, dich abzuschatten, kein grelles Licht, keine laute Musik und mit ein bisschen Glück kannst du heute früh ins Bett und schnell einschlafen. Am nächsten Morgen ist es oft deutlich besser.

Grüße und gute Besserung
Liete

Liquor wird in der Menge von 600 ml täglich gebildet. Der Verlust von ca. 30 ml spielt also nach wenigen Stunden keine Rolle mehr.

R.

Der Liquor wird in den Gehirnkammern produziert (genauer gesagt vom plexus choroideus), produziert ist der falsche Begriff, es wird eher abgepresst. Naja, dann fließt es im Gehirn und im zentralen Kanal des Rückenmarks. Am Ende wird es dann wieder von einem großen venösen Hohlraum im Gehirn per speziellen Einstülpungen in diese zurückgefiltert.
Jeden Tag werden bei einem gesunden Menschen ca 500 Mililiter Liquor gebildet. Es herrscht nun ein Mangel in dem Ventrikel und Kanalsystem.
Die Kopfschmerzen sind sicherlich unangenehm, aber dagegen lässt sich nicht viel machen, außer abwarten und Tee trinken.

Hallo :smile:

Der Liquor wird in den Gehirnkammern produziert (genauer
gesagt vom plexus choroideus), produziert ist der falsche
Begriff, es wird eher abgepresst. Naja, dann fließt es im
Gehirn und im zentralen Kanal des Rückenmarks. Am Ende wird es
dann wieder von einem großen venösen Hohlraum im Gehirn per
speziellen Einstülpungen in diese zurückgefiltert.
Jeden Tag werden bei einem gesunden Menschen ca 500 Mililiter
Liquor gebildet.

Das ist interessant, was hat das mit der Frage zu tun? Wollte man wieder zeigen, was man so alles weiß (Wikipedia)?

Es herrscht nun ein Mangel in dem Ventrikel
und Kanalsystem.

Davon soll nun der Kopfschmerz kommen? Eher nicht direkt durch den Mangel an Flüssigkeit. Der Mechanismus wird momentan anders vermutet.

Die Kopfschmerzen sind sicherlich unangenehm, aber dagegen
lässt sich nicht viel machen, außer abwarten und Tee trinken.

Das stimmt leider nicht, man kann durchaus was dagegen tun.

In der Regel wird Perfalgan gegeben und durchaus ist ein postiver Nutzen von Theophyllin beschrieben.

Liebe Grüsse

Anja

1 „Gefällt mir“

Tja, da muss ich Sie enttäuschen, in Wikipedia steht das nicht.
Na wenn Sie’s genauer hören wollen, es herrscht ein Ionenkonzentrationsgelichgewicht => ein vorrübergehendes Diffuisonsungleichgewicht, dass sich nach Stunden/Tagen wieder einstellt.
Genug Nachhilfeunterricht?
Perfalgan kenne ich nicht, ich habe aber nachgeschaut und Sie meinen wohl Paracetamol, das ist der Wirkstoff. Perfalgan ist zudem vermutlich der Name einer Arznei aus Deutschland.
Theophyllin würde ich bei Lumbalpunktionen nicht empfehlen.

Hallo,

Tja, da muss ich Sie enttäuschen, in Wikipedia steht das
nicht.

Gibt es in Österreich eine andere Version?

Na wenn Sie’s genauer hören wollen, es herrscht ein
Ionenkonzentrationsgelichgewicht => ein vorrübergehendes
Diffuisonsungleichgewicht, dass sich nach Stunden/Tagen wieder
einstellt.
Genug Nachhilfeunterricht?

Und deshalb der Kopfschmerz? Ich denke nein.

Perfalgan kenne ich nicht, ich habe aber nachgeschaut und Sie
meinen wohl Paracetamol, das ist der Wirkstoff. Perfalgan ist
zudem vermutlich der Name einer Arznei aus Deutschland.

Ja, das ist Paracetamol iv.

Theophyllin würde ich bei Lumbalpunktionen nicht empfehlen.

Warum? Es wird momentan mit gutem Erfolg dabei eingesetzt.

Grüsse

Anja

1 „Gefällt mir“

Naja, durch die entstandene Druckdifferenz durch den osmotischen Gradienten ist dies eine Möglichkeit, warum der Kopfschmerz entsteht.
Wichtig ist, dass das Loch in der Dura verheilt, damit die Flüssigkeit nicht mehr austritt und dass der Konzentrationsgradient sich wieder normalisiert, damit ein normaler Druck herrschen kann.

Hallo,

Naja, durch die entstandene Druckdifferenz durch den
osmotischen Gradienten ist dies eine Möglichkeit, warum der
Kopfschmerz entsteht.

Es ist eine Möglichkeit. Gegenwärtig nimmt man jedoch eine andere Ursache für den Kopfschmerz an. Der Kopfschmerz entsteht nämlich genauso, wenn man, wie man es probiert hat, das Hirnwasser durch eine gleichwertige Flüssigkeit ersetzt. Damit fällt das Argument mit dem osmotischen Gradienten und das Problem mit der fehlenden Flüssigkeitsmenge eher weg.

Wichtig ist, dass das Loch in der Dura verheilt, damit die
Flüssigkeit nicht mehr austritt und dass der
Konzentrationsgradient sich wieder normalisiert, damit ein
normaler Druck herrschen kann.

Ich denke, die leicht verminderte „Wassermenge“ durch die Punktion ist nicht Problem, mit dem man zu kämpfen hat. Bei einer sterilen ordnungsgemässen Punktion gibt es kaum Probleme mit der Heilung.

Liebe Grüsse

Anja

Hallo anton4,

diese Symptomatik nach Liquorpunktion ist eine bekannte und tritt auch häufiger nach Spinalanästhesien auf. Empfehlung: liegen und virl trinken. Liegen, damit der Druck der Liquorsäule auf die Punktionstelle geringer ist als im sitzen o. stehen, trinken, um den Liquorverlust besser zu kompensieren (Osmose). Gegen die Schmerzen, wenn von dir erwünscht, ein „ganz normales“ Kopfschmerzmittel.
Diese Info hätte man dir eigentlich nach der Punktion mit auf den Weg geben können…!

Gruß
rollifern

Bei einer ordnungsgemäßen Punktion, ja, wenn man aber Kanülen verwendet, deren Öffnung nicht direkt an der Spitze ist.
In der Regel gibts keine Probleme, aber so siehts in der Realität nicht aus.

Hallo,

Bei einer ordnungsgemäßen Punktion, ja, wenn man aber Kanülen
verwendet, deren Öffnung nicht direkt an der Spitze ist.
In der Regel gibts keine Probleme, aber so siehts in der
Realität nicht aus.

Sie widersprechen sich gerade. Aber ist egal. Haben Sie überhaupt schon mal eine einzige Punktion gemacht?

Liebe Grüsse

Anja

Bin ich ein Arzt?

Hallo,

Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen!

Bin ich ein Arzt?

Ich weiss nicht, wem ich dafür alles danken soll. NEIN!!! Und das wird hoffentlich so bleiben. ABER warum tun Sie immer so, als wären Sie einer?

Nochmals für Sie zum mitdenken: Es besteht ein riesiger Unterscheid zwischen Theorie und Praxis. Ihre theoretischen Unkenntnisse reichen bei weiten nicht aus, um praktische Tips geben zu können. Ja ich weiss das passt Ihnen gar nicht, aber es ist so.

Wenn man die Theorie schon nicht kann, wie soll die Praxis funktionieren?!

Liebste Grüsse

Anja

5 „Gefällt mir“

Damit hat sich die obere Frage geklärt, oder?
Wegen dem was sie unten geschrieben haben, da gebe ich ihnen ausnahmsweise mal Recht.
Und das ganz unten:
Wieso sollte bei mir die Theorie nicht funktionieren?

Vielen Dank für die Antworten !
Hallo,

ich danke allen die mir geantwortet haben, leider sind fast alle schon im Archiv, sonst hätte ich mich mit einem „*“ bedankt.

Ich bin wohl einer der „Glücklichen“ bei denen die Kopfschmerzen etwas länger dauern, ich habe immer noch welche. Bis Sonntag war mit mir garnichts anzufangen außer rumliegenlassen.

Grüße

anton

PS. streitet euch nicht wegen meiner Frage :wink: