Lungenentzündung - kann man da verbluten?

Hallo,

ich benötige eine kleine medizinische Antwort.

Ich recherchiere über eine Frau die 1940 starb. Als Todesursache ist eine beidseitige Lungenentzündung mit einer gleichzeitigen Rippenfellentzündung angegeben. (So steht es in allen Quellen)

Eine entfernte Bekannte dieser Frau sagte mir nun das sei nicht der echte Todesgrund. Man hätte die Frau damals, obwohl nicht transportfähig, von Frankfurt/Main nach Berlin verfrachtet und auf dem Wege dorthin soll sie verblutet sein. Originalaussage „sie ist verblutet, ihr Lunge ist ausgeblutet“.

Ich habe keine Ahnung ob sowas geht oder möglich ist und bin etwas ratlos.

Kann mir jemand sagen ob es möglich ist und wenn ja evtl. wie? Also - kann das durch einen Transport im kalten Kriegswinter über diese Distanz wirklich passiert sein? Kann eine entzündete Lunge ausbluten?

Oder kann es ein Hinweis auf eine damals übliche, aber falsche, Behandlung sein? Und falls das noch nicht zuviel ist wie lange werden Patientenakten in Krankenhäusern eigentlich aufgehoben? Hätte ich bei dieser Patientin noch eine Chance?

Danke und
Grüsse
Helena

Hallo Helena,

heutzutage dürfte so etwas nicht vorkommen, aber es ist in der Tat möglich und Du sprichst von 1940… Auslöser solch tragischer Verläufe einer Lungenentzündung waren früher gerne Grippe-Viren, häufig gesellte sich auch eine bakterielle Infektion dazu. Im Endeffekt blutete es aus den Kapillargefäßen in die Lunge ein und das Lungengewebe starb ab (hämorrhagisch-nekrotischer Verlauf).

Wenn es eine Lungenblutung gewesen ist, kommen allerdings auch andere Ursachen in Frage: Tuberkulose, Lungenembolie, Parasitenbefall, hypoxischer Gefäßschaden, um nur einige zu nennen…

Kann mir jemand sagen ob es möglich ist und wenn ja evtl. wie?
Also - kann das durch einen Transport im kalten Kriegswinter
über diese Distanz wirklich passiert sein? Kann eine
entzündete Lunge ausbluten?

Bei einem schlechten Allgemeinzustand und einem so angeschlagenen Immunsystem halte ich es für durchaus möglich…

Oder kann es ein Hinweis auf eine damals übliche, aber
falsche, Behandlung sein? Und falls das noch nicht zuviel ist
wie lange werden Patientenakten in
Krankenhäusern eigentlich aufgehoben? Hätte ich bei dieser
Patientin noch eine Chance?

Wenn sie nicht im Krieg verlorengegangen oder durch Feuer oder sonstwas vernichtet wurden: eher nicht. Patientenunterlagen werden für gewöhnlich nur zehn Jahre aufgehoben (Mindestaufbewahrungsfrist). Manche Krankenhäuser haben auch ältere Akten, aber ob Du hinsichtlich 1940 Glück haben wirst, wage ich zu bezweifeln…

Beste Grüße

Tessa

Hi Tessa,

erstmal danke, ich wusste nicht das dies überhaupt möglich ist.

Nur um mal dumm zu fragen, das Ausbluten der Lunge findet ja wohl so statt das es innere Blutungen sind, oder?

Und ich nehme mal an das war durchaus schmerzhaft??

Sorry wenn ich so blöd frage, aber ich nix Ahnung von Mezidin und sowas…

Grüsse
Helena