Lungenkrankheiten

Liebe/-r Experte/-in,
unser 6 Monate alter Enkel hat seit mehr als 8 Wochen einen Husten, der fast unverändert ist. Er bekam auch schon Inhalationen mit Flitide und Salbutamol. Nun will der Kinderarzt in die Mucoviszidosepraxis überweisen. In den 4 zurückliegenden Generationen( auch nicht Geschwister und deren Nachkommen) hatten in beiden Familien diese Krankheit und niemand ist unter 40 Jahren gestorben.
Unser Enkel macht außer den üblichen Wehwehchen wie mal Bauchweh oder Zahnungsschmerzen einen gesunden Eindruck. Er wird noch gestillt und wiegt inzwischen etwas mehr als 8kg. Er hatte auch kein Fieber und keine Lungenentzündung. Auch die Mutter hat während der gesamten Zeit heftigen Husten,der sich nicht bessert, weil sie wegen des Stillens kaum Medikamente nehmen kann.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Vermutung haltbar ist. Ab wann treten die typischen Auffälligkeiten auf und welchen Anzeichen kann es noch geben?
Besten Dank für die Antwort
kerasei

Liebe(?) kerasei,

zunächst mal versuchen Sie, sich nicht all zu viele Sorgen zu machen. Ein langwieriger Husten muss noch kein Hinweis für eine ernsthafte Erkrankung sein. Dennoch halte ich es für richtig und wichtig, dass der Kinderarzt lieber alle Risiken ausschließt. Der Test auf Mucoviscidose ist in keinster Weise schmerzhaft für das Kind. Soweit ich mich recht erinnere, muss er lediglich ein Armbändchen tragen, anhand des Schweißbildes kann anschließend die Diagnose gestellt werden.

Allerdings gibt es auch noch andere Lungenkrankheiten, die wesentlich schwieriger zu diagnostizieren sind. Ich als betroffene Mutter würde jeder Möglichkeit nachgehen und alle Diagnoseverfahren nutzen. Ihr Enkel ist gerade erst 8 Monate alt. In diesem Alter (ich glaube bis zu etwa 4 JAhren) regeneriert sich die Lunge noch. Sollte er also tatsächlich ernsthaft krank sein, ist jetzt der beste Zeitpunkt, ihn sofort zu behandeln. Bei meinem eigenen Sohn wurde die Diagnose „Karthagener Syndrom“ erst mit 7 Jahren festgestellt, bis dahin haben wir beide wahre Odysee hinter uns gebracht… Leider war seine Lunge da schon irreparabel geschädigt.

Also mein Rat: Lassen Sie ihren Enkel durchchecken. Lieber ein paar Untersuchungen zuviel als etwas versäumt zu haben. Ich bin sicher, er wird es ihnen später danken! Und vertrauen Sie diesem Kinderarzt. Ich wünschte, meiner hätte auch nur ansatzweise meine damaligen Sorgen ernst genommen und mir eine entsprechende Überweisung ausgestellt. Stattdessen beruhigte er mich nur immer, Lukas` gesundheitliche Probleme würden sich mit der Zeit schon geben… Ich musste mir jede Untersuchung auf eigene Faust erkämpfen, mich via Internet schlau lesen und entsprechende Untersuchungen in verschiedenen Unikliniken alleine in die Wege leiten.

Tut mir Leid, dass ich Ihnen keine nähere Auskunft zu Ihrem Problem geben kann, ich bin nur eine besorgte Mutter, keine Ärztin.

Für Sie, Ihren Enkel und dessen Eltern alles erdenklich Gute und hoffentlich Gesundheit

LG, Ulrike Peifer