Hallo,
habe mal eine Frage: Mein Opa (wird im Spetember 80) wurde heute im Krankenhaus gesagt, dass er Lungenkrebs hat und auch im Bauchraum sind Metastasen. Zur Vorgeschichte: Er hatte Blasenkrebs und wurde im November/Dezember bestrahlt. Nun sagt meine Oma gerade, dass Opa morgen heim kommt und sie nichts mehr tun können. Sie weiß aber nicht, wie lange es jetzt noch geht. Kennt sich jemand aus oder hatte jemand so etwas ähnliches. Ich möchte Oma gerne trösten, weiß aber nicht wie.
LG
hallo, ich war vor ein paar jahren auch in einer ähnlichen situation.
sei einfach für sie da, höre zu, nimm sie (beide) einfach mal in den arm. lass dir ihre geschichten erzählen, wie sie sich kennlernten, ihre
größten freude und auch ärger (auch wenn du es vielleicht schon ein paar
mal gehört hast), sei geduldig.
höre aber auf auch ihre ängste und rede, wenn nötig, mit ihnen darüber. auch übers sterben, tod, auch wenn du es vielleicht nicht hören möchtest. es ist wahrscheinlich für euch alle schwer.
sei einfach da.
das hört sich vielleicht einfach an, ist es aber nicht.
ich wünsche dir viel kraft für die kommende zeit.
lg
finja
Hallo Finja,
vielen Dank für deine Antwort. Meine Oma und mein Opa mussten scon viel Leid mitmachen. Ihr erster Sohn ist mit 14 Jahren an Leukämie gestorben. Ihre Tochter ist im November 2009 an akutem Organversagen gestorben und jetzt Opa. Oma ist halt fix und fertig.
Klar bin ich immer für sie da, das ist ja selbstverständlich.
Danke und LG
Bin kein Mediziner. Offenbar besteht im geschilderten Fall keine medizinische Möglichkeit mehr, den Tod abzuwenden. Weitere medizinische Maßnahmen wären für Deinen Opa extrem belastend und würden die Lebensqualität auf null bringen und dabei ohne Aussicht auf Erfolg. Das sollte Deine Oma verstehen können.
Udo Becker
Hi,
die Tante (80) meines Mannes hatte ebenfalls Lungenkrebs. Endeckt wurde er im späten Frühjahr 2010, sie bekam Chemo, gestorben ist sie im November 2010.
Alles was Du tun kannst, ist für Deine Großeltern da zu sein. Vielleicht kannst Du Deine Großmutter auch mal die Pflege Deines Opas abnehmen, so daß auch sie zur Ruhe kommt und mal etwas für sich tun kann.
Gruß
Tina
Hi,
es ist schön, dass dein Opa jetzt nach Hause kommen kann und er die letzten Tage oder Wochen seines Lebens bei seiner Familie verbringen kann.
Wichtig ist dass ihr euch jetzt Hilfe holt!
Der Hausarzt sollte regelmässig vorbeikommen und deine Oma sollte sich bei der Pflege von einem Pflegedienst helfen lassen.
Es gibt ausserdem inzwischen in fast ganz Deutschland Hospizvereine. Einfach anrufen und die Situation schildern - der Hospizverein kann fast immer helfen.
Es wäre ausserdem sinnvoll, wenn dein Opa eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht für seine Frau oder einen anderen Angehörigen erstellen würde.
http://www.verwaltung.bayern.de/Anlage1928142/Vorsor…
Ganz wichtig wird es sein dass ihr miteinander sprecht. Fragt euren Opa nach seinen Wünschen! Oft gibt es noch Dinge zu erledigen oder Menschen mit denen er noch sprechen möchte. Zuhören ist oft sehr schwer - immer dran denken - „Ein Klagelied ist ein Lied zum zuhören, nicht ein Aufsatz zum korrigieren“.
viele Grüße
Susanne
Hallo,
bei meinem Schwiegervater wurde im März 2010 Lungenkrebs gefunden. Er bekam Chemo und alles was dazu gehört. Im Juni 2010 ist er gestorben.
Außer für die beiden da zu sein, was ja schon alle anderen gesagt haben, kannst du leider nichts tun.
Genieße die Zeit die euch bleibt.
Liebe Grüße und alles gute
Zuuu83
Hi,
es ist schön, dass dein Opa jetzt nach Hause kommen kann und
er die letzten Tage oder Wochen seines Lebens bei seiner
Familie verbringen kann.
Wichtig ist dass ihr euch jetzt Hilfe holt!
Der Hausarzt sollte regelmässig vorbeikommen und deine Oma
sollte sich bei der Pflege von einem Pflegedienst helfen
lassen.
Der Hausarzt ist der erste Ansprechpartner. Man könnte noch daran denken, einen Palliativmediziner mit ins Boot zu holen.
Das sind die Fachärzte, die sich darum kümmern, die Lebensqualität in der letzten Phase des Lebens zu verbessern, wenn eine Behandlungen zur Lebensverlängerung unmöglich und/oder unsinnig sind.
Hallo Susanne,
vielen Dank für deine Antwort. Eine Patientenverfügung haben Oma und Opa schon lange mal gemacht. Klar sind wir immer für beide da. Es ist nur schwer, wenn man ihn im Bett liegen sieht. Man möchte anfangen zu weinen, muss ja aber auch stark bleiben. Wir halten aber alle zusammen und schaffen das, vor allem mein lieber Opa.
LG