Lungenkrebsdiagnose

Hallo zusammen,
bei meiner Mutter (83, aber fit) wurde gestern Lungenkrebs diagnostiziert, im Anfangsstadium. Anfang Jan. soll die Hälfte des linken Lungenlappens entfernt werden. Hat das schon mal jemand erlebt oder von anderen gehört, wie das überstanden wird? Gibt es anschlißend Chemo? Wie ist es mit der Atmung etc. Metastasen sind im Körper nicht gesehen worden, aber es würde während der OP erst gesehen ob die Lymphdrüsen oder wie der Arzt das auch gesagt haben soll, also die Drüsen die durch die Lunge verlaufen, befallen wären.

Alles ein Alptraum.

Vielleicht kann mir jmand darauf antworten, ich möchte das nur für mich wissen. Meine Mutter ist nervös genug.

Bis dahin
VG Brigitte

Hallo Brigitte,
es tut mir Leid, daß ihr in der Weihnachtszeit so eine schlechte Nachricht bekommen habt!
Wenn der Krebs im einem frühen Stadium entdeckt wurde, gibt es gute Heilungschance, vor allem dann, wenn wirklich keine Lymphdrüsen befallen wurden.
Lymphdrüsen sind kleine Gewebsknoten, die unter einander mit Lymphbahnen verbunden sind, das ist so ähnlich, wie im Blutkreislaufsystem.
Die Lymphdrüsen haben die Aufgabe alte Zellen und Abfallprodukte zu verarbeiten. Alte und kranke Zellen werden mit Hilfe von Lymphozyten (das sind eine Unterart von weißen Blutkörperchen) in diese Drüsen gebracht. Unter anderem passiert das auch mit Krebszellen. Es kann aber auch sein, daß ein Tumor Zellen in die Lymphbahn abgibt, und diese sich dann in den Knoten vermehren. Wenn Tumorzellen in den Knoten nach gewiesen werden können, bedeutet das, daß der Krebs begonnen hat zu streuen. Wenn, wie bei deiner Mutter, auf dem Röntgenbild nichts zu sehen war, ist dies schon einmal ein gutes Zeichen. Doch ganz sicher kann man nur durch ein Laboruntersuchung sein. Während der Operation werden die Lymphkonten, an der Lunge entfernt und in einem Labor untersucht. Diese Untersuchung dauert so in etwa eine halbe Stunde, und der Operateur kann dann während der OP entscheiden, wieviel er von der Lunge entfernen muß.
Wenn nur eine Hälfte des linken Lungenlappens entfernt wird, ist die Einschränkung der Atmung nicht so groß, und wenn die Lymphknoten ohne Tumorzellen sind, ist die Chance auf Heilung gut.
Zur Nachbehandlung kann ich dir leider nicht viel sagen, weil ich OP-Pfleger bin, und ein weiteres Vorgehen im Ermessen der Ärzte liegt.
Ich rate Dir, oder deiner Mutter, viele Fragen zu stellen und sich nicht zu scheuen, nachzufragen, wenn etwas nicht verstanden wurde. Leider erlebe ich das auch im OP immer wieder, daß Patienten nicht genau wissen, was nun mit ihnen geschieht. Der Arzt hat die Pflicht euch gut, ausführlich und verständlich zu beraten und aufzuklären!
Macht davon unbedingt gebrauch!
Wenn ich Dir noch irgendwie helfen kann, oder du zur Operation Fragen hast, kannst du mich gerne anschreiben.
Ich wünsche deiner Mutter und Dir alles Gute.
Sören

Hallo Sören,

ich danke Dir ganz herzlich für Deine ausführliche Antwort, aber was der Arzt gestern schon sagte, meine Mutter hätte eine Herz-Lungenfunktion gerade an der Grenze. Das macht mir und meiner Schwester bzw. der ganzen Familie große Sorgen. Aber ich behalte Deine Nachricht im Comp. und wenn ich weitere Fragen habe, komme ich gerne auf Dich zurück.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Viele Grüße
Brigitte

Hi ‚brautzsch‘
kann da nicht so richtig mitreden. Hatte vor fuenf Jahren einen ‚einfachen‘ Krebs, also nur das Karzinom, ohne Metastasen, ohne Chemo, ohne Bestrahlung. Lasse mich seit fuenfzehn Jahren einmal jaehrlich in Deutschland med. checken.

Ehe so eine fette OP bei einer aelteren Dame durchgefuehrt wird, bitte die Kompetenz der diagnostizierenden/behandelnden Aerzte pruefen! Wenn moeglich, unbedingt eine zweite aerztliche Meinung einholen!

Das CA genau bestimmen lassen. Es gibt ganz verschiedene Karzinome. Bei einem nicht so aggressiven ist auch zu ueberlegen, ob eine OP ueberhaupt unbedingt erforderlich ist. Der Stoffwechsel ist in dem Alter sehr langsam. Will sagen, das CA waechst u.U. auch nur noch sehr langsam. Eine OP ist evtl. die unguenstigere Variante.
Das muessen aber min. zwei verschiedene Pneumologen beurteilen.

Wo sitzt das Karzinom? Ist eine Minimal-Invasive moeglich? Oder muss geoeffnet werden?

Bei mir wurde damals nur ein Drittel von links entfernt. Atmung ist eigentlich kein Problem. Es werden ‚erweiternde‘ Bronchial-Medikamente verabreicht.

Die Atmung spielt bei mir allerdings eine wesentliche Rolle. Habe seit ueber zehn Jahren ausserdem noch ein Emphysem was mir zunehmend extreme Kurzatmigkeit verursacht.

Komme gerade von der Nachsorge in Berlin. Wegen der Minus-Grade in DL musste ich in der Kardiologie-Notaufnahme eben mal beatmet werden. Dann ging’s aber wieder. Bin ja schliesslich nicht krank :smile:

Seit vorgestern bin ich wieder zu Hause am Palmen-Strand und die Welt ist wieder in Ordnung. Bei der warmen stark salzhaltigen Luft hier am Gulf of Siam, erweitern sich die Bronchien und mit den acht Medikamenten, Lunge, Herz, Inhalation usw. ist Alles im fast Gruenen Bereich.

Ihrer Frau Mama Gute Besserung!
Ihnen die richtige Entscheidungsfindung!
Wenn erforderlich; Dem Chirurgen eine ruhige Hand!

In der Hoffnung Ihnen, der Patientin, evtl. etwas geholfen zu haben, wuensche ich Ihnen einen entspannten Start in ein stress-armes 2013.
Vor Allem aber 'ne stabile Gesundheit!!!

Mit UV-belasteten
32°C Tropen-Gruessen,
danke und Ciao,
Rainer

Rainer Boldt
-Traveller-
Thailand
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Lungenkrebs ist wahrlich eine Scheiß Diagnose.
Meinem Bruder wurde ein Lappen des rechten Lungenflügels entfernt (da befinden sich glaub ich 3 Lappen und in dem linken nur 2) Die Operation ist nicht ohne, da der Brustkorb aufgemacht wird. Es gibt aber heute auch schon Verfahren die Tumore zu entfernen, ohne das aufgemacht wird. (Hab ich in der Info Broschüre „Der zweite Atem“ gelesen (sehr zu empfehlen, da fachlich fundiert (findet man im Internet.
Nach der OP wurde bei meinem Bruder auch ne Chemo gemacht, obwohl der Arzt meinte, dass das bei ihm eigentlich nicht nötig wäre, so wäre das heute aber Vorschrift.
Mich wundert dass bei Ihrer Mutter operiert werden soll, in dem Alter wächst Krebs doch nur ganz ganz wenig???
Die Atmung war nach der OP bei meinem Bruder nur minimal eingeschränkt.
Und noch was, ich würde mich von den Foren etwas fernhalten, da steht i.d.R nur negatives drin…das macht alle Beteiligten noch kranker.
Wünsche Ihnen und Ihrer Mutter die richtigen Entscheidungen, und alles alles Gute
Ulli

Hallo Rainer,

vielen Dank für Deine Rückantwort und ich hoffe das meine Mutter das gut übestehen wird. Die OP ist am 16.01.2013. Sie hat solche Angst davor, verständlicherweise.

Ist Dein Wohnsitz in Thailand und was hat Dich dahin verschlagen?

Viele Grüße
Brigitte

Hallo und Guten Tag in Deutschland.
Hi Brigitte,
danke fuer die Mail.

Ich hoffe, dass nicht nur ein Doc das CA diagnostizierte und fuer eine OP und diesen Zeitpunkt entschied.
Angst ist in jedem Fall kontra-produktiv und steht der Heilung diametral entgegen. Bei meinen OP’s der letzten vier Jahre, hatte ich nie Angst; Hab’
sie einfach weggelacht :smile:
Weil; Es gibt doch fast nur das Entweder-Oder.
Wenn man Pech hat, bleibt man auf dem Tisch liegen. Das waere allerdings eine sehr komfortable Todes-Art.
Oder, der Anaesthesist, der Assistenz-Arzt und der dozierende Chef/Oberarzt, machen einen optimalen Job und man ist hinterher wieder gut drauf. Wenn’s denn sein muss, auch mit Sauerstoff-Flasche auf dem Schoss.
Prioritaet hat doch nur die Schmerz-Freiheit und das man moeglichst autark bleibt.
Ergo; Bitte die Mama beruhigen. Vielleicht nicht unbedingt mit dem Oben-Gesagten. Viele Menschen denken ueber Leben und Tod anders als ich.

Mein ZuHause ist Thailand; Meine Heimat ist Deutschland.
Nach Thailand verschlug mich nichts. Das war einfach eine Entscheidung fuer mein fuenftes (Pensionaer) Leben. Ich wusste schon lange, dass mich nichts in Deutschland haelt.; Jedenfalls nicht wirklich :smile:
Deshalb errichtete ich, vor zwoelf Jahren, mein ‚Basis-Lager‘ hier auf KohSamui. Bin allerdings immer schon gerne und viel um die Kugel geduest. Habe in den letzten fuenfzehn Jahren, vor meinem Ruhestand, ueber sechzig Laender besucht.
Nach der Krebs-OP, der Aorta-Prothese und den drei By-Paessen in 2011 trete ich etwas ruhiger. In diesem Jahr stand nur ein Herz-Katheter auf
dem Programm der Professoren; Also diesmal eine medizinische ‚Null-Runde‘ :smile:
Da ich noch keinen Rollator benoetige, den Loeffel noch alleine halten kann und auch noch ohne Pampers auskomme, geht’s mir doch super! Oder?

Viel Erfolg -ohne Angst-Stress(!)-fuer die OP und gesundes Durchhalte-Vermoegen fuer die Angehoerigen,
wuenscht ganz herzlich aus der Ferne in die Fremde,
der Thai-Rainer.
Kopf hoch; Wird schon wieder!

Ueber eine Erfolgs-Meldung wurde ich mich freuen.

Mit feucht-warmen
30°C Monsoon-Gruessen,
danke und Cheers,
Rainer

Rainer Boldt
-Traveller-
Thailand
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Hallo Rainer,
vielen Dank für Deine Rückantwort. Meine Mutter ist für ihr Alter topfitt, aber die Diagnose schwebt in ihrem Kopf, Verständlicherweise. Zudem das sie auch noch bis zum 16.01. warten muß bis hoffentlich alles überstanden ist.

Ich werde Dich über alles informieren.

Herzliche Grüße nach Thailand bis dahin
Brigitte

Hallo Sören,
danke für Deine Rückantwort. Meine Mutter ist zwar topfitt, aber die Diagnose arbeitet im Kopf, verständlicherweise, ging mir auch nicht anders.

Ich hoffe Du bist gut ins neue Jahr 2013 gerutscht. Jetzt beginnt alles wieder von vorne.

Kommt man mit dem Beruf „Pfleger“ eigentlich gut zurecht? Für mich wäre das gar nichts, das ganze Elend im Krankenhaus zu ertragen. Ich war jetzt auch für eine Woche im KH. Ich bin eine Schreibtischratte.

Alles Gute im neuen Jahr vor allen Dingen Glück und Gesundheit.

VG Brigitte

Hallo Brigitte,
ich wünsche Dir auch ein frohes neues Jahr, auch wenn deines mit schweren Gedanken beginnt!
Die Arbeit als Krankenpfleger im OP ist nicht immer leicht.
Es gibt viele schweren Schicksale, und vieles kann auch sehr belastend sein.
Aber ab dem Moment, ab dem mir das egal wird, habe ich in diesem Beruf nichts mehr verloren!
Und es gibt auch schöne Momente. Hin und wieder muß ich auch beim Kaiserschnitt helfen, und wenn dann das Kind den ersten Schrei macht und die Eltern vor Glück weinen, dann wiegt es alles auf!
Dafür wäre ein Job im Büro nichts für mich.
Ich hoffe für deine Mutter, und auch für dich, das Alles gut ausgeht. Ich drücke euch die Daumen!
Gruß Sören

Hallo Sören, jetzt ist der KHtag in reichbarer Nähe. Gestern waren meine Schwester und ich mit unserer Mutter gemütlich essen, aber man merkt ihr ihre Ängste an. Sie war ziemlich ruhig, aber ich glaube wenn mich soetwas betreffen würde, ob ich Lust gehabt hätte überhaupt essen zu gehen. Etwas angespannt sind eigentlich alle näheren Familienangehörigen.

Wie Du schon geschrieben hast, gottseidank sind die Berufswünsche verschieden, für mich wäre Dein Beruf unvorstellbar, ich würde daran eingehen. Du siehst doch bestimmt sehr viel Leid, natürlich auch schöne Momente, wie Du auch schreibst, Geburten. Gut das es Euch gibt, sonst wären viele Menschen im Krankenhaus hilflos.

Meinst Du, wenn meine Mutter am Mittwoch operiert wird, dass sie auf die Intensivstation kommt? Wie wird das in der Regel gehandhabt?

Soviele drücken ihr die Daumen, also muß alles gutgehen.

Gruss Brigitte

Hallo Brigitte.
Ich kann mir gut denken, daß deine Mutter nervöser wird,je näher der OP-Termin rückt.
Und daß alle näheren Angehörigen ebenfalls unruhig werden, ist vollkommen klar!
Ich kann Dir, aus eigener familiärer Situation, sagen, daß es mir und uns nicht anders ergehen würde.
So einen guten Tipp, was dagegen hilft, habe ich nicht. Höchstens: macht euch bis zur OP eine paar schöne Tage.
In dem KH, in dem ich arbeite, kommen Patienten mit einer Lungenoperation grundsätzlich auf eine Intensivstation.
Bei dem Eingriff wird der Brustkorb geöffnet, und das ist ein massiver Vorgang.
Die Dauer hängt davon ab,wie schnell sich deine Mutter erholt.
Eines möchte ich dir gleich vorweg sagen, damit ihr euch nicht so erschreckt:
Auf der Intensivstation wird sie an eine Menge Kabel und Schläuche angeschlossen sein. Das sieht im ersten Moment immer grausig aus, ist aber nur vorübergehend.
Sobald es ihr besser geht, werden die meisten Sachen entfernt.

Ich wünsche euch, bis Mittwoch, noch ein paar rubige Tage und drücke euch die Daumen.
Gruß
Sören

Hallo Sören,
laut Arzt der Uniklinik bekommt sie nicht den Brustkorb geöffnet, sondern sie machen einen Schnitt in Höhe der Lunge und von dort wird die Hälfte des linken Lungenflügels entfernt. Kann ich mir garnicht vorstellen, wie das vonstatten gehen soll. Die Information hat der operierende Arzt uns so erklärt.

Mein Schwager hatte seit fast 5 Wochen eine Entzündung in der Leiste, es hatte sich etwas Eigroßes gebildet, er hatte einen Untersuchungstermin im KH, er wurde direkt dabehalten und nachmittags operiert, vorgestern sagte man ihm, das er zum Onkologen gehen sollte, ohne was anderes zu sagen. Was ist das denn!

Das Jahr 2013 fängt schon Sch… an.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

Viele Grüße Brigitte

Hallo Brigitte.
Das sind ja bescheidene Nachrichten!
Und überhaupt, was ist denn das für ein Arzt, der nichts erklärt, sondern deinen Schwager wortlos zu einem Onkologen schickt?!
Wenn Du das mit den Onkologen nicht geschrieben hättest, hätte ich auf einen Leistenbruch getippt.

Wenn ein Teil der Lunge entfernt wird, wird immer der Brustkorb geöffnet. Du darfst dir das aber nicht so massiv vorstellen. Nur selten noch, wird dafür das Brustbein zersägt.
Ich weiß nicht, wie der Arzt es euch erklärt hat, aber ich kann dir beschreiben, wie unsere Doc’s das machen:
In der Höhe des Befundes wird, an der Flanke, ein Einschnitt vorgenommen.
Die Haut, und das darunter liegende Gewebe wird durchtrennt und beiseite gedrängt und die Rippen aufgesucht.
In den Zwischenraum der Rippen wird wiederum ein Schnitt vorgenommen und ein kleiner Sperrer eingesetzt, mit dessen Hilfe die Rippen auseinander gebogen werden.
Dann sucht der Arzt das Stück Lunge, das befallen ist, und trennt es weit im gesundem Gewebe ab. Dann werden noch die umliegenden Lymphknoten gesucht und entfernt.
Daß sind dann die, welche ins Labor geschickt werden.
Die Operateure warten bis die Ergebnisse aus dem schnellem Labor zurück kommen, und wenn alles okay ist, wird der Sperrer entfernt, eine Drainage (eine Art Plastikrohr) eingelegt und die Wunde wieder verschlossen.
So in etwa.

Es tut mir Leid, für euch, daß ihr in letzter Zeit mit so schlechten Nachrichten konfontiert werdet!
Leider kann ich nichts vernümftiges sagen, außer den üblichen Floskeln, aber ich sage es Dir mit meiner alten weisen ehemaligen Oberöse: " laß die Ohren nicht hängen!"
Gruß Sören

Hallo und Guten Tag im Winter-Maerchen-Deutschland.

Hi Brigitte,
danke fuer die Mail.

Hab’ gerade gesehen, dass die OP der Frau Mama schon ueber 'ne Woche her ist. Also; Jetzt kann man schon realistisch einschaetzen, wie die OP verlief und was fuer eventuelle Folgen, wie Chemo, Bestrahlung und Medikamentierung abzusehen sind.

An einem kurzen Zwischen-Bericht waere ich interessiert.

In der Hoffnung, das Alles gut verlief, wuensche einen lockeren Start in ein entspanntes Wochen-Ende.

Mit freundlichen 30°C
Palmen-Strand-Gruessen,
danke und Tschuess,
Rainer

Rainer Boldt
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Hallo Rainer,
als erste4s möchte ich Dich um die 30° beneiden, heute haben wir hier zwar auch immerhin 9°, also nicht mehr so kalt wie es war und der Schnee hat sich verabschiedet.

Meine Mutter hat alles sehr gut überstanden, ihr wurden 30% des linken Lungenflügels entfernt und ein Lymphdrüsenknoten. Sie war sechs Tage in der Klinik und wartet jetzt auf den Bescheid wann sie in die Reha kann nach Wuppertal. Sie braucht auch keine Chemo oder Bestrahlung. Alles nochmal gut gegangen.

Ich habe gesehen das Du in Deutschland auch eine E-Mailadresse hast, bist Du hin und wieder doch mal in Deutschland? Was hat Dich ausgerechnet nach Thailand verschlagen? Bist Du mit einer Thailänderin verheiratet oder liiert? Was machst Du so den ganzen Tag über? Wo hast Du in Deutschland gewohnt?

Ich kann Dir zwar keine schönen Palmen-Strand-Grüsse schicken, aber ich wünsche Dir einen schönen Tag und LG aus dem verregneten Deutschland. Für mich gibt es erst ab dem 7.6. für drei Wochen Sonne und zwar in der Türkei in Colakli. Freue mich darauf schon jetzt. Ich bin nämlich ziemlich verfroren.

Nochmals viele Grüße, Du wirst Dich bestimmt noch mal melden.

Brigitte

Hallochen Brigitte,
danke fuer die Mail.

Recht hast Du; Ich melde mich jetzt und hier und heute bestimmt noch mal :smile:

Bitte keinen Neid wegen der 27°C nachts und 32°C tags rund um’s Jahr. Nicht Jeder mag zu Weihnachten mit Bade-Shorts bei 28°C Wasser-Temperatur unter der Palme am Strand sitzen :smile:

Ist ja Super, dass bis jetzt, mit der Beseitigung des Carcinomes, alles gut verlief. Konnte ja auch gar nicht anders kommen, bei Eurem Optimismus und meinen Guten Wuenschen :smile:
Aber bitte erst noch die fuenf Jahre der statistischen Karenz-Zeit abwarten. Erst dann ist man wirklich ganz sicher ueber’n Berg!
Ist fast genauso, wie bei mir verlaufen. Wichtig; Rechtzeitig erkannt!
Und dann; Nochmal Glueck gehabt :smile:

Meine web.de Mail-Address ist keine spezielle deutsche Adresse. Die hab’ ich nur, falls mit der hotmail.com Mail-Box mal wieder was schief laeuft. War jetzt zwar lange Zeit nicht der Fall, aber als Alternativly-Post-Box wurde die Anschrift schon mal wichtig. Von ‚Web.de‘ werden mir die E-Briefe automatisch auf ‚Hotmail.com‘ weiter geleitet. Mail-Anschriften sind immer Interkontinental.

Wie ich schon schrieb, eigentlich bin ich einmal jaehrlich in Europa-Deutschland-Berlin. Zum medizinischen Total-Check, um die Ex-Familie und Freunde zu treffen, das Jahres-Visum zu erneuern, Bank- und Behoerden-Gaenge zu erledigen und so weiter. Bin eben geborener Berliner und dazu noch ein gelernter Ossi(bis 1984). Nur durch meine medizinischen Problemchen der letzten Jahre war ich in den Folge-Jahren mehrfach in Berlin. Durch die Krebs-OP musste ich damals alle drei Monate zur Nachsorge nach Deutschland.

2012 war ich im December zur Nachsorge und zur Lebenserwartungs-Untersuchung (Total-Check). Den letzten Facharzt-Befund (Gastroskopie) wollte ich, wegen der Weihnachts-Neujahrs-Feiertage nicht erst abwarten und flog am 24.12. wieder nach Hause. Am 21.01. schickte mir dann Prof. Koop, der Magen-Darm-Guru in Deutschland, via Net den Befund. Soll sich wohl um ein Adeno-Carcinom des Oesophagus handeln. Auf gut Deutsch: Speise-Roehren-Krebs auf Druesen-Gewebe. Sofortige OP ist dringend angezeigt.
Hab’ mir schon 'n Trink-Halm beiseite gelegt, zum Auswechseln der Roehre :smile:
Ein erneutes Ca kann natuerlich bei mir gar nicht zutreffen; Laut Statistik bekommt jeder Mensch nur einen Krebs im Leben. Und den hatte ich ja nun schon!
Okay; Muss ich eben am 06.02. schon wieder mal in Berlin auf den OP-Tisch. Prof. Koop wird’s schon richten mit seinem Team.
Man goennt sich ja sonst nichts :smile:

Wenn ich immer mal gefragt werde, was ich hier in Sued-Ost-Asien auf der Tropen-Insel so treibe, ist meine Standard-Antwort:
„Ich sitze im Schatten unter der Palme und esse mein Geld auf“ :wink:
Der Spruch gefiel mir! Den hoerte ich mal in Indien von einer Geschaeftsfrau, als ich fragte, was sie in der Monsoon-Zeit so macht.
Was mich betrifft; Ich geniesse einfach nur mein, jetzt fuenftes, Leben.

Schoen fuer Dich, wenn Du im Sommer in den Sueden fliegst. Die Tuerkei kenne ich leider gar nicht. War nur mal am langen Wochen-Ende, vier/fuenf Tage, in Istanbul.
Aber warum gehst Du nicht jetzt an’s Mittel-Meer?
In meiner aktiven Zeit versuchte ich immer den Winter in Deutschland zu verkuerzen. Im gesamten November, Weihnachten-Neujahr und Februar/Maerz fluechtete ich vor dem Nord-Europaeischen Schmuddel-Wetter. Fast immer in die Tropen. In unserem sogenannten Sommer flog ich dann, aus Urlaubs-Tage-Geiz, nur zu Kurz-Trip-Zielen nach Barcelona, den NiagaraFalls, Istanbul, Toronto, Lissabon, NewYork, Spitzbergen und so weiter.

Ist Dein Holiday-Trip im Juni 'ne Pauschal-All-Inclusiv-Reise? Oder reist Du, so wie ich, immer auf eigene Faust durch die Welt?

Du schriebst vom Drei-Wochen-Urlaub. Stehst Du noch im Arbeits-Verhaeltnis? Wenn ja, wie lange musst Du noch im ‚Hamsterrad‘ laufen?

Wenn Deine ruestige Mama zur Reha nach Wuppertal geht, vermute ich mal, dass Ihr auch in dieser Gegend zu Hause seid. Oder? Wohnt Ihr auch zusammen?

Wenn Du so verfroren bist, komm doch einfach mal rum zu mir, in den Tropen-Garten am Palmen-Strand auf 'nen IceCoffee, 'ne PinaColada oder ein kuehles ChangBeer, wenn Du magst :smile:

Allerdings erst nach meinem Zwangs-Krebs-Speise-Roehren-OP-Berlin-Urlaub. Ich hoffe, dass ich in zwei/drei Wochen nach der OP, also spaetestens Ende Februar, wieder im Gulf of Siam schwimmen gehen kann.
Im Gegensatz zu Dir, bin ich naemlich manchmal voellig ‚unverfroren‘ :smile:

So, Schluss fuer heute.
Genug Schmuddel-Winter, Fern-Reisen, Krebs-Krankheiten und Palmen-Garten.

Will eben noch, um 6²³Uhr auf der Terrasse bei 29°C den Sunrise hinter den Bergen beim Fruehstuecken geniessen.
Spaeter muss ich mich, via Internet, um den Flug am 4./5.02. nach Berlin kuemmern.

In der Hoffnung, dass es Dir noch viel Guter geht als mir, wuensche ich Dir einen lockeren Start in die Zweite Halbzeit dieser Woche.

Wenn moeglich, gib mir doch bitte mal Deine Mail-Adresse. Dann kann ich mir den Umweg ueber ‚wer-weiss-was‘ sparen. Bin halt arbeits-scheu :smile:

Bei sau-kalten und
widerlich sandigen
26°C Strand-Regen-Tagen :smile:
danke und Gruss,
Rainer

Rainer Boldt
-Traveller-
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Hallo Rainer,
vielen Dank für Deine umfangreiche Mail. Als erstes wünsche ich jetzt Dir alles gute und viel Erfolg für Deine bevorstehende OP, damit auch Du wieder ganz gesund wirst. Wie Du sagst bzw. schreibst der Optimismuss regelt das schon alles.

Ich war 23 Jahre bei der Citroen Deutschland AG, habe 1972 dort meine Großhandelskaufmannslehre gemacht und habe 1991 dort aufgehört, da ich in die Marketing versetzt worden wäre, da mein Chef, eine leitende pOSITION FÜR SÄMTLICHE nIEDERLASSUNGEN IN dEUTSCHLAND ÜBERNOMMEN HAT: iCH HÄTTE SEHR VIEL MITREISEN MÜSSEN; ABER DAS WOLLTE ICH NICHT BZW: MEIN MANN HATTE AUCH WAS DAGEGEN. Hat mir seinerzeit Leid getan, ich habe mich sehr gut mit meinem Chef verstanden, ich war 8 Jahre bei ihm. Er war Vertriebsdirektor und ich habe das Sekretariat geführt. Da ich keine andere Wahl gehabt hätte als die Marketing habe ich gekündigt. Dann habe ich pausiert, sehr viel mit Freundinnen Sport betrieben und nach drei Jahren halbtags wieder ins Büro, leider ging die Fa. nach 40 Jahren Bestehen den Bach runter und seitdem bin ich zuhause und das soll auch so bleiben. Langeweile habe ich an keinem Tag. Ich bin eine junggebliebene 53-jährige, groß, schlank, blond, blauäugig, fühle mich ganz wohl in meiner Haut.

Mein Mann ist vor 5 Jahren an Knochenmarkkrebs gestorben, ich war 1 Jahr alleine, was ich auch wollte, denn 3 Jahre habe ich das Leid mit ihm geteilt.Jetzt lebe ich seit 3 1/2 Jahren wieder mit jemand zusammen. IM MAI LETZTEN JAHRES HAT SEINE TOCHTER ZWILLINGE BEKOMMEN; 2 MÄDCHEN UND DIE HABEN WIR ÖFTER AN SAMSTAGEN: WUNDERSCHÖNES ERLEBNIS; DENN ICH HABE KEINE EIGENEN KINDER; DESHALB GENIEßE ICH DIE BEIDEN GIRLS.

Wie ich Deiner Mail entnehmen kann bist Du wahrscheinlich geschieden und Du hast wohl auch Kinder, oder? Welcher Jahrgang bist Du?

Ja meine Mutter ist heute in die Reha nach Wuppertal, mein Vater begleitet sie die ganze Zeit, es wurde ein zweites Bett ins Zimmer gestellt, aber sie hat das alles wirklich toll überstanden. Jeder Arzt sagt zu ihr, sie sei sehr fit für ihr Alter und sehr gepflegt. Sie war gestern noch zur Fusspflege und Handpflege und Friseur. Perfekte Frau, achtet sie auch drauf.

Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag und Kopf hoch, ich drücke Dir auch die Daumen bis dahin

viele Grüße aus Köln
Brigitte

Hi Brigitte,
danke fuer die Mail.

Nur ganz kurz;
Bin seit dem 06.02. hier in der Onkologie der Helios-Klinik in Berlin.
Die aktuellen Vor-Befunde waren alle identisch mit dem Weihnachts-Befund. Wahrscheinlich ist am Mittwoch Schluss mit Lustig :smile:

Das Internet, ueber den Fonic-Stick, ist katastrophal.
Deshalb noch einmal meine Bitte:
Wenn wir ueber die Mail-Adressen korrespondieren, muss ich beim Schreiben nicht permanent im Netz bleiben.
Meine Hotmail-Address hast Du auf allen E-Briefen.

In der Hoffnung, zeitnah von Dir zu lesen, wuensche ich Dir und Euch, eine entspannte Rest-Woche.

Mit verschneiten
-1°C Berlin-Gruessen,
danke und Cheers,
Rainer

Hallo Rainer,
erst einmal die Frage nach Deiner Gesundheit. Hast Du die Strapaze gut überstanden? Bist Du noch in der Klinik? Ich wünsche Dir von Herzen alles erdenklich Gute, das es Dir bald wieder ganz gut geht, Dich gut erholst. Anschließend geht es doch bestimmt in die Reha? Das wird alles wieder wie vorher, schon alleine, wenn Du wieder nach Hause kannst. Alles Gute.

Meine Mutter kommt am Mittwoch wieder nachhause, ihr geht es ziemlich gut, das Treppensteigen geht nur etwas langsamer als vorher, aber damit kann sie ja leben.

In NRW ist ja die Grippesäuche ausgebrochen und es hat sehr viele getroffen. Ich liege auch seit 3 Tagen flach, aber „nur“ mit einer Erkältung. Reicht mir aber auch, schon schlecht wenn man nicht richtig Luft bekommt weil die Nase zu ist und der ununterbrochene Hustenanfall. Die Medikamente helfen zumindest bis jetzt nicht recht viel. Muß ich nun mal durch.

Viele Grüße und alles Gute mit festem Daumendruck
Brigitte