Lust TV statt Frust TV!

Hallo,

am Samstag kam bei mir im Fernsehen der Film „Wolf Creek“. Das sollte ein Horrorfilm sein und er war es auch. Es gab auch äusserst brutale Szenen, die für mich überraschenderweise nicht aus der TV Version geschnitten wurden (z.B. es wurde gezeigt ACHTUNG WEGLESEN, wie ein Mann einer jungen Frau das Rückgrat durchschnitt).

Das muss nicht sein, vor allem wenn ich mir vorstelle, dass nach 23 Uhr immer noch viele Jugendliche Fernsehen schauen können!

Wenn jedoch die Fernsehmacher meinen, dass brutalste Gewalt gezeigt werden kann, dann finde ich es unverständlich weshalb nach 23 Uhr z.B. keine normalen Pornos gezeigt werden.

Statt normalen Pornos zur Luststeigerung müssen wir uns mit pseudo-pornographischen Reportagen „zufrieden“ geben (oder uns über…).

Was haltet Ihr von einer „Freigabe“?

Ich finde es ehrlich gesagt traurig, dass in den meisten Diskussionen über eine Freigabe von Pornos im TV ein Vergleich mit Gewaltfilmen gemacht wird. Letzteres halte ich für „schädlicher“, wenn es denn wirklich schädlich sein sollte, so etwas zu sehen.

Darin habe ich aber keinen Zweifel. Meine 2jährige Tochter hat neulich zufällige einen Autounfall im Fernsehen gesehen und war zutiefst schockiert (sie sah „nur“ wie der Wagen einen Abhang runterfiel).

Ich bin wegen der Kinder gegen Pornos im Fernsehen aber noch viel mehr gegen Gewalt im Fernsehen. Um die Gewaltliebhaber aber mal aus Ihrem Dornröschenschlaf aufzuwecken, fordere ich die Freigabe von Pornos.

Ich hoffe Ihr seht das ähnlich!

Eencockniedo

Hallo,
sorry ich sehe es anders.

Ganz ohne Gewalt und ganz ohne Sex wird es wohl im TV nie gehen. Was will man denn dann da noch senden?
Ich finde die sollten noch mehr schneiden und noch weniger zeigen.
Nur so kann man kiddis teilweise davor schützen so etwas zu sehen. Das was zZ da so läuft ist nichts halbes und nichts ganzes.
Noch zuviel Gewalt und zuviel Sex.

Wenn ich als Erwachsener so was sehen will sollte ich es mir als DVD kaufen oder leihen. Dann habe ich auch eine relativ gute Kontrolle üder das was meine Kiddis sich zu hause anschauen.

mfg

Bert

Hi,

mir scheint es eher so, dass Du Pornos sehen willst und nun das anhand von Gewaltfilmen gerade begründen magst. Oder was wäre Dir eingefallen, gäbe es keine Gewaltfilme?

Gleichwohl Du einerseits behauptest gegen Pornos der Kinder willen zu sein, so forderst Du dennoch die Freigabe von Pornos. Wie geht das denn zusammen?

Mag ja sein, dass der Mensch Anregungen braucht. Nicht umsonst gibt es seit Jahren so erfolgreich Zeitschriften wie den Playboy, dank Hugh Hefner. Und heute reicht halt eben das reine Bild nicht mehr, es ist Action angesagt.

Und das sehe ich auch mit kritischem Auge. Als ich Kind war, kamen Filme spät abends, die heute tels schon im Nachmittagsprogramm ausgestrahlt werden bzw. spätestens ab 20:15 Uhr laufen.

Indes in den alten Filmen (und so lange gibt es nun auch wieder nicht Fernsehen)teils Küsse nur angedeutet werden, werden jetzt teils Frauen im Nachtprogramm gezeigt die sich selbst befriedigen. Das mag zwar mit einer gewissen Offenheit, Freiheit nebst Geldgeilheit einhergehen, doch ich denke auch, dass der Mensch ansich immer mehr „Thrill“ braucht, weil er selbst leider immer mehr abstumpft.

Wie wäre es mal back to the roots zu gehen, und Dich und Deine Sexualität wieder mehr spüren zu lernen?

Zumindest mutmaße ich mal, dass wer Pornos fordert bzw. „braucht“ selbst zu wenig Phantasie hat, sein eigenes Kopfkino nicht mehr ankurbeln kann. Als Ein- bzw. Umstieg wäre doch mal statt Film ein Buch ganz gut, oder?

Desweiteren mutmaße ich, dass sich das Empfinden, die Intensität beim Spüren reduziert hat. Pornos sind wohl zur reinen Triebbefriedigung angedacht, wogegen ja nichts einzuwenden wäre, doch bleiben andere Gefühle wie die der Zuneigung außen vor, dann glaube ich, dass das Spektrum an Gefühlsmöglichkeiten doch nur sehr eingeschränkt erlebt wird. Das mag dann vielleicht auch unbefriedigend sein und man gelüstet immer nach neuen Kicks, die einen hochbringen sollen.

Vielleicht mag das bei Männern im Allgemeinen noch ein Stück anders sein, doch wieviele Männer erleben Onanie intensiver und befriedigender als den Sex mit einem Partner oder einer Partnerin?

Gefühle der Zuneigung und gar Liebe zu erleben mag ohne Partner/-in nicht möglich sein oder wenigstens nicht möglich scheinen, doch wie sehr ist man(n) geneigt Autoerotik zu praktizieren als denn sich aufzumachen um ein Du zu finden, dass einen nicht nur körperlich ergänzt?

Ich für meinen Teil erlebe halt die Welt so, als würden einerseits Menschen zunehmend Sex von sonstigen Gefühlen etwaiger Zuneigung abspalten bzw. als würden sich Gefühle mehr und mehr reduzieren. Da ist teils die Rede vom Streß, dass man nicht den richtigen Partner hat, dass man die Schnauze voll von Männern oder Frauen hat… ich erlebe vermehrt innere Rückzüge, doch nur wenige Menschen die sich bemühen, aktiv an dieser ihrer Situation etwas zu verändern. Scheinbar wächst die Zahl der Kopfficker in jeder Hinsicht an.

Wer zwingt Dich beispielsweise einen Gewaltfilm anzusehen? Angebot und Nachfrage stehen in Abhängigkeit. Du hast doch wohl am Fernseher einen Um- bzw. gar Ausschaltknopf? Was spricht dagegen mit einer etwaigen Partnerin mal wieder Sex zu haben oder sich auf die Pirsch zu begeben und ein Du für sein Leben zu finden, und selbst wenn es „nur“ eine Lebensabschnittspartnerin ist?

Da wird scheinbar versucht es sich möglichst einfach zu machen und den Konflikten aus dem Weg zu gehen, doch ob das letztendlich die gewünschte Befriedigung bringt, da habe ich meine großen Zweifel.

Ciao,
Romana

Hallo,

danke schon mal für die ausführliche Antwort.

mir scheint es eher so, dass Du Pornos sehen willst und nun
das anhand von Gewaltfilmen gerade begründen magst. Oder was
wäre Dir eingefallen, gäbe es keine Gewaltfilme?

Ich persönlich würde gern gute Pornofilme im Nachtprogram sehen. Welches Argument spricht dagegen? Das Argument, dass Kinder, die zuschauen abgestumpft werden und es nachmachen.

Ich persönlich sehe auch gerne gute Horrorfilme. Genau dasselbe Argument spricht jedoch dagegen.

Deswegen unterscheide ich zwischen meinem Wunsch (aus der Sicht eines abgestumpften Erwachsenens) und dem meines Kindes.

Gleichwohl Du einerseits behauptest gegen Pornos der Kinder
willen zu sein, so forderst Du dennoch die Freigabe von
Pornos. Wie geht das denn zusammen?

Ich bin ein Amateur auf dem Gebiet der Tiefenpsychologie etc. Mein Verständnis ist jedoch derzeit so, dass wenn Gewaltfilme erlaubt sind, sprechen die Argumente die für die Freigabe dieser Filme sind wohl auch gleichzeitig für die Freigabe von Pornofilmen.

Mag ja sein, dass der Mensch Anregungen braucht. Nicht umsonst
gibt es seit Jahren so erfolgreich Zeitschriften wie den
Playboy, dank Hugh Hefner. Und heute reicht halt eben das
reine Bild nicht mehr, es ist Action angesagt.

Eigentlich reicht bei mir immer noch das Bild bzw. die Vorstellung. Pornos sind nur gut, wenn ich mal dafür zu müde bin und meine Energie nur auf eine Sache konzentrieren kann.

Und das sehe ich auch mit kritischem Auge. Als ich Kind war,
kamen Filme spät abends, die heute tels schon im
Nachmittagsprogramm ausgestrahlt werden bzw. spätestens ab
20:15 Uhr laufen.

Indes in den alten Filmen (und so lange gibt es nun auch
wieder nicht Fernsehen)teils Küsse nur angedeutet werden,
werden jetzt teils Frauen im Nachtprogramm gezeigt die sich
selbst befriedigen. Das mag zwar mit einer gewissen Offenheit,
Freiheit nebst Geldgeilheit einhergehen, doch ich denke auch,
dass der Mensch ansich immer mehr „Thrill“ braucht, weil er
selbst leider immer mehr abstumpft.

Die Autoren, die auf visuelle Effekte setzen, sind billiger, weil einfaltsloser.

Wie wäre es mal back to the roots zu gehen, und Dich und Deine
Sexualität wieder mehr spüren zu lernen?

Ohhhh jaaaa, aber gehört das noch zum Thema? :wink:

Zumindest mutmaße ich mal, dass wer Pornos fordert bzw.
„braucht“ selbst zu wenig Phantasie hat, sein eigenes Kopfkino
nicht mehr ankurbeln kann. Als Ein- bzw. Umstieg wäre doch mal
statt Film ein Buch ganz gut, oder?

Nein, es geht nicht um zuwenig Phantasie, sondern „Energie“. Gähn…

Desweiteren mutmaße ich, dass sich das Empfinden, die
Intensität beim Spüren reduziert hat. Pornos sind wohl zur
reinen Triebbefriedigung angedacht, wogegen ja nichts
einzuwenden wäre, doch bleiben andere Gefühle wie die der
Zuneigung außen vor, dann glaube ich, dass das Spektrum an
Gefühlsmöglichkeiten doch nur sehr eingeschränkt erlebt wird.
Das mag dann vielleicht auch unbefriedigend sein und man
gelüstet immer nach neuen Kicks, die einen hochbringen sollen.

Vielleicht mag das bei Männern im Allgemeinen noch ein Stück
anders sein, doch wieviele Männer erleben Onanie intensiver
und befriedigender als den Sex mit einem Partner oder einer
Partnerin?

Gefühle der Zuneigung und gar Liebe zu erleben mag ohne
Partner/-in nicht möglich sein oder wenigstens nicht möglich
scheinen, doch wie sehr ist man(n) geneigt Autoerotik zu
praktizieren als denn sich aufzumachen um ein Du zu finden,
dass einen nicht nur körperlich ergänzt?

Ich für meinen Teil erlebe halt die Welt so, als würden
einerseits Menschen zunehmend Sex von sonstigen Gefühlen
etwaiger Zuneigung abspalten bzw. als würden sich Gefühle mehr
und mehr reduzieren. Da ist teils die Rede vom Streß, dass man
nicht den richtigen Partner hat, dass man die Schnauze voll
von Männern oder Frauen hat… ich erlebe vermehrt innere
Rückzüge, doch nur wenige Menschen die sich bemühen, aktiv an
dieser ihrer Situation etwas zu verändern. Scheinbar wächst
die Zahl der Kopfficker in jeder Hinsicht an.

Die normale Arbeit und er folgende Belohnungskonsum macht uns sooo müde. Da bleibt keine Muse für die Suse.

Wer zwingt Dich beispielsweise einen Gewaltfilm anzusehen?
Angebot und Nachfrage stehen in Abhängigkeit. Du hast doch
wohl am Fernseher einen Um- bzw. gar Ausschaltknopf?

Wie oben geschrieben. Ich mag Horror- und Gewaltfilme. Je schrecklicher umso besser. Buh!

Was
spricht dagegen mit einer etwaigen Partnerin mal wieder Sex zu
haben oder sich auf die Pirsch zu begeben und ein Du für sein
Leben zu finden, und selbst wenn es „nur“ eine
Lebensabschnittspartnerin ist?

Ich probiere sogar beides ab und zu gleichzeitig. (Derzeit mache ich aber etwas Pause).

Da wird scheinbar versucht es sich möglichst einfach zu machen
und den Konflikten aus dem Weg zu gehen, doch ob das
letztendlich die gewünschte Befriedigung bringt, da habe ich
meine großen Zweifel.

Primär geht es mir wirklich darum zu erfahren, ob es fundierte „neue“ gute Gründe gibt, die gegen eine Gleichbehandlung von Lustfilmen und Gewaltfilmen sprechen.

Persönlich gehe ich derzeit davon aus, dass beide Formate schädlich sind für Kinder und Jugendliche und würde ein Verbot im Fernsehen begrüssen.

Eencockniedo

Moin,

schmeiß deinen Fernseher auf den Müll. Glaub mir, nach einer gewissen Entwöhnungszeit wird dir nichts fehlen.

Deine Pornos schaust du dir dann gemütlich und zu einer dir beliebigen Zeit auf DVD auf dem Monitor deines PCs an.

Gruß
Marion

Hi,

Hallo,

danke schon mal für die ausführliche Antwort.

mir scheint es eher so, dass Du Pornos sehen willst und nun
das anhand von Gewaltfilmen gerade begründen magst. Oder was
wäre Dir eingefallen, gäbe es keine Gewaltfilme?

Ich persönlich würde gern gute Pornofilme im Nachtprogram
sehen.

Weshalb, zu welchem Zweck? Bildung? Oder als Wichshilfe?

Welches Argument spricht dagegen?

Das versuchte ich zu erklären: Abstumpfung.

Das Argument, dass

Kinder, die zuschauen abgestumpft werden und es nachmachen.

Kinder und Pornos? Vielleicht bin ich ja zu konservativ, doch das finde ich „krank“. Nichts dagegen, wenn Kinder mitbekommmen, dass Eltern sich lieben und Sex haben. Das ist sicherlich auch gut für die eigene Entwicklung. Doch ich kenne keinen Pornofilm, derer ich eh kaum kenne, die sowas auf eine gute Weise zeigen würden. Außerdem was weißt Du davon, wie sich ein Porno auf ein Kind auswirkt? Manche Kinder wurden traumatisiert nachdem sie ihre Eltern beim Sex mal erlebt hatten. Mir sagte ein Mann Mitte 20 mal, er sei als Kind aufgewacht und zum elterlichen Schlafzimmer gelaufen, habe durch das Schlüsselloch geguckt und gesehen wie der Vater auf der Mutter lag. Sie schrie und er dachte, der Vater täte der Mutter weh. Daraufhin hatte er wohl in seiner kindlichen Weise beschlossen einer Frau nie weh zu tun. Als dann die Pubertät kam und andere mit den ersten Erfahrungen begannen, konnte er nicht, weil das Bild in seinem Kopf war, dass Mann Frau Schmerzen zufügen müsse beim Sex. Als er dann Mitte 20 war, dachte er dann wohl langsam, dass es schon zu spät sei als „Einsteiger“. Und das alles wegen so einer Bagatelle. Mag sein, dass da mehr noch abgelaufen war, doch so für Erwachsene scheinbare Nichtigkeiten können auf Kinder ganz andere und dazu fatale Auswirkungen haben. Also, Kinder sollten garantiert keine Horror- oder Pornofilme sehen.

Ich persönlich sehe auch gerne gute Horrorfilme. Genau
dasselbe Argument spricht jedoch dagegen.

Und was gibt Dir das?

Was gibt Dir denn sonst noch was im Leben?

Deswegen unterscheide ich zwischen meinem Wunsch (aus der
Sicht eines abgestumpften Erwachsenens) und dem meines Kindes.

Nunja, nur wie soll das gefiltert werden. Jedes Kind kann einen Fernseher einschalten, sobald es an den Knopf reicht. Es gibt kaum „Kindersicherungen“ für Pornos oder Gewaltfilme.

Gleichwohl Du einerseits behauptest gegen Pornos der Kinder
willen zu sein, so forderst Du dennoch die Freigabe von
Pornos. Wie geht das denn zusammen?

Ich bin ein Amateur auf dem Gebiet der Tiefenpsychologie etc.
Mein Verständnis ist jedoch derzeit so, dass wenn Gewaltfilme
erlaubt sind, sprechen die Argumente die für die Freigabe
dieser Filme sind wohl auch gleichzeitig für die Freigabe von
Pornofilmen.

Dh. weil Bier legal ist und in Bayern ein Grundnahrungsmittel, muss auch Haschisch und Heroin legalisiert werden? Nix gegen Drogen jeglicher Art, solange sie als Genußmittel genutzt werden und nicht zum Suchtmittel werden. Doch genau damit können nur wenige Menschen wirklich gut umgehen. Eine Scheiße wird nicht besser in dem man auch eine andere erlaubt.

Mag ja sein, dass der Mensch Anregungen braucht. Nicht umsonst
gibt es seit Jahren so erfolgreich Zeitschriften wie den
Playboy, dank Hugh Hefner. Und heute reicht halt eben das
reine Bild nicht mehr, es ist Action angesagt.

Eigentlich reicht bei mir immer noch das Bild bzw. die
Vorstellung. Pornos sind nur gut, wenn ich mal dafür zu müde
bin und meine Energie nur auf eine Sache konzentrieren kann.

Naja, wie oft bist Du denn zu müde? Und was spricht dann dagegen einfach schlafen zu gehen? Oder soll das heißen, Du bist zwar zu müde sexuelle Phantasien ablaufen zu lassen, aber einen Orgasmus willst Du dennoch noch haben? Finde ich eigenartig.

Und das sehe ich auch mit kritischem Auge. Als ich Kind war,
kamen Filme spät abends, die heute tels schon im
Nachmittagsprogramm ausgestrahlt werden bzw. spätestens ab
20:15 Uhr laufen.

Indes in den alten Filmen (und so lange gibt es nun auch
wieder nicht Fernsehen)teils Küsse nur angedeutet werden,
werden jetzt teils Frauen im Nachtprogramm gezeigt die sich
selbst befriedigen. Das mag zwar mit einer gewissen Offenheit,
Freiheit nebst Geldgeilheit einhergehen, doch ich denke auch,
dass der Mensch ansich immer mehr „Thrill“ braucht, weil er
selbst leider immer mehr abstumpft.

Die Autoren, die auf visuelle Effekte setzen, sind billiger,
weil einfaltsloser.

Was hat das damit zu tun was ich geschrieben habe? Nichts. Außerdem muss es ja niemand anschauen? Doch gerade die Effekthascherei ist doch das was die Leute anzieht. Leider. Mit Minimalismus könnte ich auch nicht gerade leben, doch die Dinge des Lebens so künstlich zu übersteigern, weil man sich und sein Leben gar nicht mehr richtig spüren kann, finde ich den falschen Weg.

Wie wäre es mal back to the roots zu gehen, und Dich und Deine
Sexualität wieder mehr spüren zu lernen?

Ohhhh jaaaa, aber gehört das noch zum Thema? :wink:

Doch, genau darum geht es. Ich denke, würden Menschen sich mehr spüren, dann wäre das am Anfang gar nicht erfreulich bei vielen Leuten, da einiges an Streß und Frust ihnen bewußt werden würde. Doch wenn dieser mal begonnen werden würde vermehrt abzubauen, und auch darunter wieder echte Lebendigkeit zum Vorschein kommt und man das Leben und sich wieder besser genießen kann, dann wäre man wohl vielleicht gar nicht mehr so geil auf Pornos, weil man selbst sein bester Regisseur ist. Das soll nicht heißen, dass ich generell gegen Pornos bin. Jeder wie er lustig ist. Doch ich sehe halt die Gefahr, dass wenn Pornos ausgestrahlt werden und das würde dann ja wohl auch regelmäßiger sein und nicht nur zu bestimmten Events, dass dann eben die abgestumpfte Autoerotik Einzug hält. Der Mensch zunehmend mit sich allein.

Zumindest mutmaße ich mal, dass wer Pornos fordert bzw.
„braucht“ selbst zu wenig Phantasie hat, sein eigenes Kopfkino
nicht mehr ankurbeln kann. Als Ein- bzw. Umstieg wäre doch mal
statt Film ein Buch ganz gut, oder?

Nein, es geht nicht um zuwenig Phantasie, sondern „Energie“.
Gähn…

Wie gesagt, dann geh schlafen und erfreue Dich einer Morgenlatte. Oder arbeite dran, dass Du abends noch genug Energie hast, Dir ohne Hilfsmittel onanieren zu können. Ist das nicht alles sehr bequem, reduziert auf’s Nötigste? Man holt sich von außen die Reize, weil man selbst scheinbar nicht mehr viel Eigenes einbringen kann?

Desweiteren mutmaße ich, dass sich das Empfinden, die
Intensität beim Spüren reduziert hat. Pornos sind wohl zur
reinen Triebbefriedigung angedacht, wogegen ja nichts
einzuwenden wäre, doch bleiben andere Gefühle wie die der
Zuneigung außen vor, dann glaube ich, dass das Spektrum an
Gefühlsmöglichkeiten doch nur sehr eingeschränkt erlebt wird.
Das mag dann vielleicht auch unbefriedigend sein und man
gelüstet immer nach neuen Kicks, die einen hochbringen sollen.

Vielleicht mag das bei Männern im Allgemeinen noch ein Stück
anders sein, doch wieviele Männer erleben Onanie intensiver
und befriedigender als den Sex mit einem Partner oder einer
Partnerin?

Gefühle der Zuneigung und gar Liebe zu erleben mag ohne
Partner/-in nicht möglich sein oder wenigstens nicht möglich
scheinen, doch wie sehr ist man(n) geneigt Autoerotik zu
praktizieren als denn sich aufzumachen um ein Du zu finden,
dass einen nicht nur körperlich ergänzt?

Ich für meinen Teil erlebe halt die Welt so, als würden
einerseits Menschen zunehmend Sex von sonstigen Gefühlen
etwaiger Zuneigung abspalten bzw. als würden sich Gefühle mehr
und mehr reduzieren. Da ist teils die Rede vom Streß, dass man
nicht den richtigen Partner hat, dass man die Schnauze voll
von Männern oder Frauen hat… ich erlebe vermehrt innere
Rückzüge, doch nur wenige Menschen die sich bemühen, aktiv an
dieser ihrer Situation etwas zu verändern. Scheinbar wächst
die Zahl der Kopfficker in jeder Hinsicht an.

Die normale Arbeit und er folgende Belohnungskonsum macht uns
sooo müde. Da bleibt keine Muse für die Suse.

Klingt das nicht gar etwas auch müde vom Leben? Sich nur noch berieseln zu lassen, damit man z.B. etwas Druck, sexuellen Druck, abbauen kann? Was kommt denn noch aktiv von solchen Menschen selbst? Was ist bitte Belohnungskonsum? Und wie wäre es, statt sich mit z.B. materiellen Dingen zu belohnen, sich mal wieder körperlich zu verwöhnen oder verwöhnen zu lassen. Ups, dazu bedarf es ja Phantasie und dazu ist man dann zu müde. Und am Ende wäre es mit Partner/-in vielleicht noch besser, aber dazu müsste man sich ja aufraffen und vielleicht jemanden suchen / finden. Mag ja sein, dass es nicht immer die Zeit für Partnerschaft ist. Doch Sex mit Wichsvorlage finde ich hochgradig frustrierden. Aber ich bin ja auch kein Mann nicht.

Wer zwingt Dich beispielsweise einen Gewaltfilm anzusehen?
Angebot und Nachfrage stehen in Abhängigkeit. Du hast doch
wohl am Fernseher einen Um- bzw. gar Ausschaltknopf?

Wie oben geschrieben. Ich mag Horror- und Gewaltfilme. Je
schrecklicher umso besser. Buh!

Und was gibt Dir so ein Film? Ist Dein Leben noch nicht gruselig genug? Wenn Du z.B. ohne Pornos es schlecht schaffst oder vielleicht gar nicht mehr schaffst Dich sexuell zu befriedigen? DAS fände ich Grusel genug.

Was
spricht dagegen mit einer etwaigen Partnerin mal wieder Sex zu
haben oder sich auf die Pirsch zu begeben und ein Du für sein
Leben zu finden, und selbst wenn es „nur“ eine
Lebensabschnittspartnerin ist?

Ich probiere sogar beides ab und zu gleichzeitig. (Derzeit
mache ich aber etwas Pause).

Da wird scheinbar versucht es sich möglichst einfach zu machen
und den Konflikten aus dem Weg zu gehen, doch ob das
letztendlich die gewünschte Befriedigung bringt, da habe ich
meine großen Zweifel.

Primär geht es mir wirklich darum zu erfahren, ob es fundierte
„neue“ gute Gründe gibt, die gegen eine Gleichbehandlung von
Lustfilmen und Gewaltfilmen sprechen.

Wie gesagt, eine Scheiße wird nicht besser dadurch dass man eine andere erlaubt. Und es gibt genug Scheiße im Fernsehen und ich kann mich leider nicht ausnehmen mir auch schon zuviel angesehen zu haben, wodurch ich mich von mir und meinem Leben nur abgelenkt habe, was mir jedoch nicht wirklich was gegeben hat. Doch ich gucke zunehmend weniger fern und bleibe mehr bei mir in der Realität.

Persönlich gehe ich derzeit davon aus, dass beide Formate
schädlich sind für Kinder und Jugendliche und würde ein Verbot
im Fernsehen begrüssen.

Und wie passt das dann zusammen mit Deinem Wunsch selbst Gruselfilme gerne zu sehen oder dass Du Pornos begrüßen würdest? Wenn derartige Filme im Fernsehen verboten werden würden, dann ja nicht nur für Kinder, sondern auch Erwachsene oder Menschen die sich dafür halten, würden derartige Filme auch nicht mehr sehen. Klar, es werden solche Filme angeboten sich anzusehen. Doch Menschen die sich reintun, was ihnen vorgesetzt wird, gleich ob es ihnen guttut oder nicht, was soll man da schon groß sagen. Es ist an jedem selbst die Verantwortung für sein Leben zu tragen.

Wenn mir persönlich solche Filme auch sogut wie nichts geben, kenne auch kaum welche, in beide Richtungen, so bin ich nicht für ein generelles Verbot. Es ist halt wie mit allem im Leben: die richtige Dosis macht es aus. Und ich denke genau, dass eben die meisten Menschen nicht richtig dosieren können.

Also, doch back to the roots und sich selbst wieder mehr wahrnehmen und spüren zu lernen. :smile:

Ciao,
Romana

Eencockniedo

2 „Gefällt mir“

Ich bin wegen der Kinder gegen Pornos im Fernsehen aber noch
viel mehr gegen Gewalt im Fernsehen. Um die Gewaltliebhaber
aber mal aus Ihrem Dornröschenschlaf aufzuwecken, fordere ich
die Freigabe von Pornos.

So so. Um die Gewaltliebehaber aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken… Du glaubst doch nicht im Ernst, dass wenn ein Gewaltliebhaber ein Porno sieht, er keines von beidem mehr sehen will? Deine Vorgeschobene Kinderfreundlichkeit täuscht nicht darüber hinweg dass du schlicht und einfach Pornos sehen willst.

Ich hoffe Ihr seht das ähnlich!

Überhaupt nicht. Wenn schon, dann eine Eindämmung von Gewaltfilmen aber sicher nicht eine Freigabe von Pornos.

Nadia

Hi,

Ich persönlich würde gern gute Pornofilme im Nachtprogram
sehen.

ich habe noch nie einen wirklich guten Porno gesehen, letztlich sind fast alle nur „durchackern von sämtlichen Stellungen“ ohne sonstige Handlung. Ist ja auch der Sinn eines Pornos, wer einen guten Film sehen will sucht den sicherlich nicht im Genre Porno.

Welches Argument spricht dagegen?

Gewalt ist immer gespielt, das Blut in Horrorfilmen ist nicht echt (ich habe noch keinen Horrorfilm im Fernsehen gesehen in denen wirklich Menschen getötet oder verstümmelt werden und lege auch ehrlich gesagt keinen Wert drauf). Der Sex in Pornos ist aber echt. Das eine ist also Fiktion, das andere Realität.

Meinem Kind könnte ich im Notfall immer noch erklären, dass der Horrorfilm nicht echt ist - wie ich meinem Kind erklären würde, dass (und warum!) sich eine Frau binnen 30 Minuten Film von X Männern (wirklich!) durchnehmen lässt weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Grüße,
Sue

3 „Gefällt mir“

(ich habe noch keinen Horrorfilm im Fernsehen gesehen in
denen wirklich Menschen getötet oder verstümmelt werden und
lege auch ehrlich gesagt keinen Wert drauf).

Hallo,

is schon derb was hier einige schreiben. Ich weiss was du meinst und ich geb dir auch vollkommen recht.

Das es hier nicht um den Fick ansich geht sondern darum das es unverständlich ist warum solche Gewaltfilme gezeigt werden und dafür Pornos nicht ist auch mir nicht ganz klar.

Gruss Rolf

p. s. Hoffentlich sind die Ferien bald wieder vobei!

Hallo,

is schon derb was hier einige schreiben. Ich weiss was du
meinst und ich geb dir auch vollkommen recht.

Das es hier nicht um den Fick ansich geht sondern darum das es
unverständlich ist warum solche Gewaltfilme gezeigt werden und
dafür Pornos nicht ist auch mir nicht ganz klar.

Dann erklähr ichs dir:

Sex ist Teil unseres Lebens. Wenn ein Jugendliche also einen Pornofilm sieht, wird er unbewusst dazu verleitet, sobald er in einer dem Film ähnlicher Situation ist, so zu reagieren wie im Film vorgespielt.
Es wird aber höchst selten vorkommen, dass ein Jugendlicher in eine Situation gerät, die in ihm die Reaktion hervorrufen wird, so zu handeln wie in dem Gewaltfilm.
Ein grosser Unterschied besteht auch darin, dass in den Gewaltfilmen obwohl Gewalt vorkommt, vermittelt wird, diese sei nicht gut. Bei einem Pornofilm ist die Gefahr viel grösser, dass die Jugendlichen diese Aktionen für Gut halten. Da ja anscheinend alle ihren Spass haben. (Auch die Frauen und wenn sie noch so schlecht behandelt werden.)
Dazu kommt, dass Gewaltfilme Fiktion sind, Pornos aber echt gespielt werden. Jugendliche wissen das ganz genau und in diesem Wissen wird wiederum ihr Glaub bestärkt, dass das was da passiert quasi eins zu eins in die Realität übertragbar sei.
Wenn ihr Pornos sehen wollt, dann ist das euer Problem, aber ICH möchte das nicht sehen. (Meine Oma sicher auch nicht – sind wir schon zwei :smile:)

Nadia

3 „Gefällt mir“

Und genau da ist dein/euer Fehler! Wir wollen keine Pronos sehen (okm - abundzu schon mal ;.-))) aber es geht in erster Linie darum das Gewalt an sich nicht vor Sex gestellt werden darf/soll! Denn Sex kann auch was verdammt schönes sein - wobei Gewalt IMMER „hässlich“ ist.

Gruss Rolf

4 „Gefällt mir“

Hi,

Ich persönlich würde gern gute Pornofilme im Nachtprogram
sehen.

ich habe noch nie einen wirklich guten Porno gesehen,

Ich auch nicht! Deswegen würde ich ja auch gerne einen sehen!

letztlich sind fast alle nur „durchackern von sämtlichen
Stellungen“ ohne sonstige Handlung. Ist ja auch der Sinn eines
Pornos, wer einen guten Film sehen will sucht den sicherlich
nicht im Genre Porno.

Vielleicht ist das Genre Porno definiert durch die Filme, die es eben zur Zeit gibt auch nicht, dass was ich meine. Sondern eher pornographische Filme, die einfach alles zeigen aber immer noch Handlung haben…Romanzen, Thriller etc.

Caligula (Historienfilm) als Beispiel.

Welches Argument spricht dagegen?

Gewalt ist immer gespielt, das Blut in Horrorfilmen ist nicht
echt (ich habe noch keinen Horrorfilm im Fernsehen gesehen in
denen wirklich Menschen getötet oder verstümmelt werden und
lege auch ehrlich gesagt keinen Wert drauf). Der Sex in Pornos
ist aber echt. Das eine ist also Fiktion, das andere Realität.

Meinem Kind könnte ich im Notfall immer noch erklären, dass
der Horrorfilm nicht echt ist

  • wie ich meinem Kind erklären
    würde, dass (und warum!) sich eine Frau binnen 30 Minuten Film
    von X Männern (wirklich!) durchnehmen lässt weiß ich ehrlich
    gesagt nicht.

Das soll ein Argument sein?

Du kannst also die (gespielten) Grausamkeiten erklären, aber nicht die Geilheiten? Das stimmt mich traurig.

Interessanterweise bekomme ich gerade das Gefühl durch die Antworten der Frauen hier, dass diese Sex in gewisser Weise in seiner Wirkung auf Jugendliche (die meisten Kinder schlafen dann schon nach 23 Uhr) für schlimmer halten als Gewalt.

Meiner Meinung nach kann das darin liegen, dass sie die „Pornos“ als männliche Vorstellung von Sex sehen, die sie selbst nicht nachvollziehen können und auch männlichen Sex als „schlecht“ und „böse“ betrachten.

Eencockniedo

1 „Gefällt mir“

[x] dafür
mal ganz ehrlich - scheiss auf Handyverbot an den Schulen, aber im Internet und auf den Handys haben die Leute äääh Kids doch eh schon alles gesehen, was es zu sehen gibt…
Vor kurzem war mal in den Nachrichten zu dem Fall was, wo sie den Lehrern ein Beispielvideo auf dem Handy vorgespielt haben - Unter den Schülern wusste einer allein vom Ton her, was auf dem Video zu sehen ist…

Also warum überhaupt noch zensieren? Man wird dem eh nicht mehr Herr - sicher gehört es in den verantwortungsbereich der Sender nur das dann zu zeigen, was sie in der Zielgruppe auch zeigen sollten - aber generell finde ich Dein Anliegen richtig und eine logische Konsequenz.

Welches Argument spricht dagegen?

Gewalt ist immer gespielt, das Blut in Horrorfilmen ist nicht
echt (ich habe noch keinen Horrorfilm im Fernsehen gesehen in
denen wirklich Menschen getötet oder verstümmelt werden und
lege auch ehrlich gesagt keinen Wert drauf). Der Sex in Pornos
ist aber echt. Das eine ist also Fiktion, das andere Realität.

Meinem Kind könnte ich im Notfall immer noch erklären, dass
der Horrorfilm nicht echt ist

  • wie ich meinem Kind erklären
    würde, dass (und warum!) sich eine Frau binnen 30 Minuten Film
    von X Männern (wirklich!) durchnehmen lässt weiß ich ehrlich
    gesagt nicht.

Das soll ein Argument sein?

Du kannst also die (gespielten) Grausamkeiten erklären, aber
nicht die Geilheiten? Das stimmt mich traurig.

Es braucht dich nicht traurig zu stimmen, du hast sie nämlich nur falsch verstanden. Es geht darum, dass man einem Kind erklähren kann, dass die gesehene Gewalt nicht echt ist. Niemand wurde verletzt. Niemand wurde getötet. Es ist alles gespielt und nichts davon ist wirklich passiert.
Bei dem Porno ist es aber Tatsache dass diese X Männer ihren Penis in diese Frau reingesteckt haben - ohne Kondom.
Dieses Kind wird auch einmal ein Sexleben haben - und wenn es dieses Sexleben mit solchen Bildern im Kopf starten müssten - DASS würde MICH traurig stimmen!

Nadia

1 „Gefällt mir“

Hi,

ob pornos nun besser als gewaltfilme sind ist fraglich. Genauso wie die Vorstellung ob Kinder nun das ein oder das andere sehen bzw. wie von Dir vorgeschlagen beides. Ich denke es gibt heute genug Möglichkeiten den Fernsehkonsum der Kids zu kontrollieren, da dies aber von den meisten Eltern nicht wahrgenommen wird halte ich es auch für falsch diese filme zu senden. leider können sich kinder selten gegen die dummheit ihrer eltern wehren.

grüße

bonkers

Hallo,

Welches Argument spricht dagegen?

Gewalt ist immer gespielt, das Blut in Horrorfilmen ist nicht
echt (ich habe noch keinen Horrorfilm im Fernsehen gesehen in
denen wirklich Menschen getötet oder verstümmelt werden und
lege auch ehrlich gesagt keinen Wert drauf). Der Sex in Pornos
ist aber echt. Das eine ist also Fiktion, das andere Realität.

Meinem Kind könnte ich im Notfall immer noch erklären, dass
der Horrorfilm nicht echt ist

  • wie ich meinem Kind erklären
    würde, dass (und warum!) sich eine Frau binnen 30 Minuten Film
    von X Männern (wirklich!) durchnehmen lässt weiß ich ehrlich
    gesagt nicht.

Das soll ein Argument sein?

Du kannst also die (gespielten) Grausamkeiten erklären, aber
nicht die Geilheiten? Das stimmt mich traurig.

Es braucht dich nicht traurig zu stimmen, du hast sie nämlich
nur falsch verstanden. Es geht darum, dass man einem Kind
erklähren kann, dass die gesehene Gewalt nicht echt ist.
Niemand wurde verletzt. Niemand wurde getötet. Es ist alles
gespielt und nichts davon ist wirklich passiert.

Das hat sie gesagt und das habe ich verstanden. Kannst Du (oder Sie) mir aber noch vielmehr den Jugendlichen oder Kindern wirklich erklären warum Menschen solche Grausamkeiten in Filmen darstellen und das „toll“ finden, oder wie die Kinder und Jugendlichen beim Schauen der Filme zu „reagieren“ haben. Sollen sie sich das nicht „zu Herzen“ nehmen und darüber schmunzeln? Ihr habt einfach da aufgehört zu argumentieren, wo es schwierig wurde. Anscheinend haltet Ihr Jugendliche für reifer mit gezeigter (gespielter) Gewalt umzugehen als mit gezeigter und häufig schlecht gespieltem Sex. Was daran real sein soll, dass zwei Darsteller vor der Kamera bumsen, das kannst Du mir bitte auch erklären.

Im Genre Aktionfilme ist es auch üblich, dass Stuntmen etwas real tun, was sogar lebensgefährlich ist und alles für unseren Spass.

Bei dem Porno ist es aber Tatsache dass diese X Männer ihren
Penis in diese Frau reingesteckt haben - ohne Kondom.
Dieses Kind wird auch einmal ein Sexleben haben - und wenn es
dieses Sexleben mit solchen Bildern im Kopf starten müssten -
DASS würde MICH traurig stimmen!

Was für Bilder hast Du denn im Kopf, wenn Du DAS schreibst. In meinem Kopf sind da i.d.R. ein Mann eine Frau, beide nackt, die Sex haben. Fühlst Du Dich durch Pornos sexuell unter Druck gesetzt? Das ist vielleicht auch einen anderen Thread wert.

Diese Bilder nun, weil sie „echt“ (lach) sind, würden fatal auf die Jugendlichen wirken, während die anderen ja nichts weiter sind als Entertainment, dass man mal ganz locker unreflektiert aufnehmen kann.

Ich kann Pornos jedenfalls 100x einfacher erklären als Gewaltfilme.

Dass ich so ins Detail gehen muss!

Eencockniedo

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Hi,

naja, nur in den Sexfilmchen bishin zu Pornos ist SIE immer willig und lässt sich wohl zumeist ohne Vorspiel bespringen. Teils stehen die Frauen auf Prügel oder darauf mit Gewalt genommen zu werden. Und es sind nun mal nicht alle Kinderchen brav im Bett, wenn die Eltern das meinen. Genug Kinder sind vielleicht auch allein zu Hause. Und selbst wenn die Kinder schon „älter“ sind, so ist ein Pubertierender noch nicht erwachsen.

Was wenn mit ihm nicht über Sex gesprochen wird, weil Eltern der Ansicht sind, der Junge, das Mädchen wird sich schon auf der Straße aufklären oder das soll mal die Schule machen. Das Kind wird es schon lernen. Ich weiß nicht, wieviele Eltern wirklich über Sex mit ihren Kindern reden?

Wie dem auch sei, was für ein Bild trägt ein Kind oder ein Heranwachsender, ein Pubertierender in sich, der Frauen als immer willig, immer geil, alles mitmachend, und teils zu behandeln wie ein Stück Dreck, erlebt?

Woher kann das Kind, der jugendliche Heranwachsende verbindlich wissen, dass das nur ein Film ist, an dem sich „Erwachsene“ aufgeilen?

Woher soll das Kind, der Jugendliche wissen, wieviel von dem Gezeigten tatsächlich auf Realität basiert? Und wieso kommt Ihr Männer auf die Idee, dass so ein Jugendlicher sich nicht anfangen könnte zu wünschen, dass ein Pornofilm Realität ist bzw. wird? Genug „Erwachsene“ dürften sich das ja teils auch wünschen, doch sie wissen halt aus Erfahrung, dass dem nicht so ist. Doch woher soll ein Kind / ein Jugendlicher das wissen, wenn er gleich mit diesen teils herausgelösten Wunschphantasien als angebliche „Realität“ konfrontiert wird?

Da jeder Mensch sich seine eigene Realität bastelt, könnte das mit solchen Bildern bzw. Filmen im Kopf zu nicht nur sehr frustrierenden Erlebnissen in der Realität führen sondern vielleicht auch zu entweder einem Rückzug, weil die Frau (des später sexuell aktiven Jungen) sich ja doch nicht so bespringen lässt wie gezeigter also was falsch macht, oder der angehende Mann versucht es dann möglicherweise mit Gewalt, denn schließlich sind ja alle Frauen Schlampen außer Mutti. :smile:

Natürlich ist Gewalt immer Scheiße, doch welcher Sex gut ist und welcher nicht mehr, ist nicht nur eine indivuduell unterschiedliche Sache, sondern auch schwer festzumachen, wenn so ein Kind oder Jugendlicher nur aus dem Fernsehen lernt und meint, dass sei die Realität.

Ich finde, dass die Auswirkungen von Sexfilmen und Pornos viel fataler sein können, da ja nicht so klar wie bei Gewaltfilmen eben ist, was noch gut ist und was nicht mehr okay ist.

Ciao,
Romana

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Hallo

Es braucht dich nicht traurig zu stimmen, du hast sie nämlich
nur falsch verstanden.

Ich finde Leute immer gut die behaupten zu wissen was andere meinen oder denken. Klasse

Es geht darum, dass man einem Kind

erklähren kann, dass die gesehene Gewalt nicht echt ist.
Niemand wurde verletzt. Niemand wurde getötet. Es ist alles
gespielt und nichts davon ist wirklich passiert.
Bei dem Porno ist es aber Tatsache dass diese X Männer ihren
Penis in diese Frau reingesteckt haben - ohne Kondom.
Dieses Kind wird auch einmal ein Sexleben haben - und wenn es
dieses Sexleben mit solchen Bildern im Kopf starten müssten -
DASS würde MICH traurig stimmen!

Gehts noch? Mal im Ernst, warum kannst du das eine als fake erklähren und das andere nicht? Beides gibt es meist im realen Leben und wenn du sagst das es so eine gewalt nicht gibt kannst du aucj sagen, das es so einen Sex nicht gibt. Später musst du ja eh beides richtig stellen und zugeben das es beides auf diese Welt gibt. Manches sogar noch schlimmer als je im TV gezeigt.

Kiddis dürfen solche Filme bis zu einem bestimmten alter einfach nicht zu sehen bekommen. Wenn dann doch muss halt gelogen werden das sich die Balken biegen und das gilt für beide Genres.

mfg
Bert

Tach Frau Oberschlau,

Dann erklähr ichs dir:

Hast du toll versucht.

Sex ist Teil unseres Lebens. Wenn ein Jugendliche also einen
Pornofilm sieht, wird er unbewusst dazu verleitet, sobald er
in einer dem Film ähnlicher Situation ist, so zu reagieren wie
im Film vorgespielt.
Es wird aber höchst selten vorkommen, dass ein Jugendlicher in
eine Situation gerät, die in ihm die Reaktion hervorrufen
wird, so zu handeln wie in dem Gewaltfilm.

Woher glaubst du das zu wissen? Wenn du auf deine eigene Erfahrung hier zurück greifst solltest du immer bedenken das es auch noch andere Menschen gibt und du nicht der Mittelpunkt bist.
Ob ich als jugendlicher eine Frau oder ein Mädel mit Respekt behandele oder nicht hat bei mir mit der Erziehung etwas zu tun gehabt und nicht ob ich mir nen Porno angeschaut habe oder nicht.
Beim Sex mit den ersten Partnerin wurden natürlich verschiedene Sachen aus zB Pornofilmen probiert. Bei gefallen auf beiden Seiten wurds weiter gemacht bei Nichtgefallen aufgehört und was anderes probiert.

Bei ner SChlägerei allerdings und die gabn es in meiner Jugend wurde auch ausprobiert was man so in Actionfilmen gesehen hat. Glaub mir wenn es alleine darum geht sollten dann alle echt besser Pornos schauen als Gewaltfilme.

Ein grosser Unterschied besteht auch darin, dass in den
Gewaltfilmen obwohl Gewalt vorkommt, vermittelt wird, diese
sei nicht gut.

Bitte? Rambo, 007, Supermann usw. Alle bringen da die Bösen um und das ist gut.

Bei einem Pornofilm ist die Gefahr viel

grösser, dass die Jugendlichen diese Aktionen für Gut halten.

Welche Aktionen denn. Ich habe da noch nie ne Frau gesehen die da vergewaltigt wurde. Ich habe bestimmt nicht viele Pornos gesehen aber davon hätte man auch gehört.

Da ja anscheinend alle ihren Spass haben. (Auch die Frauen und
wenn sie noch so schlecht behandelt werden.)

Wie schon oben beschrieben ist das eher eine Frage der Erziehung ob das nachher mal einer nachmacht.

Dazu kommt, dass Gewaltfilme Fiktion sind, Pornos aber echt
gespielt werden. Jugendliche wissen das ganz genau und in
diesem Wissen wird wiederum ihr Glaub bestärkt, dass das was
da passiert quasi eins zu eins in die Realität übertragbar
sei.

Bei der Qualität des gezeigten in Splatterfilmen oder Horrorfilmen ist teilweise nicht zu sehen ob das fiktiv ist oder nicht. Wenn ein Kind oder Jugendlicher forher nicht schon kapiert das beides gefakt ist sieht er es auch am Film nicht.

Wenn ihr Pornos sehen wollt, dann ist das euer Problem, aber
ICH möchte das nicht sehen. (Meine Oma sicher auch nicht –
sind wir schon zwei :smile:)

Ich will auch keine Pornos im TV sehen. Da bin ich voll einer Meinung mit dir aber die Art deiner Argumentation stört mich einfach ein wenig.

mfg

Bert