LV abschließen? UNABHÄNGIGE Beratung gesucht

Hallo,

zum hunderttausendsten Mal kommt jetzt einer ins Forum und will wissen, ob er jetzt noch schnell eine LV abschließen soll, bevor der Fiskus nächstes Jahr zuschlägt.

Zur Situation: ich bin verheiratet, habe ein Kind und habe selbst schon eine LV, daran wird auch nichts gerüttelt.
Jetzt möchte ich meine Frau auch absichern. Sie hat zwar kein Einkommen, soll aber einerseits trotzdem gegen die Lebensrisiken abgesichert werden (gegenüber der Familie), möglichst aber auch eine Altersvorsorge aufbauen.
Ich kann nicht abschätzen, ob da eine Risiko- oder Kapital-LV (oder was völlig anderes) zu empfehlen wäre.

Da ich mich nicht genug auskenne, habe ich darüber hinaus noch ein kleines weiteres Problem: ich wünsche mir eine UNABHÄNGIGE Beratung.

Grundsätzlich betrachte ich die Empfehlungen von Versicherungsmaklern und -Vertretern als subjektiv und von Verkaufsabsichten geleitet. Ich bin mittlerweile schon so desillusioniert, dass ich glaube, die raten einem zu allem möglichen, das ganze sofort und dringenst, und scheuen sich auch nicht davor, zu behaupten, dass auch die zwanzigste Versicherung einem schon mal 50 Euro im Monat Wert sein sollte.

Wer kann mir einen objektiven Tipp oder Links zu diesem Thema nennen?

Hallo Lalle,

ein kleines weiteres Problem: ich wünsche mir eine UNABHÄNGIGE
Beratung.

Grundsätzlich betrachte ich die Empfehlungen von
Versicherungsmaklern und -Vertretern als subjektiv und von
Verkaufsabsichten geleitet. Ich bin mittlerweile schon so
desillusioniert…

Auch ich bin das und damit stehen wir beide nicht alleine da. In Internet-Foren bekommen wir zwar Hilfe und Antworten auf unsere Fragen, aber es kann durchaus vorkommen, dass die Empfehlungen von „Verkaufsabsichten geleitet sind“. Das ist einerseits verständlich, andererseits macht es uns die Beurteilung der Antworten sehr schwierig.

Ich habe daher im Prinzip die selbe Frage wie du. Gibt es so etwas wie ein unabhängige vereidigte Beratung ohne Verkaufsabsichten ? Natürlich werde bei diese Art von Dienstleistung entsprechend hohe Kosten anfallen, aber das dürfte es Wert sein zumal dies Art der Beratung aus einem viel größeren Pool an Angeboten auswählen kann.

Wie sind z.B. die Seiten (hier im Forum erwähnt) www.versicherungsmakler.de oder www.experten.de hinsichtlich „Neutralität“ zu bewerten ?

Vielen Dank für die Hilfe,

Gerd.

Hallo,

da ich die Seiten empfehle:

Wie sind z.B. die Seiten (hier im Forum erwähnt)
www.versicherungsmakler.de oder www.experten.de hinsichtlich
„Neutralität“ zu bewerten ?

Im Sinne Euer Interessen nicht empfehlenswert, weil Versicherungsmakler bzw. auch Mehrfachagenten zu finden sind.

Bei Experten könnt Ihr aber auch auf Versicherungsberater eingrenzen, die machen Honorarberatung.

Im Bereich der Altersversorgung gibt es aber keine Courtagefreien Verträge nur ungezillmerte Produkte.

In Bezug auf Eure Einstellung mit dem Thema Versicherungsmakler würde ich Euch aber eine Beschäftigung mit dem Berufsbild empfehlen. Der Versicherungsmakler ist Sachwalter seines Mandanten - also Einkäufer - und haftet für seine Beratung. Darüber hinaus hat er eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, ist ins Handelsregister eingetragen und dokumentiert die Beratung!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

In Bezug auf Eure Einstellung mit dem Thema
Versicherungsmakler würde ich Euch aber eine Beschäftigung mit
dem Berufsbild empfehlen. Der Versicherungsmakler ist
Sachwalter seines Mandanten - also Einkäufer - und haftet für
seine Beratung. Darüber hinaus hat er eine
Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, ist ins
Handelsregister eingetragen und dokumentiert die Beratung!

Hallo,

… aber nichts desto trotz ist doch auch der Versicherungsmakler darauf aus, zu verkaufen (oder halt zu „makeln“), also auf die Provisionen der Versicherungsunternehmen.

Als Makler, der im Dienst des Kunden steht und nicht im Dienst der Unternehmen, könnte er doch möglicherweise trotzdem dazu neigen, gewisse Produkte um des Verkaufens willens an den Mann zu bringen, auch wenn es dabei kein Unternehmen gibt, für das er speziell Verträge abschließt.
Diese mutmasslichen persönlichen Interessen des Maklers könnten im ungünstigsten Fall allemal gegen die Interessen des Kunden laufen und auch am Bedarf des Kunden vorbei gehen.

Ich persönlich habe schon Makler kennen gelernt (besonders junge), die auch immer was davon gesagt haben, sie sind doch die Vertreter der KUNDEN, aber die wie auf einem Basar ihren Krempel zu verhökern versucht haben und absolut am Bedarf der Betroffenen vorbei gerechnet und gemakelt haben.

Hallo Thorulf,

jetzt einmal für mich zum Verständnis:
An wen kann ich mich also wenden, um eine unabhängige, kostenpflichtige Beratung zu erhalten (Beispiel LV; RV) ? Oder besteht lediglich die Möglichkeit verschiedene Maklerangebote selbständig einzuholen und diese dann selbst zu vergleichen ?

Danke.

hallo lalle,

… aber nichts desto trotz ist doch auch der
Versicherungsmakler darauf aus, zu verkaufen (oder halt zu
„makeln“), also auf die Provisionen der
Versicherungsunternehmen.

ja was glaubst du denn, wie wirtschaft funktioniert? durch verschenken? ich kann ja die bedenken verstehen, aber warum ist denn der versicherungsvertreter immer der buh-mann? wenn ihr ihn alle nicht bräuchtet, wozu gibt es sie denn dann? und geld verdienen müssen wir zweifelsohne alle, oder?

Als Makler, der im Dienst des Kunden steht und nicht im Dienst
der Unternehmen, könnte er doch möglicherweise trotzdem dazu
neigen, gewisse Produkte um des Verkaufens willens an den Mann
zu bringen, auch wenn es dabei kein Unternehmen gibt, für das
er speziell Verträge abschließt.

das kann bei jedem verkäufer passieren, dass er das produkt, mit dem er sich auseinandergesetzt hat und das er favorisiert, an den mann bringt. gute verkäufer fragen bei ihren produkten vorher nach, bevor sie es verkaufen. dies bekommt aber der kunde selten mit…

Diese mutmasslichen persönlichen Interessen des Maklers
könnten im ungünstigsten Fall allemal gegen die Interessen des
Kunden laufen und auch am Bedarf des Kunden vorbei gehen.

desswegen haftet der freie makler für seine arbeit, sprich die beratung zu einem produkt hin. sollte dies tatsächlich gegen die interessen, den bedarf oder die finanziellen möglichkeiten des kunden sein, so kann dieser seinen finanziellen nachteil bei dem berater einklagen. dagegen ist er versichert, so dass auch was zu holen ist.

Ich persönlich habe schon Makler kennen gelernt (besonders
junge), die auch immer was davon gesagt haben, sie sind doch
die Vertreter der KUNDEN, aber die wie auf einem Basar ihren
Krempel zu verhökern versucht haben und absolut am Bedarf der
Betroffenen vorbei gerechnet und gemakelt haben.

frage 1: kennt der kunde seinen bedarf?
frage 2: ist schon mal eine meister vom himmel gefallen? jeder muss lernen…
frage 3: wer zwingt dich, bei diesem makler zu bleiben oder gar zu kaufen? such dir doch einfach einen anderen… der markt bereinigt sich von alleine. die, die nur auf provisionen aus sind (und denen der kunde egal ist), halten sich nie lange…

grüsse, maxxler71

Grüß dich,

ein zugelassener Versicherungsberater berät dich, ohne dir dann ein Produkt zu verkaufen.

Diese Versicherungsberater sind gerichtlich zugelassen (davon gibt es in Deutschland rund 50 Personen). Die Kosten für eine erste Beratung liegen je nach Aufwand so um die 200 €.

Der Berater empfiehlt dir ein Produkt, das du dir dann später alleine kaufen musst… Trotzdem stecken in dem Produkt kalkulatorisch auch Kosten für den Abschluss desselben.

Warum kein Makler? Die haften doch für das, was Sie dir erzählen. Lass dich doch zweigleisig beraten, damit hat doch wohl kein Makler ein Problem. Dann entscheidest du…

Nur: 5 Makler, 6 Meinungen… Das nimmt dir keiner ab. Also den favorisieren, der dir das für dich schlüssigste Konzept anbietet - und das sollte bei deiner Problemstellung kein Problem sein.

Gruß Matthias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

jajaja - alle über einen Kamm und Fertig!

Ihr könnt ja zu Honorarberatern gehen.

Deshalb ist ein Makler kein Vertreter, ich bin kein junger Bengel, und nicht jeder der behauptet er wäre der „Vertreter“ seiner Kunden ist Versicherungsmakler - die Indizien bzw. die sachlichen Rahmenbdingungen habe ich genannt. Den Rest hat der BGH im sogenannten Sachwalterurteil festgelegt!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

UNABHÄNGIGER SACHVERSTÄNDIGER

Hallo,

ein kleines weiteres Problem: ich wünsche mir eine UNABHÄNGIGE
Beratung.

Grundsätzlich betrachte ich die Empfehlungen von
Versicherungsmaklern und -Vertretern als subjektiv und von
Verkaufsabsichten geleitet.

Studierte, neutrale, unabhängige Sachverständige gibts zur Genüge für genaueste Analysen eines Ist-Zustandes in der Gegenwart oder eines Sachverhaltes in der Vergangenheit. Du aber hast ein Zukunftsproblem. Willst wissen, wie Du mit geringstem Aufwand in 25 Jahren den höchsten Ertrag bei größter Sicherheit einfahren kannst. Und solche mit prophetischen Fähigkeiten ausgestattete Sachverständige gibt es noch nicht.
Nimm Dir einen unabhängigen Berater, also einen, der nicht auf Umsatzvorgaben in Produkten einer einzelnen Bank, eines Vertriebes, einer Versicherungsgesellschaft oder einer Finanzgruppe angewiesen ist. Macht doch nichts, wenn dieser am Produkt (wenn es zum Geschäft kommt!) etwas verdient. Unabhängigkeit in der Produktauswahl ist vielleicht höher zu bewerten als Unabhängigkeit im Einkommen. Und natürlich sollte vor der Produktauswahl eine Analyse erfolgen. Mit Sachverstand.
Das Ergebnis in 25 Jahren kann Dir weder der unabhängige Berater noch der Versicherungsvertreter garantieren. Jedenfalls nicht, was das Ergebnis dann noch für einen Nutzen hat.
Laß Dir verschiedene Wege aufzeigen, aber die Entscheidung für einen davon sollst Du selbst treffen. Es nutzt Dir im Nachhinein auch nichts, wenn sich der heutige Sachverständige in der Prophezeiung vertan hat.Es geht um Deine Zukunft.

Gruß
Boris

Wer kann mir einen objektiven Tipp oder Links zu diesem Thema
nennen?

http://www.bundderversicherten.de/run.asp