LV Versicherung

Hallo,

ich möchte meine LV Versicherung kündigen und das so früh wie möglich.
Frage: Wann ist die beste Zeit oder wann mach ich am wenigsten Verlust?

So früh wie möglich, wann sonst?

Guten Tag Stockie,
wenn jemand vorhat, so früh wie möglich zu kündigen, dann klappt das nur, wenn er eben auch so früh wie möglich kündigt.

Die Frage nach dem geringsten Verlust, läßt sich hingegen kaum beantworten, weil ja zunächst das Vorhandensein einer Versicherung
in mehrfacher Hinsicht Vorteile in sich birgt. Grundsätzlich kann man
sagen, dass derjenige, welcher eine LV vor dem vereinbarten Ablauf
wieder kündigt, eine Reihe von Nachteilen erfährt. Finanzielle
Nachteile sind dabei in jeder Phase der Vertragslaufzeit gegeben.
Wenn man sich vergegenwärtigt, dass bei Vertragsabschluss mindestens
zwei gute Gründe bestanden haben sollten, um den Vertrag überhaupt
zu beginnen, so sollte kühl überlegt werden, ob diese Gründe tatsächlich entfallen sind.
Gruß
Günther

erst einmal danke,
aber ich dachte nach 10 Jahren würde man das rausbekommen was man
rein bezahlt hat.
Ausserdem in Anbetracht der momentanen Wirtschaftskrise wird wohl
nicht viel oder garnix bei der LV rum kommen oder?

Guten Tag Stockie,
bei einem Versicherungsbeginn 1999 und bei einem Vertrag, wie er von
ca. 94 % aller Versicherten in diesem Bereich geschlossen wurde und wird sowie angesichts des Überschussniveaus in der abgelaufenen Dekade kann ein Betroffener nicht davon ausgehen, dass er bei einer Kündigung die Summe der eingezahlten Beiträge zurückerhält.
Das dauert dann möglicherweise noch 4 bis 7 Jahre oder noch mehr.

Diese Betrachtung kann aber kaum der Grund für eine Kündigung sein.
Ist sie es doch, so muss sich der Betroffene vorwerfen lassen,
unbedarft mit Blick auf die Vergangenheit und die Zukunft zu handeln.
Eine KLV ist nun einmal kein 10-Jahres-Sparkassen-Anhäufelungsvertrag.
Wer so an das Verständnis einer KLV herangeht, gehört ohne Aussicht
auf Besserung stets zu den Gelackmeierten.

Die aktuelle Krise der Wirtschaft und Börsen begünstigt eher das
Instrument einer KLV - vorausgesetzt, sie wurde nicht als
Zockervariante oder mit blödeligen Parametern oder unsinnigen
Zusatzverträgen abgeschlossen.

In jedem Fall geht es bei dem Betroffenen ja wohl um eine
vier- bis fünfstellige Geldsumme, die er bisher bezahlt hat.

Er kann jetzt auf dem Weg des Schwachsinns wandelnd die Police
in die Tonne hauen oder sich bei der Verbraucherberatung gegen
Zahlung eines Honorars einmal in Ruhe erklären lassen, warum sein
Vertrag mit einiger Wahrscheinlichkeit tragen wird bzw. wo
überflüssige Baustein ohne Schaden entfernt werden können.
Gruß
Günther

Hallo,
es wäre interessant zu wissen (sie müssen es natürlich nicht sagen), was der Beweggrund für diese kaufmännisch völlig unsinnige Maßnahme ist. Eine alte (vor 2005 abgeschlossene) Kapitallebensversicherung (KLV) ,mit einem relativ hohen garantierten Rechnungszins, zudem von ihnen VOLL BEZAHLT und zu allem ÜBERFLUSS noch STEUERFREI, nach 10 Jahren zu kündigen… da fehlen mir die Worte!!
Da sie ja nach dem besten Zeitpunkt fragen, scheinen plötzliche finanzielle Zwänge nicht vorzuliegen. Also hat man ihnen imho einen gewaltigen Floh in´s Ohr gesetzt!
Ihre völlig falsche Betrachtensweise „in Anbetracht der Wirtschaftskrise“ bestärkt mich in meiner Theorie!
Umgekehrt wird nämlich ein Schuh draus!
Wenn ein Produkt nicht von der aktuellen Finanzkrise betroffen ist, dann ist das nämlich eine konventionelle KLV! Der Aktienanteil der Lebensversicherer liegt gerade mal bei durchschnittlich 10%!
Ganz spurlos wird das Ganze an den (konventionellen) Lebensversicherern auch nicht vorbeigehen aber höchstens im Vergleich „steife Prise“ zu „Orkan“, wobei die „steife Prise“ die KLV ist!

Gruß cooler

P.S. Sollte ihnen dies jemand geraten haben, um gar ein anderes Produkt zu platzieren, würde ich ihm einen gewaltigen Tritt in den Hintern geben!

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