Lyme-Borreliose - alles mögliche

Hi

http://free.pages.at/ah-borreliose/merkbl.html

Dieser Artikel (sehr lang und ausführlich) hat mir zu denken gegeben.

Dort stehen alle möglichen Dinge, die einem so richtig Panik vor Borrelien machen können. Die Statistik selbst dort sagt zwar, dass es recht unwahrscheinlich ist, zu erkranken, aber dennoch sollte man auf garkeinen Fall eine Zecke bekommen.

Muss ich jetzt tatsächlich darauf verzichten im Wald spazieren zu gehen? Borreliose scheint ja noch gefährlicher zu sein als FSME, da es verbreiteter ist, und man keine Impfung machen lassen kann.

Diese Nymphen der Zecken sieht man echt kaum. Ich suche mich nach Zecken ab, wenn ich draußen war, aber diese Viecher, die gerade mal nen halben Millimeter groß sind, die sehe ich ja nur mit einer Lupe. Und da komm ich nich überall an meinen Körper hin…

Welcher Schutz und welche Vorsorge sind angebracht? Leider ist meine Haut sehr empfindlich auf Repellents. Ab wann muss man zum Arzt (von Wanderröte abgesehen), wenn man was für Symptome bemerkt? Gibt es garkeine verlässliche Möglichkeit, zu prüfen, ob man bereits Borrelien in sich trägt (ob sie ausgebrochen sind oder nicht, sei mal dahingestellt).

Fragen über Fragen…

Danke und Grüße

Laralinda

Liebe Laralinda,

Repellents nutzen bei Zecken eh nur wenig. Am besten schützt man sich durch Umsicht und geeignete Kleidung.

Entgegen landläufiger Meinung fallen Zecken nicht von oben herab, sondern werden von Gräsern und Büschen abgestreift. Sie halten sich besonders gerne am Waldrand und in Wiesen nahe des Waldrands auf, und warten dort aufs Wild. Also möglichst nicht durch hohes Gras oder dichtes Buschwerk gehen.

Zecken kommen vor allem über offene Kleidung an Beinen und Armen an die Haut. Deshalb sollte man Bergschuhe oder Stiefel tragen und die Hosenbeine reinstecken. Wenn das nicht geht, zumindest Kniestrümpfe tragen und über die Hosenbeine drüberziehen. Auch die Ärmel sollten gut abschliessen, also Jacken mit Gummizug oder Klettverschluss tragen. Eine Kopfbedeckung kann auch nicht schaden!

Nach der Tour sollte man gleich duschen oder sich zumindest gründlich absuchen. Zecken sind nicht die schnellsten, sie krabbeln eine ganze Weile herum, bis sie sich festbeissen. Je kürzer sie sitzen, desto geringer ist das Risiko. Festgebissene Zecken mit einer Pinzette von der Seite am Kopf fassen (nicht am Körper!), so nahe wie möglich an der Haut, und in aller Ruhe gerade herausziehen.

Bissstelle noch einige Zeit beobachten. Wenn eine auffällige Rötung auftritt, keine Panik aber gleich zum Arzt! Frische Borreliose ist nämlich gut zu behandeln.

Viel Spass beim Wandern wünscht

laborratte

Hallo Laralind,

wenn Du wissen willst, ob Du Borrelien in Dir trägst:

Blutabnahme beim Arzt auf Antikörper (am Besten im LTT), was aber nicht von der Kasse bezahlt wird ohne Symptome: Gliederschmerzen, leichtes Fieber, Mattigkeit.

Ich selbst hatte schon 2 Zecken, die dann entfernt wurden.

Du solltest deshalb nicht in Panik verfallen, im Wald gutes Schuhwerk tragen, abends gut duschen und Dich dann des Lebens erfreuen. Denn um die Ecke warten schon die nächsten Gefahren: Schweinegrippe, vergiftete Lebensmittel usw. usf.

Entspann Dich!

Grüße
von Karin

Zecken kommen vor allem über offene Kleidung an Beinen und
Armen an die Haut. Deshalb sollte man Bergschuhe oder Stiefel
tragen und die Hosenbeine reinstecken. Wenn das nicht geht,
zumindest Kniestrümpfe tragen und über die Hosenbeine
drüberziehen.

Hi

Beruflich bin ich zur Zeit häufig draußen unterwegs, teilweise muss ich dazu auch durch Gebüch laufen udn weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht hilft - die Zecken kriechen halt so lange weiter, bis sie beißen können. Und das ist dann am Hosenbund, UNTER den Socken (und teilweise sogar in den Schuhen)…

Bissstelle noch einige Zeit beobachten. Wenn eine auffällige
Rötung auftritt, keine Panik aber gleich zum Arzt! Frische
Borreliose ist nämlich gut zu behandeln.

Die Wanderröte tritt nur bei manchen Leuten auf… also auch kein sicheres Zeichen - man weiß nur, dass man definitiv was hat, wenn sie auch auftritt. Aber man kann auch ohne Röte schon krank sein…

Grüße

Laralinda

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Hallo Schlummerle,

Blutabnahme beim Arzt auf Antikörper (am Besten im LTT),

der LTT ist einer der Bluttestverfahren, der nicht zu den schlechtesten zählt. Allerdings ist auch der LTT noch mit ca. 30% Fehlerquote inakzeptabel unsicher. Sicherer ist der relativ neue PCR-Test, welcher nicht mit Blut, sondern mit Hautpartikeln arbeitet. Ihm sagt man eine Fehlerquote von nur 5-15% (je nach Quelle) nach und liefert somit deutlich sicherere Ergebnisse als bei jedem Bluttestverfahren.

Ich selbst hatte schon 2 Zecken, die dann entfernt wurden.

Welche Schlüsse ziehst Du daraus? Ich vermute, Du wolltest sagen, dass Du derzeit noch keinerlei Symptome hast. (ist eine Unterstellung, weiß ich. Riskiere ich jetzt hier einfach mal). Du weißt ja, dass es ähnlich wie mit einer HIV-Infektion ist: eine (bakterielle) Borreliose (oder eine der ca. 10 Co-Erreger-Erkrankungen) kann jahrelang in Deinem Körper schlummern, ohne, dass Du irgend welche Symptome hast. Aber eines Tages, wenn Du eine völlig andere Krankheit bekommst, ist auf einmal Dein Körper so geschwächt, dass dann die Borreliose ausbricht. Und dann meist nicht mehr schleichend, sondern mit aller Macht und ziemlich plötzlich.

Du solltest deshalb […] im Wald gutes
Schuhwerk tragen, abends gut duschen und Dich dann des Lebens
erfreuen.

Dieser Rat ist sicher nicht verkehrt.
Du vergisst aber das Absuchen nach dem Duschen und dass man diese Kleidungsstücke nicht mehr am nächsten Tag anziehen sollte, da sich darin u.U. Zecken versteckt halten könnten. Diese gehen zwar nicht durch das Waschen in der Waschmaschine kaputt, aber beim anschließenden Bügeln.

Denn um die Ecke warten schon die nächsten Gefahren:
Schweinegrippe, vergiftete Lebensmittel usw. usf.

Das ist verharmlosend und imo unverantwortlich, bei ca. 2,5 Mio Patienten in Deutschland, die chronisch an Borreliose erkrankt sind (Quelle: Bundespressekonferenz des Deutschen Borreliose Bundes, verlinkt im Borreliose-Forum). Das macht umgerechnet bei zugrunde gelegten 1000 Einwohnern je Arzt ca. 30 Borreliose-Chronikern. Die allergrößte Zahl davon hätte bei einer richtigen Antibiose im Frühstadium vor dem Chroniker-Dasein bewahrt werden können. Leider erscheinen sogar in Ärzte-Blättern haarsträubend falsche Artikel, so dass sich erst vor wenigen Tagen einer der deutschen Borreliose-Spezialisten genötigt sah, einen völlig falschen Vor-Artikel mit einer Gegendarstellung richtig zu stellen.
(Verlinkung erfolgte über das Borreliose-Forum, welches ich öfter zitiere).

Entspann Dich!

„Sei wachsam!“ wäre der richtigere Slogan.
viele Grüße und ein zeckenstichfreies Leben wünscht

Alexander

Hallo Laralinda88,

die Zecken kriechen halt so
lange weiter, bis sie beißen können. Und das ist dann am
Hosenbund, UNTER den Socken (und teilweise sogar in den
Schuhen)…

Bissstelle noch einige Zeit beobachten. Wenn eine auffällige
Rötung auftritt, keine Panik aber gleich zum Arzt! Frische
Borreliose ist nämlich gut zu behandeln.

Die Wanderröte tritt nur bei manchen Leuten auf… also auch
kein sicheres Zeichen - man weiß nur, dass man definitiv was
hat, wenn sie auch auftritt. Aber man kann auch ohne Röte
schon krank sein…

bei etwa 60% aller Infizierten tritt diese Wanderröte auf. Der Rest hat diese Hauterscheinung nicht.

http://images.google.de/images?hl=de&q=wanderr%C3%B6…

Ich wünsche Dir ein zeckenbissfreies Leben!

Viele Grüße

Alexander