M;inolta X-500 und BAuer-Blitz E528 AB

HAllo Fotoexperten,

habe mir eine Minolta X-500 gekauft, da meine X-300 keputt gegangen ist. Gibt es da wesentliche Neuerungen im Vergleich zur X-300, die ich unbedingt wissen sollte, auf die ich nicht auch alleine durch Ausprobieren komme?

Ein Problem habe ich aber auf jeden FAll: wenn ich den Blitz zuschalte, wird zwar der Blitz ausgelöst, die Verschlusszeit ist aber immer so, wie wenn ich ohne Blitz fotografiere (wenn ich auf automat. Belichtungszeit eingestellt habe). Kann ich irgendwie so Abhilfe schafen oder muss ich das manuell machen? Bei letzterem habe ich noch eine Frage: welche Verschlusszeit bei welcher Blende einstellen?

Die zweite Frage betrifft den neuen (gebrauchten) Blitz. Ist ein BAuer E 528 AB (wem auch immer das etwas sagt…) Der hat vorne 3 Einstellungsmöglichkeiten für einen Schalter: weiß, rot und grün. Welche Bedeutung haben diese Einstelungen - habe es durch Probieren nicht herausbekommen.

Besten Dank für fachkundigen Rat!
gruß
ladydi

Hallo Ladydi!

Die X 500 ist ja schon etwas älter, ein Zwischenmodell zwischen der X 300 und der X 700.
Soweit ich mich erinnern kann, hat die X 500 neben der Vollautomatik noch eine Zeitautomatik und manuelle Einstellung.
Den Blitz Bauer 528 kannst Du verwenden, jedoch fehlen die notwendigen Kommunikations-Kontakte zur Kamera. D.h., die Kamera weiß nicht, daß ein Blitz aufgesteckt und betriebsbereit ist. Also belichtet sie in der Programmautomatik und Zeitautomatik so, als wäre kein Blitz da. Das Ergebnis sind praktisch zu lange Verschlußzeiten, vorhandene Lichtquellen (Fenster, Lampen) werden ohne Stativ verwackelt, als helle Streifen abgebildet. Du kannst das Blitzgerät nur im manuellen Betrieb verwenden, Verschlußzeit 1/60 sec oder Blitzsymbol.
Die einzustellende Blende (Lichtmenge) ermittelst Du durch den erwähnten Schieberegler.
Auf der Rückseite des Blitzgerätes ist eine Tabelle, die Du z.B. auf DIN/ASA 24/200 einstellst, je nachdem, was Du für Filme verwendest. Der rote Bereich zeigt Dir, daß Du jetzt zwischen 1,3 und 7 Metern mit der Blende 5,6 richtig belichtete Bilder bekommst. Der grüne Bereich ist für größere Schärfentiefe, bei Blende 11 ist der Bereich von 0,7 bis 3,5 Meter, also normale Raumgröße, richtig belichtet. Diesen Bereich, rot oder grün, stellst Du an der Vorderseite an dem Schieberegler ein und überträgst den Blendenwert auf das Objektiv.
So klappt das zuverlässig.

Viel Spaß!
lichtpunktnrw

Hallo lichtpunkt!

Die X 500 ist ja schon etwas älter, ein Zwischenmodell
zwischen der X 300 und der X 700.
Soweit ich mich erinnern kann, hat die X 500 neben der
Vollautomatik noch eine Zeitautomatik und manuelle
Einstellung.

Das ist falsch. Die x-500 hat lediglich Zeitautomatik und manuelle Einstellung. Genau wie die x-300. Programm (oder Voll-)automatik hat nur die x-700. Die nur in Japan erhältliche x-600 hat meiner Information nach eine elektronische Einstellhilfe für die Entfernung (ich´habe mich aber mit der Kamera noch nicht weiter beschäftigt, da praktisch keine zu bekommen ist).
Der wesentliche Unterschied der x-500 zur x-300 ist die TTL-Steuerung für den Blitz!
Und: die x-500 ist meiner Information nach die einzige Kamera (in der x-i00 Serie), die eine Langzeitsynchronisation für den Blitz hat.

Grüße
HylTox

HAllo ladydi,

Der wesentliche Unterschied der x-500 zur x-300 ist die TTL-Steuerung für den Blitz!
Und: die x-500 ist meiner Information nach die einzige Kamera (in der x-i00 Serie), die eine Langzeitsynchronisation für den Blitz hat.
Den Bauer-Blitz kenne ich nicht. Allerdings ist er Deiner Schilderung nach weder „dedicated“ noch TTL-fähig!
„dedicated“ bedeutet, daß der Blitz bei Bereitschaft der Kamera ein Signal gibt und die Kamera stellt sich automatisch auf 1/60. Sollte der Blitz noch nicht aufgeladen sein, dann belichtet die Kamera, wie mit „ohne Blitz“.
TTL bnedeutet, daß der Blitz

  1. die Kamera auf 1/60 schaltet bei Bereitschaft.
  2. das Blitzlicht während des Blitzens nochmals gemessen wird. Dabei wird die Lichtmenge, die vom Film zurückgeworfen wird gemessen und der Blitz eventuell nochmal korrigiert. Nach der Belichtung wird am Blitz und im Sucher angezeigt, ob das Bild richtig belichtet ist. Nach meinen Erfahrungen mit der „normalen“ und der TTL-Blitzerei ist das absolut empfehlenswert.
    Preiswerte TTL-Blitze gibt es entweder von Minolta direkt oder mit dem sca300 Anschluß von Metz, Osram…
    Bei ebay ist beispielsweise der Auto 132PX von Minolta recht preiswert zu erhalten. Der hat lediglich den Nachteil, daß er ohne TTL-Kamera grundsätzlich „volle Kanne“ blitzt. Ansonsten ist der recht kompakt und für nicht allzugroße Räume liefert er auch genug Licht…
    Aber auch ein Metz CL/CT 45 paßt. Allerdings ist der ein bissl „untragbar…“

Grüße
HylTox

Vielen DAnk!
Hallo lichtpunkt und HylTox!

Wow! Ich bin begeistert! Vielen Dank für Eure prompte und ausführliche Antwort! Bin jetzt schon um einiges schlauer!

gruß
ladydi!

Eine Frage hab ich noch
HAllo Fotoexperten,

habe noch eine Frage: am Body ist auf der Vorderseite (von vorne betrachtet re. unten neben der Objektivaufstecköffnung) ein Knopf, der wohl irgendwie die Blende schließt (zumindest wird es dunkler wenn man durchschaut und ihn drückt). Wie lässt der sich bedienen/welche Funktion(sweise) hat er?

Vielen DAnk schon mal im Voraus!
gruß!
ladydi

HAllo ladidi,

habe noch eine Frage: am Body ist auf der Vorderseite (von
vorne betrachtet re. unten neben der Objektivaufstecköffnung)
ein Knopf, der wohl irgendwie die Blende schließt (zumindest
wird es dunkler wenn man durchschaut und ihn drückt). Wie
lässt der sich bedienen/welche Funktion(sweise) hat er?

Das ist der Abblendeknopf. Damit kann man die erreichbare Tiefenschärfe überprüfen (alles, was bei gedrücktem Knopf scharf ist, wird auch auf dem Bild scharf). Der wesentliche Nachteil ist aber, daß die Mattscheibe teilweise sehr dunkel wird und man (zumindest ich) auf der kleinen Mattscheibe nur sehr schlecht erkennt, was denn nun wirklich scharf ist (außer es handelt sich um ein gut „abstechendes“ Detail vor einer glatten Fläche).
Das ist wohl von Großbild/Mittelformatkameras übernommen und soll den „professionellen touch“ rüberbringen.

Viele Grüße
HylTox

Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass der Abblendknopf wichtig und notwendig ist, wenn man mit Vorsätzen (Filtern, Vignetten und auch Sonnenblenden) fotografiert. Da die Kamera die Blende nur während der Belichtung schließt, sieht man immer ein helles Bild im Sucher. Die reale Wirkung einer Vignette z.B. kann man nur bei gedrückter Abblendtaste beurteilen, da dann die Lichtstrahlen gebündelt und nicht gestreut abgebildet werden. Dadurch entsteht ja auch die Schärfentiefe. Wenn man z.B. Polfilter und Farbfilter mit aufgesteckter Sonnenblende verwendet, kann es vorkommen, dass der Bildwinkel durch die Vorsätze eingegrenzt wird. Das sieht man auf den Bildern (dunkle oder schwarze Ecken), durch den Sucher jedoch nur bei gedrückter Abblendtaste.
Also nicht nur ein „professioneller touch“ aus dem Mittelformat-Bereich.

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Hallo LP,

Danke für den Tipp mit der Vignettierung. Dafür habe ich die Abblendetaste noch nie benutzt! Werde es mal mit meinem schönebilderwennnurdiesonnenblendenichtimbildwäre-Objektiv probieren!

Grüße
HylTox

Hi HylTox!

Beispiel Tierfotos im Zoo: Foto durch den Maschenzaun, im Sucher alles super, auf dem Bild die Karos :smile: Klar, bei f=2,8 gesehen und bei f=16 belichtet.

Oder die Sonnenblende vom 50er Objektiv auf das 24er Objektiv, weils schnell gehen muß…

Die Abblendtaste gedrückt - und schon sieht man, wie es tatsächlich auf den Film oder Chip gebannt wird.
Ich wünsch allen ein tollesfotowetterohneschwarzeeckenoderkarosimbilddiemannichtsieht :smile:

hw