in manchen Unternehmen, fuer ich gearbeitet habe, war es
ueblich, von vom spaeten Vormittag an bis gegen Feierabend mit
„Mahlzeit“ zu gruessen. Weil neulich dazu jemand
„bundesdeutscher Fressgruss“ sagte, wuerde ich nun gerne wissen,
ob das wirklich eine in ganz Deutschland verbreitete (Un-)Sitte
ist oder nur was Regionales.
in manchen Unternehmen, fuer ich gearbeitet habe, war es
ueblich, von vom spaeten Vormittag an bis gegen Feierabend mit
„Mahlzeit“ zu gruessen. Weil neulich dazu jemand
„bundesdeutscher Fressgruss“ sagte, wuerde ich nun gerne
wissen,
ob das wirklich eine in ganz Deutschland verbreitete
(Un-)Sitte
ist oder nur was Regionales.
Servus Edith
Ich fürchte, diese (Un-)Sitte ist nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch bei uns in Österreich verbreitet.
Zumindest in Wien, wo ich 15 Jahre in diversen Büros gearbeitet habe, war das üblich, allerdings nicht bis zum Feierabend, sondern nur um die Mittagszeit, also ca. 11 - 14 Uhr.
Jetzt arbeite ich seit 2 Jahren in der (Ost-)Schweiz, da ist das nicht so verbreitet (scheint aber von den relativ zahlreichen Kollegen aus dem nahen Österreich teilweise eingeschleppt zu werden *g*).
obwohl ich gar kein Experte bin, könnte ich mir vorstellen, daß sich das eingebürgert hat, weil es ein etwas lockerer Gruß ist als „Guten Tag“ und doch ein wenig netter als einfach nur „Hallo“. So rein vom Hörgefühl her. Außerdem ist essen ja was positives In Norddeutschland (also nördlich der Elbe und an der Nordsee) gibt’s das zwar auch, aber dor secht man lever mol „moin moin“, un das n ganzen Tach lang!
Aufs Vehementeste verwehre ich mich gegen die Behauptung, dies sei etwas Regionales oder ein „bundesdeutscher Fressgruß“.
In ösischen Ämtern ist dies ebenfalls verbreitete Übung.
Es ist eine unverfängliche Höflichkeitsfloskel.
Denn: Wenn ich"Gumorgn" sage, sind andere schon wieder müde. Und vielleicht gekränkt …
in manchen Unternehmen, fuer ich gearbeitet habe, war es
ueblich, von vom spaeten Vormittag an bis gegen Feierabend mit
„Mahlzeit“ zu gruessen.
Also hier in Frankfurt ist es zwar verpönt, aber doch sehr oft anzutreffen. Ich habe eher den Eindruck, daß es auf die Art der Firmen ankommt: wenn ein eher traditionell orientierter, behäbiger Stil herrscht (Behörde, bank, Großbetrieb), dann ist es Usus, bei kleineren, jüngeren Unternehmen nicht.
Für mich als Ausländer war der Spruch dermaßen befremdlich, daß ich ihn adoptiert habe. Mittlerweile sage ich zu jeder Tageszeit und Situation Mahlzeit - natürlich nur, wenn ein lockerer Ton angesagt ist. Das führte schon mal zu Irritationen (Kollege auf der Toilette getroffen: Mahlzeit!), wird aber mehr und mehr zum Markenzeichen von mir.
Nachdem sich Wien schon gemeldet hat, schliesst sich auch Sued-Oesterreich an: da sagt man das auch!
Ich hab mal im Sommer in einem Krankenhaus gearbeitet und am Gang wurde man zw. 11 und ca. 15 Uhr mit „Mahlzeit“ gegruesst. In der Zeit machten sogar diejenigen den Mund auf, die sonst zur Begruessung nur nickten.
Nachdem es jetzt schon 17 Uhr ist: schoenen Feierabend! ;o)
BethjE
ich finde dieses Mahlzeit maximal noch in der humoristischen Variante vom kleinen Arschloch akzeptabel. Ansonsten geht es mir ziemlich auf den Keks. Habe mal in einer Behörde gejobt, wo der Chefzahlenschieber schon vor 8:00 Uhr so grüßte. Er hörte damit auf, als wir uns im Kollegenkreis verschworen haben, und ihn an einem Tag damit ständig hochgenommen haben (mein Chef hat ihn sogar richtig angefahren, weil ihn diese Unsitte so sehr störte).
Gruß vom Wiz
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auch München ist eine Hochburg der „Mahlzeit“. Es gibt eine tolle Szene mit Gerhard Polt und Gisela Schneeberger, wo alle Kollegen mit „Mahlzeit“ grüßen, bis einer vorbeikommt, der sagt „Guten Appetit“. Da verstummt plötzlich das Gespräch und alle schauen, wer das ist. Kommentar: „Wohl irgenein Neuer.“
der Gruß ist bei uns auch üblich.
Vor allem in unserer Abteilung, wenn jemand ziemlich spät zur Tretmühle erscheint. Auf das kollektive „Mahlzeit“ der Truppe kommt dann öfter ein verschlafenes „´n Abnd“ der Nachzüglers )
In Norddeutschland (also nördlich der Elbe und
an der Nordsee) gibt’s das zwar auch, aber dor secht man lever
mol „moin moin“, un das n ganzen Tach lang!
Naja, im noerdlichen Schleswig-Holstein wird ein „moin moin“ auch gern als LMAA ausgelegt (bzw. klei mi an de Mors), aber ein freundliches „Moin“ kommt zu jeder Tages- und Nachtzeit. )
Die einzige passende Antwort auf Mahlzeit lautet Stuhlgang. Ich weiß nicht wer oder was dieses Wort eingeschleppt und verbrochen hat, aber glücklicherweise mußte ich noch nie im einem Unternehmen arbeiten in dem dieses Wort als enrnsthafter Gruß verwendet worden wäre, …
könnte es sein, dass du „moin moin“, das übrigens nicht von Guten Morgen (Morjen, Moin) abgeleitet ist, sondern von dem Adjektiv „moi“ = schön, ansprechend, hübsch, angenehm, heiter, freundlich, mit dem Gruß „Hummel hummel“ und der dazugehörigen Antwort „Mors mors“ verwechselst?
Mir hat man letzteren so erklärt, wie du „Moin moin“ erklärst.
Klar weiss ich, dass das nix mit „Morgen“ zu tun hat (auch wenn die Touris das meinen).
Nee, das „Hummel Hummel…“ kommt aus Hamburg, das gibt’s oben bei uns nicht. „Moin Moin“ ist da aehnlich dem leicht genervten „Ja ja“, if you know what I mean? Natuerlich kann es auch nur regional Bedeutung haben.
Wenn wir Plattdeutschen hoeflicher sein wollen heisst es auch gern „Klei mi an de Fööt“ - dann weiss aber schon jeder was gemeint ist… )
Mir hat man letzteren so erklärt, wie du „Moin moin“ erklärst.
Vielleicht ein Niedersachse, Hamburger oder Sued-Holsteiner? *g*
… weiss gar nicht was ihr habt … worüber regt ihr euch eigentlich auf … wenn einer mahlzeit sagt und es gefällt einem nicht, dem antwortet halt mit guten appetit oder mit sonst was … meine antworten sind:
Mal deine zeit selbst … (bei leuten, die ich gut kenne)
oder
guten apo (hab mal in hessen gewohnt)
oder halt auch
mahlzeit … (wieso auch nicht!? was ist daran so schlimm?)
Gruss
Andrés
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