Mach mir zuviele Gedanken

Hallo,

ich habe das Problem, dass ich viel zu aufmerksam für banalitäten bin. Das schlimme dabei ist eigentlich nur dass mich dass dann oft noch länger beschäftigt oder ich mich darüber aufrege, obwohl es eben eigentlich total unwichtig ist.
Innerhalb von meiner Familie z.B. fällt mir immer auf, ob im Haus jemand die Tür zumacht oder nur anlehnt, oder ich fühl mich oft gestört wenn wer zu summen anfängt, oder merke mir auch oft wer beim grüßen zurückgrüßt/ wer nicht… (und frage mich wieso) oder hinterfrage auch immer so Dinge, wie wenn mich z.B. meine Freundin frägt ob ich mit ins Kino komm… wieso sie das macht/ welchen eigennutzen sie davon hat…

eigentlich glaub ich könnt ich „freier“ leben, wenn ich mir bei den meisten sachen nicht einfach so viel gedanken machen würde…
hat wer tips oder ähnliche erfahrungen? glg

Hallo olmeka,

leider schreibst du nicht, wie alt du bist, das wär’ schon hilfreich.

ich habe das Problem, dass ich viel zu aufmerksam für
banalitäten bin. Das schlimme dabei ist eigentlich nur dass
mich dass dann oft noch länger beschäftigt oder ich mich
darüber aufrege, obwohl es eben eigentlich total unwichtig
ist.

eigentlich? wer bestimmt denn, was eigentlich und was uneigentlich ist, also wichtig oder unwichtig?

DU natürlich

Innerhalb von meiner Familie z.B. fällt mir immer auf, ob im
Haus jemand die Tür zumacht oder nur anlehnt,

ist nichts gegen zu sagen, ist Aufmerksamkeit

oder ich fühl
mich oft gestört wenn wer zu summen anfängt,

das ist schon speziell, also neben der Aufmerksamkeit ein Gefühl deinerseits

oder merke mir
auch oft wer beim grüßen zurückgrüßt/ wer nicht…

das ist ja auch wichtig!

(und frage mich wieso) oder hinterfrage auch immer so Dinge, wie wenn mich z.B. meine Freundin frägt ob ich mit ins Kino komm…
wieso sie das macht/ welchen eigennutzen sie davon hat…

hier wird’s komisch, wenn ihr zusammen ins Kino geht, habt ihr beide was davon, Gemeinsamkeit, warum freust du dich nicht einfach statt zu hinterfragen?

eigentlich glaub ich könnt ich „freier“ leben, wenn ich mir bei den :meisten sachen nicht einfach so viel gedanken machen würde…

Wenn du relativ jung bist, unter 20, sehe ich kein Problem. Das „zuviel Denken“ lässt sich teilweise abstellen und ist allemal besser als „nichts merken und schon gar nicht nachdenken“.

Falls du deutlich älter bist, solltest du auch mal über deinen Sprachstil nachdenken.

Gruß, Zoelomat

hi,

banalitäten zu wichtigkeiten zu erklären, nebensachen zu hauptschauplätzen -das ist ein häufiges stresssymptom. das gehirn focussiert hierhin und dorthin und die steuerung und aussonderung von unwichtigem leidet. tip: geht von alleine wieder weg. einfach ignorieren oder sich etwas witziges dazu denken („oh da ist es wieder -ich scheine 1000 sachen mitzukriegen“)

das ist ganz normal z.b. in der pubertät und in allen anderen lebenskrisen.

wenn es immer schlimmer wird, dann kann man sich psychotherapeutisch mal drum kümmern, also dann, wenn es alleine nicht bewältigt werden kann und starkes leiden verursacht.

hey :smile:,

danke erstmal für die antworten (bin übrigens 21).
ja, um jetz nochmals auf das problem mir meiner freundin (oder generell mit freunden zurückzukommen): Ich glaub ich bin einfach viel zu schnell beleidigt, wenn z.B. wer in der früh nicht guten morgen sagt, oder jemand sagt er ruft an, tut dass aber nicht, ich dann am liebsten einfach nicht mehr mit ihnen reden würde, weil ich mich dann doch irgendwie verletzt fühl. (nur habe ich inzwischen mitbekommen, dass wenn ich wegen jeder „banalität“ gleich beleidigt spiele, ich irgendwann gar keinen mehr hab, den ich nicht beleidigt sein müsste…) oder ich such mir einfach die falschen freunde… obwohl ich mir des eigentlich nicht vorstellen kann… „fehlerund macken“ sind ja auch menschlich irgendwie… lg

Hallo,

vielleicht solltest du mal probieren, dich einfach nicht so wichtig zu nehmen? Hinterfragst du deinen Umgang mit anderen Menschen ähnlich kritisch, wie umgekehrt?

Schöne Grüße,
Jule

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ja, das tue ich eigentlich schon.