Macht es bei diesem Fall Sinn einen Anwalt zu beauftragen? Wenn ja, was für einen und gegen wen gena

Wer glaubt, er hat
negative Erfahrungen mit
MyHammer gemacht,
sollte sich erst einmal
meinen Erfahrungsbericht
durchlesen.
Vorsorglich möchte ich
aber ausdrücklich darauf
hinweisen, daß das
Internetportal
MyHammer nicht direkt
für den Betrug
verantwortlich ist, sondern
vielmehr die Möglichkeit
geboten hat, daß der
Täter so handeln und
vorgehen konnte und ich
dadurch den absoluten
„Totalschaden“ erlitt.
Eigens für diesen Fall
habe ich eine Homepage
anfertigen lassen, auf der
neben meiner
persönlichen Schilderung
auch viele Fotos, eine
Rechnung und ein
Pressebericht zu sehen
sind. Bei Interesse klicken
Sie bitte auf: www.hilfe-
betrugsopfer.de
Aufgrund der schlechten
Arbeitsmarktlage in
Mecklenburg sind wir am
05.06.2010 von 19288
Ludwigslust nach 29575
Eddelstorf zunächst und
vorübergehend zu
Freunden umgezogen, um
uns von dort aus eine
neue Wohnung zu suchen.
Die Wohnungssuche im
Raum Lüneburg
gestaltete sich von
Mecklenburg aus als
organisatorisch zu
schwierig und verursachte
außerdem zu hohe
Kosten.
Im Internet-Portal
MyHammer wurden wir
auf den Spediteur „HD-
Trans“ aufmerksam. Für
einen Festpreis von 855 €
bekam der Inhaber der
Firma „Helge Dreier“ von
uns den Zuschlag. Bis zur
endgültigen
Auftragsvergabe hatten
wir bereits mehrfachen
telefonischen und E-Mail-
Kontakt und einen
positiven Eindruck vom
Unternehmen gewonnen.
Im Nachhinein ist mir
aufgefallen, daß „HD-
Trans“ das Angebot auch
sofort wieder löschte,
nachdem Herr Dreier von
uns wußte, daß er den
Auftrag bekommen
würde, noch bevor ich
den Button „Auftrag
erteilen“ anklicken und
eine Bewertung abgeben
konnte. Ich habe dem
auch weiter keine
Bedeutung beigemessen,
da ich in dem naiven
Glauben war, daß bei
MyHammer nur Firmen
ihre Leistungen anbieten,
die es auch wirklich gibt.
Nach eigener Aussage
von MyHammer war die
Firma „HD-Trans“ wohl
nur 4 Tage online und
wurde innerhalb dieser
Zeit nicht von ihnen
überprüft. Auch bei später
von mir angebotenen
Scheinaufträgen, um die
Täter zu identifizieren und
zu finden, war auffällig,
daß die Auftragnehmer
immer nur wenige Tage
online waren.
Bedingung und Vorgabe
meines Umzugsauftrags
war die fachgerechte
Einlagerung unseres
Umzugsgutes für 3
Monate, da wir, wie
bereits erwähnt, noch
keine Wohnung in
Niedersachsen hatten.
Dies wurde uns auch in
mehreren Telefonaten
und E-Mails durch „Helge
Dreier“ zugesagt. Der
größte Teil unseres
Umzugsgutes bestand aus
höherwertigen
Möbelstücken und
Marken-Elektronik. (siehe
Fotos auf meiner HP
www.hilfe-
betrugsopfer.de) Das
wußte der Täter natürlich,
da wir um eine
fachgerechte Lagerung
bestimmter Gemälde,
Bilder und Möbelstücke
gebeten hatten.
Die Umzugsfirma erschien
dann auch pünktlich zum
vereinbarten Termin mit 3
Möbelpackern in einem
Transporter mit großem
Hänger. Herr Dreier
selbst war nicht dabei. Es
wurde sofort mit der
Arbeit begonnen und
nach ca. 5 Stunden war
alles fachgerecht verpackt
und verstaut. Innerhalb
dieser Zeit kassierte der
scheinbar älteste der
Möbelpacker den
vereinbarten und fälligen
Betrag von 855 € als
Barzahlung von mir. Mit
Trinkgeld gab ich ihm 900
€ und bekam eine
Rechnung ausgehändigt,
die von ihm mit seiner
Unterschrift als bezahlt
quittiert wurde.
(Rechnung siehe meine
HP www.hilfe-
betrugsopfer.de) Zwei der
Arbeiter waren durch ihre
Fettleibigkeit optisch
extrem auffällig, ich
würde sie jederzeit
wiedererkennen.
Anmerken möchte ich
noch, daß die
Möbelpacker nicht
zwangsläufig auch die
Täter sein müssen, sie
könnten z.B. von „Helge
Dreier“ nur für diesen
Auftrag beschäftigt
worden sein, aber: an
wem haben sie das Geld
übergeben und wohin
haben sie das Umzugsgut
gebracht?
Eher zufällig bekamen wir
am Umzugstag Besuch
von einem Freund aus
Hamburg, der dann auch
noch Zeuge der
Umzugsarbeiten wurde.
Nachdem die
Möbelpacker ihre Arbeit
in der Ludwigsluster
Wohnung erledigt hatten,
haben sie sich
verabschiedet und sind
losgefahren.
Aufgrund der Tatsache,
daß wir nicht im Besitz
eines Führerscheins sind,
haben wir uns dann sofort
mit unserem Hund zum
Ludwigsluster Bahnhof
begeben und sind mit der
Bahn zum Zielort
gefahren.
Nach einigen Monaten
haben wir dann ein
passendes Haus in Bad
Bevensen gefunden. Wir
riefen bei der
Umzugsfirma an, die ihren
Sitz in 21493 Talkau hatte,
um Herrn Dreier
mitzuteilen, daß unser
gesamtes Umzugsgut nun
geliefert werden kann
und wollten einen Termin
mit ihm vereinbaren. 2
Tage lang haben wir
vergeblich versucht Herrn
Dreier oder einen
Mitarbeiter der Firma
„HD-Trans“ zu erreichen.
Wir sind dann mit einem
Freund zu der
Firmenadresse nach
Talkau gefahren, die wir
uns zusammen mit der
Telefonnummer bei
Auftragsvergabe aus
unserem MyHammer-
Account ausgedruckt
hatten. Es gibt den Ort
Talkau, dort gibt es auch
eine Friedhofsstraße, aber
die Hausnummer 36
existiert nicht. Nach kurzer
Recherche bei
ortsansässigen
Geschäftsleuten und beim
Bürgermeister des kleinen
Ortes war uns dann klar,
daß wir auf einen
Betrüger hereingefallen
sind. Eine Firma „HD-
Trans“ im Zusammenhang
mit einem Spediteur
namens „Helge Dreier“
gab und gibt es nicht in
Talkau, auch nicht in der
näheren Umgebung, auch
nicht im Norden
Deutschlands und auch
nicht bundesweit.
Sämtliche Angaben, die
bei MyHammer zum
Zeitunkt der
Auftragsvergabe
hinterlegt waren, sind frei
erfunden bzw. waren nur
kurzfristig gültig, wie z.B.
die Telefonnummer eines
Prepaid-Mobiltelefons.
Wir haben am selben Tag
Anzeige wegen Betrug/
Diebstahl bei der Polizei
in Bad Bevensen erstattet
und es stand fest, daß wir
alles, aber auch wirklich
alles, was wir besessen
haben, gestohlen wurde.
Uns blieb wirklich nur das
was wir am Körper trugen.
Sämtliche Möbel, der
ganze Hausrat, sämtliche
Elektronik und Technik,
alle persönlichen
Unterlagen und Fotos
sowie die gesamte
Kleidung war gestohlen.
Dadurch, das wir nun gar
nichts mehr hatten, was zu
einer Wohnung gehört,
konnten wir auch nicht in
das Haus ziehen und wir
mußten über ein Jahr lang
und bei jeder Witterung
in wechselnden
Ferienwohnungen zu
horrenden Preisen und
auf engstem Raum leben.
Wir sind auch
wirtschaftlich z.Zt. nicht in
der Lage uns alles neu
anzuschaffen, das war ja
der Grund warum wir
umgezogen sind, ich
wollte hier in
Niedersachsen eine
Umschulung absolvieren,
die ich aber nun nicht
beginnen konnte, da die
Ferienwohnungen in der
Regel alle außerhalb des
öffentlichen Nahverkehrs
lagen und ich meinen
neuen Ausbildungsplatz
nicht erreichen konnte.
Vor kurzem sind wir in
eine kleine Wohnung
gezogen, da uns Freunde
einige Möbel und
Haushaltsgegenstände
vorübergehend geliehen
haben. Wir müssen aber
weiterhin ohne ein
vernünftiges Bett oder
eine Waschmaschine
auskommen. Wir sind also
drngend darauf
angewiesen, daß unsere
Möbel irgendwo vielleicht
doch noch
wiedergefunden werden
oder das wir den Täter
finden. Aus diesem Grund
haben wir uns jetzt auch
an die Medien gewandt.
Vielleicht kommen wir auf
diesem Weg zu neuen
Hinweisen und
Erkenntnissen. Immerhin
hat unser Umzugsgut
einen ca.-Wert von 30.000
€. und war alles was wir
hatten.
Die zuständige
Staatsanwaltschaft
Schwerin hat das
Ermittlungsverfahren
bereits im März 2011
eingestellt, da kein Täter
ermittelt werden konnte.
Durch unsere
erzwungenen häufigen
Umzüge im letzten Jahr
bekamen wir allerdings
erst jetzt Kenntnis davon.
Durch die Recherche des
Fernsehsenders MDR bei
MyHammer habe ich jetzt
die Information erhalten,
daß die Kriminalpolizei zu
keinem Zeitpunkt eine
Anfrage bei MyHammer
gestellt hat, um z.B die
IP-Nummer des Täters zu
hinterfragen. Auf meine
telefonische Nachfrage
beim Staatsanwalt, warum
die IP-Nummer nicht
angefordert wurde und
kein Kontakt zu
MyHammer
stattgefunden hat, bekam
ich die Antwort: „Das
wurde wohl versäumt“,
außerdem würden die
Daten hinter einer IP-
Adresse nach dem neuen
Telekommunikationsgeset
z aus dem Jahr 2009 nur
noch höchstens eine
Woche gespeichert, was
die Ermittlung in diese
Richtung sinnlos macht. Es
wurde lediglich die
Telefonnummer und die
Adresse des Täters
überprüft, die hatte ich
aber schon selbst als
falsch identifiziert und das
auch der Kriminalpolizei
mitgeteilt.
Direkt nach Aufdeckung
des Betruges habe ich
mehrfach Scheinumzugs-
Aufträge bei MyHammer
erteilt. Meine Idee war,
daß sich der Täter
vielleicht noch einmal
meldet und er so in die
Falle geht. Leider ist mein
Vorschlag zu keiner Zeit
ernsthaft von der
Kriminalpolizei in Betracht
gezogen worden.
Zu MyHammer kann ich
nur abschließend sagen,
für mich ist das Internet-
Portal selbstverstndlich
mitschuldig, solange die
Auftraggeber- und -
nehmer nicht auf ihre
Identität hin überprüft
werden. Immerhin
verdient MyHammer Geld
mit dem Portal und
betreibt es nicht zum
Spaß. Solange ein
Auftragnehmer- oder
geber nicht überprüft
wurde, z.B. durch
Ausweiskopie, Steuer-Nr.
oder Handwerksrolle,
darf er bei MyHammer
auch nicht online in
Erscheinung treten, also
nicht sichtbar sein.

Hallo
Kann dir wohl nur ein Anwalt Beratung erteilen
Gruß Marco
www.hauptstadtdetektei.de
www.pc-forensic.com

Hallo,

mich wundert überhaupt, dass Ihr noch gar keinen Anwalt habt.

Ja, ein Anwalt wird Euch da durch manövrieren. Und ja, ein Anwalt wird euch auch dabei helfen, ersatzweise Möbel von diversen Behörden durch Härtefall-Regelungen zu bekommen. Das ersetzt natürlich nicht die ideellen Dinge, die jetzt verloren sind, aber es ist ein Schritt zurück in die Normalität.

Viel Erfolg bei der Suche.

Viele Grüße

Benny

PS: Ich kenne jemanden, der gut Leute ausfindig machen kann. Und Menschen, wie Ihr mir den beschrieben hat, sind für ihn leicht zu finden - er war früher bei der Stasi. Solche Leute, die andere über den Tisch ziehen bzw. sogar beinahe um ihre Existenz bringen, tun soetwas immer wieder. Allein aus der Gier heraus und der Motivation, dass die sehen: Das hat schon wieder geklappt, wir nehmen uns das nächste Opfer vor.
Schreiben Sie mir einfach, dann werde ich den Kontakt vermitteln.