Maden an der Decke

Hallo allerseits,

seit einiger Zeit finde ich in meiner Küche immer wieder mal Maden, aber nicht etwa im Brotkasten oder im Biomüll-Eimer, sondern an der Decke !

Es sind immer nur einzelne (ein bis maximal drei) Tiere. Ca. 2 cm lang, dünn und weiß mit dunklem Kopf.

  1. Was für Maden könnten das sein ?
  2. Wie kommen die da hin und wie werde ich sie wieder los ?

Hariolf

Hallo Hariolf,

bist du sicher, daß es Maden sind und keine Raupen?

Hatte nämlich letzte Woche das selbe im Badezimmer.
Habe sie abgesammelt (absammeln lassen) :o) und seither ist Ruhe. Keine mehr gesichtet.
Hab allerdings auch das ganze Efeu-Gestrüpp vor dem Fenster vernichtet. Und den Haselzweig stark zurückgeschnitten.

Grüße
tina

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Hallo Hariolf,

Hallo auch,

bist du sicher, daß es Maden sind und keine Raupen?

Jetzt, wo du’s sagtst - nee, das können auch Raupen sein. Wie gesagt, die sind ziemlich dünn. Ändert aber nichts an meinen Fragen. Efeu habe ich jedenfalls nicht vor dem Fenster. Aber wenn man die räumliche Verteilung der Viecher und die Kriechrichtung berücksichtigt, dann scheint die „Quelle“ atsächlich irgendwo in Fensternähe zu sein.

Hariolf

Hi,

dürften Mottenlarven sein. Google mal.

JD

Auch hi.
Klingt EXTREM nach Mottenlarven.
Da sollte man schnell was machen, sonst wird man die nicht mehr so leicht los. Achtung bei Haustieren: Futtermittel (z.B. Vogelfutter wenn unbehandelt) sind oft Quelle und Versteck.
Die machen es sich auch in den kleinsten Nischen gemütlich, meist helfen da nur noch Feromonfallen über längere Zeit UND die Quelle ausfindig zu machen.
Grüße,
Grünblatt, der seit Jahren so einen Mottenkrieg beobachtet (zum Glück nicht bei mir!!!)

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Hallo Hariolf,

ganz klar: Mehlmottenraupen auf der Suche nach einem Verpuppungsplatz. Ich habe die Raupen auch schon an der Decke gehabt, habe ich erst gemerkt, als eine direkt vor mir auf den Tisch gepurzelt ist.

Mehlmotten sind müsamen Viecher: Ihre Raupen gehen an Getreide, Reis, Schokolade, Nüsse,Dörrobst und Hülsenfrüchte(im Mehl oder Brot hatte ich sie noch nie).

Ich kämpfe seit Jahren gegen eine Invasion, der Erfolg ist meist nur von kurzer Dauer.

Als erstes schaue alle Packungen der erwähnten Sachen durch und bedenke, das die Mottinnen die Eier auch mal nebendranlegen und sich die Miniräupchen durch das kleinse Loch zwängen können. Oft hängen dann die dicken Raupen und fertigen Falter gefangen in der Müeslitüte.

Mottenbefall lässt sich einfach fesstellen, weil die Raupen permanent einen Spinnfaden produzieren, der das Getreide verklebt. Alles was noch gut erscheint in absolut dichte Büchsen packen und entweder zwei Wochen beobachten oder sofort essen ohne allzugenau zu gucken…(PS ich weiss nix von Krankheiten, die sie übertragen könnten).

Alle Krümel entfernen ist wichtig. Mit Essig in allen Ecken kann es auch bringen, aber die Puppen sind oft an den unereichbarsten Stellen zu finden und in Altbauten mit Ritzen, in denen sich die Körner der letzten 100 Jahre sammeln hast du eh keine Chance sie je ganz loszuwerden (es sei denn, du setzt Hardcorewaffen ein)

In Zukunft jede Motte gnadenlos erlegen, da kann man eine regelrechte Perfektion entwickeln, ausserdem gibt es Pheromon-Klebefallen für/gegen die Männchen, die verführerischer Duften als jedes Mottenweibchen.

Mit Lebensmitteln eingeschleppt sind Motten selten, gelegentlich fängt man sich mal eine beim Offenverkauf im Bioladen ein (dort halt genau gucken, ist ja Sinn von Bio das die Getreidelager nicht mit Giften behandelt werden). Wirklich übel hat es mich schon mit Hamsterfutter erwischt. Meist kommen sie aber von draussen, in warmen Sommern (letztes Jahr!)in Scharen und nicht unbedingt direkt vom ungeliebten Nachbarn…

Viel Erfolg
Nicola

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