Hallo,
Diese Sprachbezeichnung ist etabliert. Wenn es dir lieber ist,
dann sage eben „unvorstellbar“ statt „unendlich“.
Schon mal etwas über Wissenschaftstheorie gehört, z.B. über Versuche der Falsifizierung von Aussagen (Popper). Es geht nicht um eine persönliche Ebene, sondern um Weiterentwicklung von Wissenschaft durch permanente Qualitätskontrolle. Dies ist wie in der Politik, wenn Missstände auftreten gibt es Protest. Wenn sich irreführende Begriffe in das Bewusstsein der Bevölkerung einprägen, so geht das jeden Staatsbürger an, sonst ticken wir bald alle nicht mehr richtig.
Ich denke, das trifft es für dich wohl eher. Du scheinst das
Wesentliche nicht zu erkennen: namen sind Schall und Rauch.
Worte sind wichtige Mittel zur Bewusstseinslenkung der Bevölkerung. Bei Romanen wird jeder Name von Protagonisten mit Bedacht gewählt, um bestimmte Stimmungen zu erzeugen.
Die mathematischen Zusammenhänge behalten ihre Gültigkeit auch,
wenn du alles mit Kunstbegriffen formulierst.
Nur sind sie dann nicht mehr darstell- und kommunizierbar.
Wenn du dich mit anderen unterhältst, solltest du dann aber deinen
tragbaren Übersetzer dabei haben.
Den wirst sicherlich du brauchen, wenn du von unendlichen Mengen redest. Andere reden dann von einem unendlich langen Weg, oder von unendlich viel Zeit bis Feierabend. Ganz locker, macht doch nix.
Das ist totaler Quatsch. Was überholt ist und was nicht,
bestimmst doch nicht du.
Dies wäre eine Frage nach der Einheitswissenschaft oder nicht. Es gibt ein ziemlich mächtiges Instrument, das langfristig eine Verfestigung von unsinnigen Aussagen verhindert: Wahrheitsfindung per Anwendung logischer Argumentation.
Ich muß mir nicht alle natürlichen Zahlen vorstellen können, um zu
kapieren, daß es noch eine größere neben der 100! gibt.
Da könntest du dir dann aber ziemlich schnell auch wesentlich höhere Zahlen vorstellen, für die du dann immer noch größere finden musst. Wenn du jetzt den gesamten Bildschirm mit Neunen vollschriebest und dahinter ein Fakultätzeichen machen würdest, dann geht es langsam mit dem vollmundigen Bestehen auf den locker benutzten Begriff „Unendlichkeit“ zuende. Es werden Wiederholungen, gemeint ist die Vorstellung vom gesamten Universum gefüllt mit den Stellen einer natürlichen Zahl und davon dann der Nachfolger. Wenn es Freude macht kann man auch nach der Zahl erstmal ein Fakultätszeichen setzen und vom Resultat dann den Nachfolger theoretisch als existent bezeichnen wollen.
Nur zur Klärung: Abzählbarkeit hat zunächst nicht mit
Nachfolgerelationen zu tun. Mengen wie die der rationalen
Zahlen Q oder N^2,n^3 etc. sind ebenfalls abzählbar, haben
aber kein Nachfolgerkonzept, oder was ist der Nachfolger von
1/2?
Für die Frage nach der Existenz von unendlich großen Zahlenmengen ziehe ich nicht sofort die kompliziertere Zahlenart heran, sondern versuche immer anhand des Einfachsten eine Klärung herbeizuführen.
Es wäre sinnvoll, sich etwas mehr Fachkenntnisse anzueignen,
bevor du hier selbstbewußt Kritik an an der Semantik übst.
Du rutscht immer schnell auf die persönliche Ebene. Mathematik erfordert auch die Fähigkeit zum Transfer und zur Anwendung logischer Überlegung. Sonst ist das alles pures Auswendiglernen von lexikalischem Wissen - eine niedrige Lernebene, verglichen mit dem Niveau, das an wissenschaftlichen Hochschulen erwartet wird.
Den Vorwurf gebe ich gerne zurück an
Möchtegern-Selbstgelehrte, die auf Seiten wie
http://kemme.de.vu hahnebüchene Hypothesen formulieren und der
ganzen Welt sagen wollen: ich bin der einzige, der die
Zusammenhänge der Natur wirklich verstanden hat!
Ich habe an der Universität Hamburg Mathematik auf Lehramt studiert und fünfzehn Jahre unterrichtet. Du bist etwas vorschnell mit deinen Behauptungen. Insbesondere beachtest du die methodische Vorgehensweise nicht, einen Sachverhalt zu durchdenken. Du hast was falsch verstanden, es gibt nicht die Einheitswissenschaft, die von einer allseits anerkannten Institution verkündet wird. Wissenschaft ist Ergebnis eines Kommunikationsprozesses von vielen Fachleuten. Ansonsten wirst du schnell persönlich beleidigend und demontierst dich damit als mathematischer Fachwissenschaftler.
Und das Beste: das alles geht natürlich ganz ohne Ausbildung!
Wenn du halb soviel Ausbildung und ein viertel von meiner Praxis hättest, dann wärest du als Fachmann schon ganz gut. Also - spinn nicht rum!
Warum schießen sich diese Leute eigentlich immer auf die alten
Standardhauer Relativitätstheorie, Urknall, schwarze Löcher
und Unendlichkeit ein?
Weil hier krasse Fehler drin stecken und u.a. den Menschen vorgegaukelt wird, dass es Weltraumreisen zu anderen Sternen aufgrund der Ablehnung von Überlichtgeschwindigkeit nicht geben kann.
MfG Gerhard Kemme