Mädchen, Bruder verloren, Ersatz

Hoi,

Ich, männlich 22 fahr derzeit jeden Tag mit dem Bus in die Arbeit, das sind knapp 40 Minuten.

Angefangen hat es letzten Donnerstag wo ich im Bus saß und dann ca nach 10 min Fahrt in einem Dorf steigen ca 30 Schüler zu und der Bus wird randvoll.

Es hat sich ein ca 12 jähriges Mädchen neben mich gesetzt, und angefangen zu labern. Hi, wie gehts, was machst du, wo kommst du her, blubb, hat eigentlich gar nich mehr aufgehört zu reden.
War schon etwas verwirrt, weil ich sei nich kenne, und ich bestimmt 10 Jahre älter bin. Ich bin dann nach den restlichen 30 min vor ihr ausgestiegen und dachte nur „puh o.O, was war das“
Freitag früh war genau das selbe, sie kommt rein, freude strahlendn, setzt sich schnell neben mich, und redet und redet und redet, ich hab relativ wenig erzäht, aber auch weil sie die meiste zeit gequasselt hat.
Diese woche ging das bis Dienstag weiter, bis sie dann im Bus kurz weg is zu hinteren SChülern. Von ein paar Freundinnen von ihr wo ich kurz auf lustig gefragt hat ob die kleine einen Schlag hat, meinten sie das vor 14 Tagen ihr großer Bruder gestorben ist bei einem AUtounfall, und ich ihm wohl recht ähnlich seh.

Irgendwie tat mir das unendlich leid das sie durch mich wies scheint einen Ersatz sucht, bzw die ganze Situation gar nicht warnehmen will. Sie nannte mich auch oft wie ihren Bruder, obwohl ich kurz danach meinen Namen immer nochmal korrigiert hatte, das hat sie nicht beachtet. Ich weiß nun überhaupt nicht wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll, jeder würde wohl sagen „wie bisher“ oder „normal“ aber irgendwie geht das nich .__. ich fand das total schlimm und furchtbar und hab morgen richtig angst die kleine wieder zu sehen :confused:

Grüße
Mittwoch ging es gen

Also am allerbesten wäre es, wenn Du irgendwie ihre Telefonnummer rauskriegen und ihre Eltern anrufen könntest. Die müssen mit der Kleinen reden, das ist eine Aufgabe, die Du nicht allein tragen solltest!

Hallo Nebox,

magst Du die Kleine?
Kannst Du Dir vorstellen, ein Freund für sie zu sein?
Ihr zu helfen, den Verlust des Bruders zu überstehen?

Ich sehe hier gewisse Gefahren - wenn DU ihr die Freundschaft verwehrst, die Eltern kontaktierst, die evtl einen Psyhologen einschalten, dann zieht sich die kleine evtl zurück.

Die nächste Gefahr besteht darin, dass sie sich Fremden annähern könnte, die nicht so lieb sind wie du und böses im Schilde führen.

Kinder verdrängen oft den Verlust eines Menschen und leben in einer Phantasiewelt weiter. In der DU die Rolle des Bruders einnimmst. Oder sie schreiben den Bruder einem Phantasiewesen zu, das hängt aber von der Entwicklungsstufe ab. Der Verlust liegt scheinbar noch nicht lange zurück und das Erlebte scheint bei ihr noch lange nicht angekommen, insofern auch noch nicht verarbeitet zu sein.

Zurück zu meinen anfänglichen Suggestivfragen: Magst Du die Kleine, hilf ihr. Frag die Eltern, wie Du Dich verhalten sollst. Sie kennen ihre Tochter am besten und sollten einschätzen können, was das wichtigste ist. Vielleicht magst Du die Situation, auf einmal eine „kleine Schwester“ zu haben.

Ist Dir die Situation unangenehm, solltest Du dennoch die Eltern informieren aus o.g. evtl. Problemen und dann den Bus wechseln, wenn das geht. Aber gib ihr bitte nicht das Gefühl, dass sie ihren Bruder noch einmal verloren hat, sondern erkläre ihr, dass du nicht ihr Bruder bist.

Viel Glück!
LG
Mela

Das solltest Du der Bild-Zeitung oder sonst einem Klatschblatt schreiben.
Die machen was draus, und Du kriegst vielleicht noch Geld für Deine Story.

Hi Mela!

magst Du die Kleine?
Kannst Du Dir vorstellen, ein Freund für sie zu sein?
Ihr zu helfen, den Verlust des Bruders zu überstehen?

Da wäre ich vorsichtig. Der Junge ist 24 und kein Psychologe. Er ist ja jetzt schon mit der Situation überfordert. Dem Mädchen vorzugaukeln, es gäbe Ersatz für ihren Bruder ist keine Hilfe bei der Trauerbewältigung.

Ich sehe hier gewisse Gefahren - wenn DU ihr die Freundschaft
verwehrst, die Eltern kontaktierst, die evtl einen Psyhologen
einschalten, dann zieht sich die kleine evtl zurück.

Ja, aber dann werden die Eltern und der Psychologe ihr bei der Trauerarbeit helfen.
Insofern ist das genau der richtige Weg, sofern die Eltern ihn noch nicht eingeschlagen haben. Trauer braucht ja auch Zeit.

Abgesehen davon kann niemand nur aus Mitleid oder Samaritertum ein Freund sein oder werden. Das ist nicht aufrichtig und das Mädchen wird sich eines Tages zurecht betrogen fühlen.

Die nächste Gefahr besteht darin, dass sie sich Fremden
annähern könnte, die nicht so lieb sind wie du und böses im
Schilde führen.

Das kann auch so passieren.
Rede dem UP jetzt nicht ein, dass er dann auch noch dafür verantwortlich sei.

Kinder verdrängen oft den Verlust eines Menschen und leben in
einer Phantasiewelt weiter. In der DU die Rolle des Bruders
einnimmst. Oder sie schreiben den Bruder einem Phantasiewesen
zu, das hängt aber von der Entwicklungsstufe ab. Der Verlust
liegt scheinbar noch nicht lange zurück und das Erlebte
scheint bei ihr noch lange nicht angekommen, insofern auch
noch nicht verarbeitet zu sein.

Zurück zu meinen anfänglichen Suggestivfragen: Magst Du die
Kleine, hilf ihr. Frag die Eltern, wie Du Dich verhalten
sollst. Sie kennen ihre Tochter am besten und sollten
einschätzen können, was das wichtigste ist. Vielleicht magst
Du die Situation, auf einmal eine „kleine Schwester“ zu haben.

Was machst du hier für ein Szenario aus?
In einer Phantasiewelt wird sie den Verlust nicht ausreichend verarbeiten können.
Darüberhinaus ist es möglich, dass die Eltern nicht wissen, was zu tun ist, weil sie nichts über Trauerarbeit wissen und mit ihrer eigenen Trauer viel zu beschäftigt sind. Sowas passiert, insofern wäre es wirklich sinnvoll, dass sich ein Psychologe kümmert.

Der UP sollte durchaus mit den Eltern Kontakt aufnehmen, die Situation schildern und fragen, ob nicht ein Psychologe dazukommen soll. Er ist aber nicht verantwortlich dafür, dass das Mädchen seine Trauer irgendwie verarbeiten kann.

Ist Dir die Situation unangenehm, solltest Du dennoch die
Eltern informieren aus o.g. evtl. Problemen und dann den Bus
wechseln, wenn das geht. Aber gib ihr bitte nicht das Gefühl,
dass sie ihren Bruder noch einmal verloren hat, sondern
erkläre ihr, dass du nicht ihr Bruder bist.

Naja, das ist jetzt der richtige Ansatz, würde ich sagen.

LiebeGrüßeChrisTine

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ot
Dein Zynismus in Ehren, aber so langsam geht er mir auf den Zeiger.
Hilfreich im Sinne von Expertenforum ist er jedenfalls nicht.
Gruß
Elke

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Hallo,

ich würde dir raten, dich hier ganz schnell deutlich abzugrenzen. Du tust weder dem Kind noch dir einen Gefallen, wenn du ihr Spiel mitspielst.

Du könntest sie unterbrechen und ihr sagen, dass du vom Tod ihres Bruders gehört hast und dass es dir Leid für sie tut. Wenn sie wieder das sinnlose Quasseln anfängt, lass’ dich nicht mehr drauf ein. Bestätige sie nicht und frage nicht nach. Aufmerksamkeit sollte sie nur kriegen, wenn sie in der Realität bleibt und z.B. direkt von ihrem Bruder oder dem Unfall spricht.

Und für die nächste Zeit würde ich an deiner Stelle zusehen, einen anderen Bus zu nehmen oder dich neben jemanden zu setzen, so dass sie sich nicht mehr neben dich setzen kann.

Schöne Grüße,
Jule

Hi Nebox,

Irgendwie tat mir das unendlich leid das sie durch mich wies
scheint einen Ersatz sucht, bzw die ganze Situation gar nicht
warnehmen will. Sie nannte mich auch oft wie ihren Bruder,

ich bin kein Fachmann, das vorab angemerkt. Aber deine Schilderung ging mir schon nahe.

Jeder Trauernde macht die Phase der Verleugnung durch. Ein Erwachsener würde wohl einen Bogen um einen Menschen machen, der einem verlorenen Menschen ähnlich sieht - weil er darüber nachdenkt.

Kinder sind da spontaner bzw. handeln einfach aufgrund ihrer Intuition.

Ich weiß nun überhaupt
nicht wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll, jeder würde
wohl sagen „wie bisher“ oder „normal“ aber irgendwie geht das
nich .__. …

Warum mutmaßt du, was andere denken könnten? Wenn du das Gefühl hast, nicht so oberflächlich weiterplaudern zu können, was soll daran falsch sein? Kinder von 10 oder 12 verstehen das Leben schon, auch wenn sie noch eine kindliche Fähigkeit haben, dies vorübergehend zu vergessen.

Folge also deinem (vermuteten) Gefühl und sprich sie einfach auf ihren Bruder an. Damit löst du vielleicht den Knoten.

Womit ich nicht die Idee verwerfen will, mit den Eltern Kontakt aufzunehmen.

Gruß, Zoelomat

ich würde dir raten, dich hier ganz schnell deutlich
abzugrenzen. Du tust weder dem Kind noch dir einen Gefallen,
wenn du ihr Spiel mitspielst.

Hier finde ich schon die Wortwahl abstoßend. Kinder spielen kein Spiel, sie sind echt, zumindest wesentlich echter als Erwachsene.

Du könntest sie unterbrechen und ihr sagen, dass du vom Tod
ihres Bruders gehört hast und dass es dir Leid für sie tut.

Man könnte auch sagen, dass man von Tod weiß, und sie reagieren lassen - und ihr so Gelegenheit geben, den Tod ein Stück weit zu verarbeiten.

Soweit ich den Fragesteller verstanden habe, hat er ein echtes Mitgefühl und daher Schwierigeiten mit dem weiteren Umgang.

Es geht ihm nicht darum, sich unter Ablsssen einer Entschuldigung möglichst unauffällig aus dem Staub zu machen.

Wenn sie wieder das sinnlose Quasseln anfängt, lass’ dich
nicht mehr drauf ein. Bestätige sie nicht und frage nicht
nach. Aufmerksamkeit sollte sie nur kriegen, wenn sie in der
Realität bleibt und z.B. direkt von ihrem Bruder oder dem
Unfall spricht.

Hast du eigentlich Kinder? Kann/will ich mir kaum vorstellen. „Sinnloses Quasseln“ für die für einen Erwachsenen vielleicht nicht nachvollziehbaren Äußerungen eines Kindes erscheinend mir jedenfalls ungeheuer respektlos.

Und für die nächste Zeit würde ich an deiner Stelle zusehen,
einen anderen Bus zu nehmen oder dich neben jemanden zu
setzen, so dass sie sich nicht mehr neben dich setzen kann.

Wenn du (der Fragesteller) diese Konsequenz ziehst, wird dich wohl keiner verurteilen, jeder handelt im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Ein „verpiss dich“ als ultimative Problemlösung?

Ich jedenfalls finde es sehr imponierend, dass du (der Fragesteller) dir solche Gedanken machst. Und du solltest auch bedenken, dass jeder Mensch letztenendes für sich selbst verantwortlich ist. Das Mädchen wird also aus dem Verlust das machen, was es will - also höchstwahrscheinlich irgendwie damit fertig werden. Und da spielst du nur eine sehr kleine Rolle, hast auch nur eine geringe Verantwortung und solltest auch keine Angst haben, sondern echt sein. Das - und das ist ja auch etwas - kannst du ihr geben.

Gruß, Zoelomat

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Hallo.

Hier finde ich schon die Wortwahl abstoßend. Kinder spielen kein Spiel, sie sind echt, zumindest wesentlich echter als Erwachsene.

Nicht unbedingt, wenn sie ein Trauma erlebt haben. Dann schützen sie sich häufig - oft unterbewusst - durch diverse Mechanismen. Geplapper (oft sinnfrei), so tun als ob oder auch ein Intellektualisieren emotionaler Prozesse(öfter bei intelligenten Teenagern zu finden), verhindern, dass die Erkenntnis des schrecklichen Geschehens ins Bewusstsein durchsickert. Was scheinbar hilfreich ist, verhindert unter Umständen aber die Trauer und öffnet den Weg zu dauerhaften psychischen Störungen.

Man könnte auch sagen, dass man von Tod weiß, und sie reagieren lassen - und ihr so Gelegenheit geben, den Tod ein Stück weit zu verarbeiten.

Ohne ihn und seine Hilfsbereitschaft abwerten zu wollen: Ich bezweifle, dass ein 24-Jähriger, der zudem eine optische Ähnlichkeit mit dem verstorbenen Bruder aufzuweisen scheint, in der Lage ist, damit umzugehen.

Soweit ich den Fragesteller verstanden habe, hat er ein echtes Mitgefühl und daher Schwierigeiten mit dem weiteren Umgang.

Eben. Und beide Gefühle sind gut. Das Mitgefühl zeichnet ihn als empfindsamen Menschen aus, die Unsicherheit warnt vor hilfstherapeutischen Versuchen in einer Situation, in der er nicht zuletzt aufgrund seiner Ähnlichkeit, der Falsche dazu wäre.

Ein „verpiss dich“ als ultimative Problemlösung?

Das würde ich persönlich in diesem Fall für durchaus sinnvoll halten. Die Tatsache, dass das Kind einen unbekannten Erwachsenen anspricht und ihn in offensichtlicher Distanzlosigkeit zum plötzlichen Vertrauten macht, würde ich nicht als normales Verhalten bezeichnen.

Das Mädchen wird also aus dem Verlust das machen, was es will - also höchstwahrscheinlich irgendwie damit fertig werden.

Oder auch nicht. Der Verlust eine nahestenden Menschen ist für ein Kind der Stoff, aus dem z.B. posttraumatische Belastungsstörungen geboren werden können. Professionelle Hilfe tut hier Not. Und sich darum zu kümmern, ist Sache der Eltern.

Schöne Grüß,
Jule

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Hi

ich würde dir raten, dich hier ganz schnell deutlich
abzugrenzen. Du tust weder dem Kind noch dir einen Gefallen,
wenn du ihr Spiel mitspielst.

Hier finde ich schon die Wortwahl abstoßend. Kinder spielen
kein Spiel, sie sind echt, zumindest wesentlich echter als
Erwachsene.

das IST ein Spiel - in das sich ihre Psyche rettet um die Realität nicht wahrhaben zu müssen, andere Psychen spalten in solchen Fälle ihre Persönlichkeit (!) um nicht „sie selbst“ bleiben zu müssen -

Es ist ein grausames Spiel und wenn du es mit ihr spielst rutscht sie im zweifelsfall ganz tief ab - du kannst ihr nur helfen (was du anscheinend willst) indem du das SPIEL beendest indem du sie

entweder mehr oder weniger zwingst die Realität anzuerkennen

ODER indem du dich fernhältst

Man könnte auch sagen, dass man von Tod weiß, und sie
reagieren lassen - und ihr so Gelegenheit geben, den Tod ein
Stück weit zu verarbeiten.

ja genau - aber das geht erst wenn sie es zulässt und das Spiel beendet … sie muss es zulassen und das geht nicht solang du ihre „optische“ Bruderstelle einnimmst und es zulässt dass sie dich dafür verwendet

Wenn sie wieder das sinnlose Quasseln anfängt, lass’ dich
nicht mehr drauf ein. Bestätige sie nicht und frage nicht
nach. Aufmerksamkeit sollte sie nur kriegen, wenn sie in der
Realität bleibt und z.B. direkt von ihrem Bruder oder dem
Unfall spricht.

Hast du eigentlich Kinder? Kann/will ich mir kaum vorstellen.
„Sinnloses Quasseln“ für die für einen Erwachsenen vielleicht
nicht nachvollziehbaren Äußerungen eines Kindes erscheinend
mir jedenfalls ungeheuer respektlos

das hat nichts mit respektlos zu tun - die kleine ist nicht mehr „gesund“ -sie driftet ab in ihre Traumwelt und redet und redet und redet damit die Traumwelt nur ja nicht aufhört, das ist das „Spiel“ das sie spielt und es ist NICHT bewusst

Und für die nächste Zeit würde ich an deiner Stelle zusehen,
einen anderen Bus zu nehmen oder dich neben jemanden zu
setzen, so dass sie sich nicht mehr neben dich setzen kann.

Wenn du (der Fragesteller) diese Konsequenz ziehst, wird dich
wohl keiner verurteilen, jeder handelt im Rahmen seiner
Möglichkeiten.

Ein „verpiss dich“ als ultimative Problemlösung?

nein! es geht darum, dass der TO KEIN Psychologe/Psychiater ist (den das Kind ganz dringend nötig hätte) und es ist eine RIESENVERANTWORTUNG ein Kind psychisch auf der Spur zu halten, das derart traumatisiert ist

Das kann kein Normalsterblicher, der das nicht gelernt hat - und selbst die Profis nicht immer :-\

es ist also ein guter Rat sich entweder fernzuhalten damit dsa Mädel merkt "Bruder ist wirklich ganz weg "

Das Mädchen wird also aus dem Verlust das
machen, was es will - also höchstwahrscheinlich irgendwie
damit fertig werden.

das ist unbewusst das ist eben NICHT bewusst und genau das ist das Problem …

Und da spielst du nur eine sehr kleine
Rolle, hast auch nur eine geringe Verantwortung und solltest
auch keine Angst haben, sondern echt sein.

wenn er in ihren „kranken Realitätsbild“ bleibt, in ihrem Traum in Ihrem Spiel, ist das eine RIESENVerantwortung und je länger er „mitspielt“ um so fataler für das Kind !!

Gruß H.

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Hallo,

Das Mädchen wird also aus dem Verlust das machen, was es will - also höchstwahrscheinlich irgendwie damit fertig werden:

Du wirfst Jule ihre Wortwahl vor, aber „irgendwie damit fertig werden“ finde ich persönlich ziemlich unangebracht.
Ich meine… der Verlust eines nahestehenden Menschen in der Kindheit kann soooo viele Folgen auf das spätere Leben haben, dass ein „irgendwie fertig werden“ wohl nicht das gewünschte Ziel ist.

Ich finde es bemerkenswert, dass der UP die Frage in einem Psychologieforum stellt, dass er sich damit befasst und sich fragt, wie er damit umgehen soll.

Im ersten Moment habe auch ich mich über Jules Antwort gewundert, denn ich schätze ihre Antworten hier sehr. Und aus genau diesem Grund habe ich dann die Antwort noch einmal gelesen und sie erscheint mir als Lai-in :wink: logisch. Es leuchtet mir ein, dass jeder Schritt, den man jetzt macht, eventuell verheerende Auswirkungen auf die Entwicklung dieses Kindes haben kann.

Bitte fasse das nicht falsch auf, aber ich denke, der UP sollte die Tips, die er von Usern bekommt, die offensichtlich Erfahrung mit solchen Erlebnissen haben oder sich zumindest schon eingehend damit befasst haben (damit meine ich nicht nur Jule), beherzigen. (ist nicht böse gemeint… aber ein „sie wird schon irgendwie damit fertig werden“ reicht halt imho hier nicht).

Gruß
Shannon

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Hi Alle,

vielen Dank für die verschiedenen und interessanten Antworten.
Jule, mach mich nich immer älter als ich bin, ich bin 22, und das hab ich auch im Post geschrieben :wink:

Ich hab nun ihren Nachnamen + Adresse und Telefonnummer. Entweder werd ich am Wochenende kurz vorbei fahren und persönlich mit den Eltern sprechen, das sie eventuell auch meine ähnlichkeit sehen (auch wenn sie das ebenfalls an den verstorbenen Sohn erinnern wird) oder ich ruf eben kurz an. Denke aber das das erstere meine Wahl sein wird. Werd davor aber so oder so kurz anrufen, sollte ich vorbei fahren und fragen ob die Tochter gerade daheim is, bzw ob wir ohne Sie reden können, ich will nicht das sie mich daheim sieht, und das Gefühl kriegt das ihr Bruder wieder daheim ist und zurück ist. Freitag saß sie ebenfalls neben mir, und hat für ihr Verhältnis relativ wenig geredet, hat mich die meiste Zeit nur angeschaut, was mir ebenfalls sehr unanangehm war.

Danke für das Mitgefühl und das Versetzen in meine Situation/Lage.
Danke für alles Input und Feedback.

Grüße

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Hallo, wen du dich richtig kümmern willst…würde ich mal den in der Schule anrufen und mit dem Schulpsychologen sprechen. Der wird sich eventuell schon um das Kind kümmern und kann Dir ein paar gute Verhaltenstipps geben.

gruß
KOsmo