Korrekturen zu Deinen Ausführungen
Hallo „Der Captain“,
Hallo Semjon,
im Grunde hast Du den Sachverhalt grob richtig
Aha. Das beruhig mich aber…
Haben sich Jahre der Forschung doch wenigstens ein bisschen ausgezahlt und aus dem fernen Russland kommt jetzt endlich die langersehnte Bestätigung.
erfasst, nur einige Korrekturen erscheinen mir
angebracht …
Na, dann mal los!
Frauen versuchen ihre Attraktivität zu steigern, um einen
möglichst günstigen Partner zu erhalten;
Hier springst Du imho über das eigentliche Problem hinweg.
Des Rätsels Lösung heisst „möglichst ranghohen
Partner“,
da der soziale Rang immer direkt zu den Versorgungsschancen
des Nachwuchses korreliert.
Es ging in diesem Abschnitt nicht um den sozialen Rang des Kopulationspartners. Ein günstiger Partner ist für ein Weibchen derjenige, der bei der Aufzucht des Nachwuchses kooperiert, denn dann hat es nicht die gesamten Kosten für den Nachwuchs zu tragen. Diese Kooperation(sbereitschaft) ist nicht absolut abhängig davon, ob ein Kopulationspartner einen hohen oder niedrigen Rang hat. Es existieren sozial hochrangige Kopulationspartner, die sich nicht um die Versorgung des Nachwuchses kümmern. Die Versorgungschancen sind nicht korreliert mit dem sozialen Rang eines Elters, sondern die Qualität des Versorgung kann in Zusammenhang stehen mit dieser Hierarchieposition.
je größer der Anteil von Frauen in der jeweiligen Kultur ist,
umso größer ist der Druck, der auf diese Weise auf dem
(menschlichen etc.) Weibchen lastet.
… die wenigen ranghohen Männchen auf sich aufmerksam zu machen,
sich angesehen zu machen, angesehen zu werden.
Nein, das ist so nicht richtig. Es kommt darauf an, ein günstiges Männchen auf sich aufmerksam zu machen und in der Folgezeit an sich zu binden. Meine Ausführungen sind sehr viel basaler als Deine Gedanken zu dieser Thematik. Siehe oben.
Dabei ist zu beachten, …
[systemtheoretische Erwägungen]
Wie kommst Du darauf?
IMHO nicht in erster Linie wichtig.
Nach Meinung der Evolutionstheoretiker, Verhaltensökologen und Biologen, sowie der Evolutionspsychologen und Bioplsychologen sehr wichtig und grundlegend für das Verhalten.
denn „gutes Aussehen“ ist hoch korreliert mit hoher
Gesundheit und Fruchtbarkeit. Je attraktiver ein Weibchen im Pool
potentieller anderer Kopulationspartner für ein Männchen ist,
umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es durch ein
Männchen erwählt und als Partnerin auch langfristig behalten
wird.
Das sind imho zwei völlig verschiedene Dinge. Erstens
„erwählt“
(imho) das Weibchen, das Männchen „bietet sich an“.
Nein, das ist inkorrekt. Das Weibchen erwählt den Kopulationspartner bei Männchenüberschuss, denn dann lastet ein Druck auf die Männchen. Im Grunde kann man von einem Erwählen auch nicht in jedem Fall sprechen, denn es existieren auch Konkurrenzkämpfe unter den Männchen, bei denen das schwächere keine Gelegenheit zur Kopulation bzw. Partnerschaft erhält, sondern vertrieben wird. Bei Weibchenüberschuss sind potentiell zu wenige männliche Partner vorhanden und diese können sich dann die attraktivsten Weibchen „aussuchen“ (aber siehe auch hier meine Ausführungen zum „Wahlverhalten“). Um den letzteren Fall geht es. Und dann gilt, dass das Weibchen versuchen muss, den Partner daran zu hindern, nach der Kopulation ein anderes unbesetztes Weibchen aufzusuchen und dort ebenfalls genetisches Material weiterzugeben.
Zweitens
sind es
für das Weibchen komplementäre Eigenschaften, die den
Versorgungs-
partner und den Fortpflanzungspartner im optimalen Falle kenn-
zeichnen sollten.
Welche sollen denn das sein?? Komplementäre Eigenschaften, um neben einem Kopulations- auch noch einen Versorgungspartner zu erhalten?? Dann muss nach Deinen Ausführungen also nach einem Kopulationspartner auch noch ein Versorgungspartner vom Weibchen gefunden und angelockt und dann auch noch langfristig an sich gebunden werden, der den für ihn fremden Nachwuchs aufzieht! Er würde also seine Energie verschwenden, die besser für die Kopulation mit noch unbesetzten Weibchen verwendet wird um das eigene Genmaterial zu verbreiten. Ereignisse wie in Deinen Ausführungen lassen sich in der Natur nicht beobachten, es herrscht Infantizid vor, wenn ein „besetztes“ Weibchen einen neuen Partner erhält.
[soziale bedingungen]
? Ist kein Zitat von mir.
bestimmt werden, wie das Aussehen gestaltet ist, z.B. durch
das Tragen teurer Markenkleidung.
Ich denke, dadurch wird vor allem die
erreichte Stufe in der „Rangordnung“
demonstriert,
Sicherlich, und sie wird dadurch in der von mir angesprochenen Situation auch erreicht.
sprich: ‚gefaked‘ 
Fälschungen können natürlich ebenfalls vorkommen, aber dies ist eher die Ausnahme als eine Regel. Wenn Du damit meinen solltest, das sei eine Art von „Mimikri“, um eine hohe Attraktivität für Kopulationspartner artifiziell herzustellen, dann hast Du mich allerdings richtig verstanden.
Ich denke, damit sind alle Unklarheiten beseitigt. Es war mir eine Freude, mit Dir zu diskutieren.
Grüße,
Der Captain
Grüße
Euer CMБ