Hallo an alle Experten.
Bei meinem diesjährigen All-Inclusive Urlaub in Fuerteventura habe ich mit meinem 15monate alten Sohn und meinem Mann über einen Reiseveranstalter XYZ ein Hotel gebucht, welches als familienfreundlich ausgewiesen war.
Dort angekommen stellten sich nebst kleinen Ärgernissen schnell folgende gravierenden Mängel heraus:
1.) Der angegebene Sandstrand war statt 800m 30 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt
2.) Der angegebene Süsswasserpool für Kinder war für 4 Tage geschlossen. Der andere angebliche Süßwasserpool war mit Salzwasser gefüllt.
3.) Das Hotelessen war eine Katastrophe. Die nicht verzehrten Speisen wurden immer wieder neu aufgewärmt und nicht gerade schmackhaft vorgesetzt.
Bald klagten mehrere Gäste über Magen-Darmverstimmungen. Neben uns haben sich aufgrund der Zustände viele Leute bei der Reiseleitung beschwert, so daß versucht wurde, die „Nörgler“ in andere Hotels umzubuchen. Wir haben dann in Erfahrung gebracht, daß das neue Hotel bzgl. Speisen dem bisherigen gleichwertig war. Desweiteren war vor dem alternativ angebotenen Hotel eine Baustelle, welche lautstark betrieben wurde. Daraufhin haben wir mit gebotener Rücksicht auf meinen Sohn die Ausweichmöglichkeit als unzureichend deklariert und sind unter Zustimmung der Reiseleitung zurückgeflogen.
Unsere Beschwerde vor Ort und die vergebliche Bemühung des Veranstalters, eine vertragsgerechte Erfüllung des Erholungsurlaubes zu ermöglichen, haben wir allesamt schriftlich dokumentiert. Diesen Umstand habe ich der Reisegesellschaft schriftlich vor 14 Tagen mitgeteilt und bisher keinerlei Reaktion bekommen. Nicht, daß ich das erwartet hätte…
Meine Fragen:
1.) Besteht eine realistische Chance auf Erstattung oder Minderung des Reisepreises?
2.) Welche Frist kann ich dem Reiseveranstalter bei einer erneuten Anmahnung setzen?
3.) Kann ich das Ganze ohne Anwalt durchziehen?
4.) Gibt es Präzedenzurteile, auf die ich mich berufen kann?
Im Voraus für alle Antworten herzlichen Dank.
Gruß an alle,
Svenja
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