Hallo zusammen,
ich lasse gerade von einem Fachbetrieb Mehrschichtparkett klebend verlegen. Leider habe ich schon einige Stellen entdeckt, bei denen das Parkett bei Belastung „knarzt“, also komische Geräusche macht. Offensichtlich ist das Parkett hier keine Verbindung mit dem Boden eingegangen. Der Parkettleger hat dann diese Stellen mit Gewichten versehen und sagte, das werde schon.
Nun zu meinen Fragen an die Fachleute:
Kann mann diese nichtklebenden Stelle wirklich so reparieren, oder löst sich das Holz irgendwann wieder vom Boden? Und wenn es sich löst, kannn dadurch ein größerer Schaden entstehen, oder sind die Geräusche alles?
Es wird hier doch einiges an Geld investiert und möchte verhindern, dass es irgendwann ein böses Erwachen gibt. Für eure Meinungen und Tipps vielen Dank vorab.
Gruß, Stefan
Vollzitat gelöscht (Gandalf [MOD])
Vielen Dank für die Infos, hier zunächst die Antworten zu den Fragen:
Der Estrich wurde geschliffen, grundiert und gespachtelt. Der Untergrund war als glatt.
Zu den Ablösungen kam es wohl, weil die Parkettelemente an allen Wänden zu lange durch Keile fixiert waren (also handwerkliche Mängel).
Mein Problem ist natürlich, dass ich die Arbeiten bald bezahlen muss, und erfahrungsgemäß kümmert sich nach Begleichen der Rechnung niemand mehr um Mängelanzeigen und Änderungswünsche.
Nun, wenn es bei der Geräuschentwicklung bleibt und keine weiteren Verschlechterungen zu erwarten sind, bin ich erst mal beruhigt.
Vilen Dank für die Antwort!
Gruß, Stefan
Vielen Dank für die Infos!
Der Boden (Estrich) wurde abgeschliffen, mit einer grauen Paste beschmiert und nachher nochmals abgeschliffen. Der Untergrund sollte also eher glatt sein. Trotzdem haben wir mindestens 6 tellergroße Stellen, die beim Betreten Geräusche machen. Hier senkt sich der Boden bei Belastung merklich ab.
In diesem Bereich wurde das Parkett sehr schnell verlegt und auch weniger mit Gewichten fixiert. Kann das die Ursache sein?
Ist es eine Problem, wenn sich der Boden bei Belastung absenkt? Kann man das reparieren (Sie hatten etwas mit „Injektion“ geschrieben)? Und wenn nicht, stellt das wirklich keine Wertminderung dar?
Für diese letzten Infos wäre ich Ihnen sehr dankbar und beadanke mich vorab für Ihre Bemühungen!
Gruß, Stefan
Der Boden (Estrich) wurde abgeschliffen, mit einer grauen Paste beschmiert und nachher nochmals abgeschliffen. Der Untergrund sollte also eher glatt sein.
Eine Spachtelmaßnahme sollte eigentlich dazu dienen, eine verlegefähige Fläche zu erhalten. Wenn denn die Spachtelmasse nicht nur in einer „symbolischen“ Schichtdicke aufgebracht wurde.
Trotzdem … 6 tellergroße Stellen … beim Betreten Geräusche … Hier senkt sich der Boden bei Belastung merklich ab.
So, nun hier die Frage: um wieviel senkt sich die Oberfläche auf welchem Messpunktabstand ab?
Legen Sie hierzu in den Bereichen mit Absenkungen eine gerade, nicht verwindbare Messlatte auf die Parkettoberfläche.
Halten Sie 2 kleine Papierstreifen und ein Lineal bereit.
Belasten Sie die Parkettoberfläche mit Ihrem Gewicht (parallel zu der Messlatte) und lassen Sie am Besten durch eine 2. Person schauen, an welchen Hochpunkten nun die Messlatte aufliegt. Hier werden die beiden Papierschnipsel abgelegt, um hinterher mit einem Zollstock die Distanz zwischen den beiden Papierschnipseln bestimmen zu können.
Durch die Belastung hat sich nun wahrscheinlich ein Spalt zwischen der Parkettoberfläche und der Unterseite der Messlatte gebildet. der wird in mm gemessen.
Wir erhalten einen Bezug zwischen dem Messpunktabstand (in m) und der Spaltbreite (in mm).
Zulässig sind:
auf 1,5m Messpunktabstand - 5mm
auf 1,0m Messpunktabstand - 4mm
auf 0,5m Messpunktabstand - 3mm
auf 0,1m Messpunktabstand - 2mm
Ist es eine Problem, wenn sich der Boden bei Belastung
absenkt? Kann man das reparieren (Sie hatten etwas mit „Injektion“ geschrieben)?
Könnte man, wenn es sich wirklich als notwendig herausstellen sollte.
Und wenn nicht, stellt das wirklich keine Wertminderung dar?
Das kann man pauschal nicht sagen und muss vor Ort bewertet werden.
Lautes und permanentes Knacken beispielsweise wird zwar das Element selbst nicht schädigen, doch es ist für den Nutzer unzumutbar.
Bei größeren Durchbiegungen dagegen (auch ohne akustische Begleitung) können auf Dauer Schäden am Parkettelement nicht ausgeschlossen werden.
Sollten nun die Ebenheitstoleranzen wirklich gering überschritten sein: für eine „Wertminderung“ dürfte das nicht ausreichen.
Zu guter letzt der Hinweis: bitte erwarten Sie grundsätzlich nicht allzuviel von Wertminderungen. Da gab es in der Vergangenheit bereits zu häufig enttäuschte Gesichter, was die Größenordnung anging…
-.-.-.-
mfg - Klaus -