Hallo nochmal,
dh, in einer Vielzahl der Fälle trifft dann obwohl wir so
emanzipiert sind dann doch die Frau die Entscheidung, weil sie
die einzige Person ist, die sich richtig mit den Fürs und
Widers auseinander gesetzt hat?
Damit implizierst Du jetzt aber, dass es überhaupt notwendig wäre, sich mit den Fürs und Widers dahingehend auseinander zu setzen, dass man die grundsätzliche Entscheidung für ein Kind davon abhängig machen würde.
Und da unterschätzt Du vermutlich den Pragmatismus vieler Männer, die gerne Väter werden wollen (und diesen Pragmatismus gibt es auch bei vielen Frauen, die Mütter werden wollen). Es geht nicht darum zu erarbeiten, warum es nicht geht, sondern darum, dass man es will, und anhand der eigenen Familie, der Nachbarschaft, des Freundeskreises, … rundrum 1001 Mal sieht, dass dies etwas ganz Normales und Natürliches ist, was „funktioniert“ wie atmen, essen, … Und die damit einhergehende Veränderung der Lebensumstände gehört eben dazu und wird bewältigt. Das „wie“ kann man natürlich im Vorfeld diskutieren, aber das ist keine Frage des „ob“.
Das soll jetzt nicht heißen, dass es nicht auch klare no-go Situationen gibt, und es in Ausnahmefällen auch mal wirklich notwendig ist, sich sehr genaue Gedanken über das „ob“ zu machen, z.B. wenn gesundheitliche Aspekte eine Rolle spielen. Dank moderner Verhütungsmöglichkeiten kann man die Sache ja heute auch durchaus steuern, um nicht trotz durchaus vorhandenem Kinderwunsch nicht vermeidbare, absehbare Probleme zu umschiffen. Für uns gab es auch so eine Zeit (Schwerstpflegefall im Haus, und aus genau dem Grund auch noch keine echte eigene Wohnung), wo die Dinge aber andererseits auch so klar auf der Hand lagen, dass es da eigentlich keiner großen Überlegungen/Diskussion bedurfte um sich darüber klar zu sein, dass dies jetzt nicht unbedingt ein günstiger Zeitpunkt wäre. Als diese Situation dann aufgelöst war, gab es aber keine weiteren großen Überlegungen. Wir wussten, dass wir beide Familie wollten, beide dafür alles tun würden, und insoweit die rein praktischen Dinge „sich regeln würden“.
BTW: Dazu kleiner Scherz am Rande: Am Tage nach der Geburt meinte die Krankenschwester:„So, dann wollen wir doch mal schauen, ob der junge Vater denn auch schon das Baby wickeln kann?“ Dank jahrelanger Babysitter-Erfahrung war das Thema natürlich - sehr zur Verwunderung der Schwester - schnell erledigt. Hinterher meinte meine Frau dann:„Nur gut, dass sie dich gefragt hat!“
Gruß vom Wiz

, dass er sich fast schämt, dass er so sorglos, wohlbehütet, geborgen und geliebt aufgewachsen ist, wenn er sich so umguckt und manche anderen anhört.