Heute morgen hatte ich eine spontane Idee für ein Märchen für Kinder ab vielleicht fünf Jahre. Vielleicht macht sie gar keinen Sinn, aber ich dachte, ich frage trotzdem mal, was andere davon halten. Es war einmal ein tausend Meter großer Riese, der sich eine Taschenuhr bauen wollte. Er lebte vor Jahrhunderten in einem winzigen Dorf, Lichtjahre von jeder Zivilisation entfernt, in der es aber glücklicherweise einen Uhrmacher gab, der Taschenuhren bauen konnte. Der Uhrmacher, leider nicht sehr helle, muß dem Riesen beibringen, welche Bauteile so eine Uhr hat, wie sie funktioniert usw., denn der Riese weiß das nicht, er ist so dumm, daß er nicht mal die Uhr lesen kann, und hat nicht die geringste Ahnung, wie sie von innen aussieht. Weil der Riese zu ungeschickt ist, und der Uhrmacher zu schwach und zu klein, und sich dann noch so blöd anstellt, wie Stan Laurel in seinen Filmen, sind die Ideen, wie man die Bauteile herstellen könnte, recht abenteuerlich. Man läßt in einer Glockengießerei die Zahnräder fertigen, und benutzt die Achse einer Windmühle, um die Feder zum Aufziehen zu biegen, und ähnliche verrückte Ideen. Gemeinsam schaffen sie es, und der Riese baut die Uhr, lernt, wie sie funktioniert, und natürlich, wie man die Zeit abliest. Und die Kinder lernen mit.
Alles Blödsinn, nicht wahr? Oder vielleicht doch nicht?