Märchenhafte Angebote?

Es war einmal ein Mensch namens Otto Normalverbraucher, der bekam ein Werbeblatt einer großen bekannten deutschen Discounterkette. Diese Diskounterkette warb im Rahmen ihrer wöchentlich wechselnden „Sonderangebote“ für ein digitales Audio-Abspiel-Gerät in Fingergröße. Im Werbeblatt wurde gar freundlichst darauf hingewiesen, dass trotz sorgfältiger Bevorratung einige Artikel schon am ersten Verkaufstag vergriffen sein könnten.
Als Otto nun am ersten Verkaufstag dieses Sonderangebots-Artikels schon am Vormittag in die werbende Discounter-Filiale seiner Stadt ging, war dieses Audio-Abspielgerät dort nicht mehr erhältlich. Seine Vorfreude auf den Erwerb dieses Geräts schwand zusehends, als er bei zwei anderen Filialen derselben Kette ebensolches Erlebte. Daraufhin beschwerte sich Otto bei einem Filial-Leiter und bekam zu hören, dass er sich ja bei der Bevorratungs-Zentrale beschweren könne. Die Filialleiter könnten da „nichts“ machen.

Als Otto dies bei weiteren Sonderangebots-Aktionen ähnlich erlebte (mal gab es die Artikel am Vormittag des ersten Angebotstages nicht mehr, mal war nur noch einer da), fragt er sich seitdem: Könnte man eine solche Vertriebspraxis mit „Lockvogelangeboten“ gleichsetzen, oder wäre das überzogen?

Was würdet Ihr Otto sagen, wenn er nicht gestorben ist sondern noch heute lebt?

Es war einmal ein Mensch namens Otto Normalverbraucher, der
bekam ein Werbeblatt einer großen bekannten deutschen
Discounterkette. Diese Diskounterkette warb im Rahmen ihrer
wöchentlich wechselnden „Sonderangebote“ für ein digitales
Audio-Abspiel-Gerät in Fingergröße.

Das heißt wohl, Otto hat dieses Blatt gelesen? Schon der erste Fehler.

Als Otto nun am ersten Verkaufstag dieses
Sonderangebots-Artikels schon am Vormittag in die werbende
Discounter-Filiale seiner Stadt ging, war dieses
Audio-Abspielgerät dort nicht mehr erhältlich. Seine Vorfreude
auf den Erwerb dieses Geräts schwand zusehends, als er bei
zwei anderen Filialen derselben Kette ebensolches Erlebte.

Er hat seine Zeit damit verschwendet, drei Filialen wegen dieses Gerätes aufzusuchen? Der zweite Fehler.

Was würdet Ihr Otto sagen, wenn er nicht gestorben ist sondern
noch heute lebt?

Ich würde Otto raten, Werbebroschüren sofort zu entsorgen und seine Zeit nicht damit zu verschwenden, irgendwelchen Angeboten hinterherzurennen, die es gar nicht wert sind.

Wenn Otto einen MP3-Player braucht, soll er sich im Elektrofachhandel einen aussuchen. Wenn nicht, soll er es bleiben lassen, egal wie günstig das Gerät beim Discounter angepriesen wird. Denn auch Sonderangebote können Geld verschwenden, wenn man sie gar nicht braucht. Vor allem verschwenden sie Zeit.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

es ist sinnlos, solchen Sonderangeboten hinterherzurennen oder darauf zu bestehen, dass diese in haushaltsüblichen Mengen im Ladengeschäft bevorratet werden sollen. Rein rechtlich muss das Geschäft die Waren ausreichend bevorraten, sie machen es aber nicht. Zwar ist das nicht zulässig, aber den großen Discountern egal, denn um dagegen vorzugehen, muss man gegen die einzelne Filiale und nicht gegen den Konzern vorgehen. Es dürfte schwerfallen, dem Konzern nachzuweisen, dass in jeder Filiale die Geräte innerhalb von Minuten ausverkauft waren. So bleibt letztlich NUR eine Filiale, die leider aus irgendwelchen Gründen ausnahmsweise nicht ausreichend mit Ware versorgt war…
Selbst die Verbraucherverbände beißen sich an diesem Geschäftsgebaren die Zähne aus, sie hoffen auf eine Gesetzesänderung, die wirksame Mittel zur Bekämpfung dieses unseriösen Handelns bietet.
Die Vorposter haben durchaus Recht wenn sie schreiben, dass es vertanene Zeit ist, den Sonderangeboten nachzulaufen. Ihren Zweck hat das Angebot doch erfüllt, ob man es kauft oder nicht, man ist zumindest in deren Laden und kauft vielleicht was anderes (zu weit überhöhten Preisen). Und - nebenher gesagt - auch die Supersonderangebote halten nicht immer das, was sie versprechen. Stiftung Warentest hat die technischen vermeintlichen Schnäppchen mal unter die Lupe genommen und das Urteil war vernichtend.

Gruss

Iru

Was würdet Ihr Otto sagen, wenn er nicht gestorben ist sondern
noch heute lebt?

Otto soll dahin gehen, wo es ALLDI schönen Dinge gibt. Die haben reichlich Vorrat von Ihren Angeboten.

Mit ein LIDDLE Erfahrung, würde er wissen, dass es bei ANderen vo allem so liddle-Ketten ständig so ist.

Rumburak

Mit ein LIDDLE Erfahrung, würde er wissen, dass es bei ANderen
vo allem so liddle-Ketten ständig so ist.

Stimmt, eine Minute nach Geschäftsöffnung waren sämtliche vorhandene Exemplare (1 Stück) in dieser Filiale ausverkauft (so meine Erfahrung). Die von mir deswegen kontaktierte Verbraucherschutzorganisation gab mir in etwa die Antwort, die ich etwas weiter unten geschrieben habe. Ich vermute, dass der Wert der Druckerzeugnisse, die ein Sonderangebot bewerben, den Wert der tatsächlich vorhandenen Ware weit übersteigt.

Gruss

Iru

Hi

Stimmt, eine Minute nach Geschäftsöffnung waren sämtliche
vorhandene Exemplare (1 Stück) in dieser Filiale ausverkauft
(so meine Erfahrung). Die von mir deswegen kontaktierte
Verbraucherschutzorganisation gab mir in etwa die Antwort, die
ich etwas weiter unten geschrieben habe.

Selbst die Verbraucherschutzzentralen sind ohnmächtig. Die Liddle Leute reagieren nicht mal mehr auf Abmahnungen deswegen.
Rumburak

Hallo,

alle sind vor dem Gesetz gleich, nur manche sind eben gleicher. Denn sie haben die Kohle, die Sache längerfristig finanziell durchzustehen und eine Schar auf solche Fälle spezialisierter Rechtsanwälte in Marsch setzen zu können und dadurch mögliche Verfahren bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag hinzuziehen. Das rechnet sich sogar, denn sie können letztlich schalten und walten wie sie wollen und das, was sie für richtig halten, als Sonderangebot in für sie genehmer Stückzahl präsentieren - ob es dem Verbraucher gefällt oder nicht. Das Schlimmste, was einem Discounter passieren könnte, wäre eine Einigkeit der Verbraucher, die solchen Geschäftspraktiken durch Nichtkaufen begegnen könnte. Doch darauf wartet man in unserer „Geiz ist geil“-Gesellschaft vergebens. So ist letztlich ein jeder selbst schuld, wenn er das begehrte Angebot nicht bekommt.

Gruss

Iru

Hi,

das Leben ist hart.
Ich sage es mal so: „Lieber ein paar Euro mehr im Fachhandel ausgeben.“
Machen kann Otto ausser ärgern nichts!

nicki