Mäuse

Hallo!
Meine Katze ist eine rege Mäusefängerin, leider bringt sie die Tierchen meistens lebend an, weil sie Spaß daran hat, mit mir zusammen ihre Beute unter den Möbeln vorzukramen. Inzwischen bin ich selbst recht gut im Mäusehaschen, hat mich auch noch keine gebissen :smile:

Zu oft für meinen Geschmack bringt sie allerdings total verschreckte Mäuse-Teenager an, die ich zwar in Nachbars Garten wieder aussetze - pssst! nicht weitersagen! -, aber meistens wollen sie gar nicht weg und ich befürchte, sie können sich allein auch noch gar nicht durchschlagen. Kann man diese Halbwüxigen in einen Käfig setzen und erst mal aufpäppeln? Oder sterben „wilde“ Mäuse in Gefangenschaft? Ich weiß, es klingt echt bescheuert, aber wenn sich diese kleinen Viecherchen zitternd in meine Hand schmiegen, kann ich sie nicht einfach „wegschmeißen“.

Danke & Gruß,
Eva

Hallo Eva,

Meine Katze ist eine rege Mäusefängerin, leider bringt sie die
Tierchen meistens lebend an, weil sie Spaß daran hat, mit mir
zusammen ihre Beute unter den Möbeln vorzukramen.

Möglicherweise wurde die Katze zu früh von ihrer Mutter getrennt oder hatte in der Jugend nicht die Möglichkeit die Mäusejagd zu erlernen. Denn „normal“ ist das nicht.

Inzwischen
bin ich selbst recht gut im Mäusehaschen, hat mich auch noch
keine gebissen :smile:

Respekt! Selbst meine halbwegs zahmen Müse zu fangen war/ist kein einfaches Unterfangen.

Zu oft für meinen Geschmack bringt sie allerdings total
verschreckte Mäuse-Teenager an, die ich zwar in Nachbars
Garten wieder aussetze - pssst! nicht weitersagen! -, aber
meistens wollen sie gar nicht weg und ich befürchte, sie
können sich allein auch noch gar nicht durchschlagen. Kann man
diese Halbwüxigen in einen Käfig setzen und erst mal
aufpäppeln? Oder sterben „wilde“ Mäuse in Gefangenschaft?

Ich glaube nicht, dass die Mäuse grundsätzlich sterben würden. Aber gerade junge Mäuse sind sehr anfällig, manche (viele) werden den Schock nicht verkraften und die Nacht wahrscheinlich nicht überstehen. Andererseits haben junge Mäuse in einem fremden Mäuserevier (Nachbars Garten) auch keine hohe Überlebenschance. Vielleicht wäre es am sinnvollsten der Katze beibringen zu lassen, dass man Mäuse nach dem fangen auch tötet (und aufisst)?

Grüße,

Anwar

Auch wenn jetzt einige sagen werden: ER nu wieder…

Pack die Maus, hau sie gegen einen Stein oder eine Mauer und gut ist. Sorry aber die Maus sollte sterben(sonst hätt se deine Katze nicht gefangen) also vollende was sie begonnen.
Danach gib sie ihr zu fressen. Evtl. mag sie ja die Maus dann.

Einfachere Methode und weniger Grausam: Messer nehmen, und im Kehlkopfbereich Schnitt ausführen.
Alternative, Axt nehmen und Kopf ab.

Gruß Steffen

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Möglicherweise wurde die Katze zu früh von ihrer Mutter
getrennt oder hatte in der Jugend nicht die Möglichkeit die
Mäusejagd zu erlernen. Denn „normal“ ist das nicht.

Wurde, weil Waisenkind, mit der Hand aufgezogen. Manchmal bringt sie auch tote Mäuse, legt sie mir hin und will gelobt werden. Machen auch die Katzen von Bekannten so - kätzischer Beitrag zum Lebensunterhalt der Familie???

Dass deine Mäuse sich nicht so ohne weiteres fangen lassen, mag daran liegen, dass sie nicht so verängstigt sind. Dem Katzenrachen entronnen und dann unter einem Schrank hervorgezerrt, hat man nicht mehr viel Kraft zum Widerstand :smile:

Gruß,
Eva

Hallo nochmal Eva,

Wurde, weil Waisenkind, mit der Hand aufgezogen. Manchmal
bringt sie auch tote Mäuse, legt sie mir hin und will gelobt
werden. Machen auch die Katzen von Bekannten so - kätzischer
Beitrag zum Lebensunterhalt der Familie???

Ja, das Phänomen (mit Toten Mäusen) ist durchaus bekannt (vor ganz langer Zeit hatte ich auch mal eine Katze). Das „Lebenlassen“ der Mäuse hat für mich, was sich ja auch als richtig herausstellte, auf eine nicht ganz abgeschlossene Katzenausbildung hingedeutet. Den Jagdtrieb kriegen Katzen nämlich mit in die Wiege gelegt, das Töten der Beute müssen sie erst noch lernen.

Dass deine Mäuse sich nicht so ohne weiteres fangen lassen,
mag daran liegen, dass sie nicht so verängstigt sind. Dem
Katzenrachen entronnen und dann unter einem Schrank
hervorgezerrt, hat man nicht mehr viel Kraft zum Widerstand
-)

Das könnte gut sein, manchmal habe ich fast das Gefühl es ist für die Mäuse eine Art Spiel, denn manchmal sind sie eher zahm, manchmal haben sie aber auch gar keine Lust auf die Hand zu kommen.

Grüße,

Anwar

Hallo!
Meine Katze ist eine rege Mäusefängerin, leider bringt sie die
Tierchen meistens lebend an, weil sie Spaß daran hat, mit mir
zusammen ihre Beute unter den Möbeln vorzukramen. Inzwischen
bin ich selbst recht gut im Mäusehaschen, hat mich auch noch
keine gebissen :smile:

Hallo,
dann hast Du bereits eine sehr wichtige Phase verpasst. Ich habe meine Katzen vom ersten Mal an zwar gelobt, ihnen aber trotzdem sehr deutlich gemacht, dass die Beute im Haus nix zu suchen hat. Garten JA, Haus NEIN! Weder Mäuse, noch Ratten, noch Vögel! Ich kann Dir nur empfehlen, dies nachzuholen, auch wenn das äußerst schwer ist, wenn Du sie bereits für das Heranbringen der Beute in den Wohnbereich gelobt hast.
Erstens ist es mehr als unghygienisch, sogar gefährlich und außerdem: Was machst Du denn, wenn sie Dir demnächst statt Mäusekinderchen, lebende Ratten oder Vögel anschleppt? Oder wenn sie Dir die Mäuse in die Küche schleppt?
Spätestens dann wird es mehr als kritisch, was es aber in meinen Augen jetzt schon ist.

Gruß

Kater

Hallo Steffen,

Auch wenn jetzt einige sagen werden: ER nu wieder…

ja genau.

Pack die Maus, hau sie gegen einen Stein oder eine Mauer und
gut ist. Sorry aber die Maus sollte sterben(sonst hätt se
deine Katze nicht gefangen) also vollende was sie begonnen.

Was ist denn das für eine Einstellung? Klar, wenn das Tierchen stark verletzt ist und elendig eingehen würde - aber so??? Erstaunlich wie wenig Menschen Achtung vor anderen Lebewesen haben (scheint mir zumindest so).

Danach gib sie ihr zu fressen. Evtl. mag sie ja die Maus dann.

Einfachere Methode und weniger Grausam: Messer nehmen, und im
Kehlkopfbereich Schnitt ausführen.
Alternative, Axt nehmen und Kopf ab.

Siehe oben.

Mit erstaunten Grüßen
Yvonne

Gruß Steffen

Hallo.

Im Gegentum zu Anwar bin ich nicht der Auffassung, dass das Anschleppen lebender Mäuse darauf zurückzuführen ist, dass die Katze den Tötungsbiss nicht gelernt hat. Vielmehr ist es so, dass Tiger light Dich zum Mäusejagen in die Lehre nehmen will :wink:

Eine Katze, die nicht tötet, maust, entgegen landläufiger Auffassung, auch nicht. Und der angeborene Jagdtrieb nützt ihr beim Fangen gar nichts, denn so viele doofe Mäuse, die sich von einer unqualifizierten Katze freiwillig fangen lassen, gibt es nicht, zumindest nicht lange. Sprich : wenn sie Mäuse fangen kann, kann sie sie auch killen. Nur hst Du wohl in ihren Augen die Phase, in der Du nur mit toten Mäusen etwas anfangen kannst, schon überschritten.

Einer meiner Kater selig war buchstäblich zu blöd zum Mäuse fangen. Er pflegte sich vor das jeweilige Loch zu kauern und hinein zu fauchen. Dass die Kameraden dann nicht mit erhobenen Vorderpfoten heraus marschierten, hat er nie verwinden können …

Den Mäusen tust Du eher keinen Gefallen, wenn Du sie aussetzest. Du kannst sie nur deswegen einfangen, weil sie schon so viel Dresche von der Katze bekommen haben, dass sie zu drei Vierteln Matsche sind. Eine gesunde Maus fängt Mensch nicht … Ihre Überlebenschancen draußen gehen also gewaltig gegen Null. Würdest Du sie zu päppeln versuchen, hättest Du vermutlich immer noch eine hohe Ausfallquote. Steffens Posting ist vor dem Hintergrund - wenn auch brutal - tatsächlich nicht ganz unbegründet.

Gruß kw
*rrrrr*

Da muss ich ihm recht geben. Wenn die Katze die Maus gefangen hat, hat sie meist auch schon rege mit ihr gespielt. Die Maus ist dann sowieso halbtod. Ist nunmal so. Mein 12 Wochen alter Kater hat vor 2 Wochen die erste Maus gefangen. Kam gleich mit an. Erstmal ordentlich Lob abholen und dann ne Runde spielen, bis sie die Maus ratzfatz verspeist hatte. 15 Minuten später kam gleich die nächste dran…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

oT
Hallo!

Dir ist aber schon klar, dass das, was Du da empfiehlst, ein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz ist??

Traurig, wie unbedarft manche Leute mit Lebewesen umgehen.
Ist eine Maus weniger wert als ein Hund?

Bine

Gesetzesverstoß?
Hallo Bine,

Dir ist aber schon klar, dass das, was Du da empfiehlst, ein
Verstoss gegen das Tierschutzgesetz ist??

Nein, ist es nicht. Wie bereits gesagt, die Maus würde in der freien Wildbahn sowieso keine/kaum eine Überlebenschance haben. Insofern ist die schenlle Tötung begründet und stellt keinen Bruch mit dem Tierschutzgesetz dar.

Grüße,

Anwar

Hallo Anwar!

Nein, ist es nicht. Wie bereits gesagt, die Maus würde in der
freien Wildbahn sowieso keine/kaum eine Überlebenschance
haben. Insofern ist die schenlle Tötung begründet und stellt
keinen Bruch mit dem Tierschutzgesetz dar.

Es darf aber niemand Wirbeltiere töten, der nicht die entsprechende Sachkenntnis hat.
(Ich denke allerdings, dass das bei der Tötung einer Maus, die von einer Katze verletzt wurde, niemand wirklich verfolgen würde.)

Unschönes Thema allemal, egal wo man nun ansetzt. Zumal sich ja die Frage stellen würde, ob die Fragestellerin, ganz abgesehen von rechtlichen Dingen, die Mäuse überhaupt töten könnte. Psychisch gesehen.

Liebe Grüsse
Bine

Vielmehr ist es so,

dass Tiger light Dich zum Mäusejagen in die Lehre nehmen will
:wink:

Es macht ihr Spaß, dass wir gemeinsam „spielen“, genau wie früher mit Aufziehmäusen und Federpuscheln. Ihr Bruder kommt dann auch mit dazu und gemeinsam wird belauert, eingekreist, zugeschlagen :smile:

Nur hst Du wohl in

ihren Augen die Phase, in der Du nur mit toten Mäusen etwas
anfangen kannst, schon überschritten.

Was ich als Kompliment sehe. Sie beobachtet auch immer sehr zufrieden, wie ich die Mäuse schnappe und hinaustrage.

Du kannst sie nur deswegen einfangen, weil sie

schon so viel Dresche von der Katze bekommen haben, dass sie
zu drei Vierteln Matsche sind.

Das ist nicht der Fall. Meistens sind die Mäuse noch echt kregel und vollkommen unversehrt. Nur verstecken sie sich irgendwo hinter den Schränken und trauen sich nicht mehr raus, auch merken sie natürlich, dass sie belauert werden und kurze Ausbruchsversuche zum Scheitern verurteilt sind. Da sinkt die Moral im Lauf der Stunden, bis sie nachher ganz zufrieden sind, wenn der Stress vorbei ist und sie warm und gemütlich in meinen hohlen Händen nach draußen getragen werden. Unhygienisch ist das übrigens nicht. Es hat noch keine Maus bei mir „übernachtet“, auch nicht heimlich, weil Katze sie mit lautem Gemaunze anmeldet. Die paar Köttel fege ich weg und gut ist.

Ihre Überlebenschancen draußen gehen also gewaltig

gegen Null. … Steffens Posting
ist vor dem Hintergrund - wenn auch brutal - tatsächlich nicht
ganz unbegründet.

Mag sein. Sagen wir, ich gebe ihnen eine zweite Chance. Ich wohne in einem Gebiet, wo viele Gärten zusammenstoßen. Es gibt massig Verstecke, Futter reichlich, und wenn ich sehe - und höre - wie die Befreiten davonwetzen, dass die Halme stieben, nehme ich an, die ein oder andere wird’s doch schaffen. Ich jedenfalls bin zu zart besaitet, um jeden Tag zwei, drei Mäusen die Kehle durchzuschneiden - sorry. Nur die jungen Mäuse machen mir halt Sorgen. Ich werde ein Körbchen mit Zeitung auspolstern und in den Schuppen stellen. Da kommen sie rein und so das Schicksal will, können sie nach einer Nervenberuhigungsphase von dort aus wieder in die weite Welt hinausziehen. Wenn nicht, werden sie dem ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen wieder zugeführt :smile:

Grüße auch von Katze Lini Linchen, die neben mir süß und unschuldig in einem Karton auf einem Stapel PC-Magazine schlummert.

-)) Eva