Mäuse-INVASION !

Hallo Experten
es dürfte ein harter Winter werden, denn plötzlich waren die Mäuse da, so schnell konnte ich gar nicht schauen.
Naja, dass in einem alten Bauernhaus nun mal Mäuse sind, ist irgendwie normal, aber wie viele!!!
Ich bin ein Tierfreund und möchte sie nicht unbedingt töten, zumal diese billigen Fallen niemals gleich töten und quälen will ich schon gar nicht.
Nun habe ich eine Kastenfalle gekauft, klappt ja ganz gut, nur vermehren die sich wohl schneller als ich sie vor die Türe setzen kann, und sie sind so gefräßig, dass ich schon aufpassen muss dass die mir nicht das Brot vor der Nase vom Teller klauen, echt TATSACHE !!!
Kann mir irgendjemand eine Tipp geben wie ich die Tierchen dezimieren kann ohne unbedingt ein Blutbad anzurichten?
Gehts ohne TÖTEN nicht???
Bitte um brauchbare Ratschläge
Ute

Moien

Nun habe ich eine Kastenfalle gekauft, klappt ja ganz gut, nur
vermehren die sich wohl schneller als ich sie vor die Türe
setzen kann

Haus oder Feldmäuse ? Bei Hausmäusen musst du weit, weit weg (hinterm nächsten Dorf) vom Haus aussetzen, sonst sind die sofort wieder da.

Feldmäuse verschwinden i.d.R. schnell wieder. Die verlaufen sich höchstens mal in einen Keller. Wenn die Bauern rings um die Felder platt gemacht haben kommen bei uns auch manchmal welche für 2-3 Tage vorbei.

und sie sind so gefräßig, dass ich schon
aufpassen muss dass die mir nicht das Brot vor der Nase vom
Teller klauen, echt TATSACHE !!!

Da wären wir bei dem anderen sehr wichtigen Thema: eine Maus die bei dir nix mehr findet zieht zum Nachbarn um. Also alles in Tupperware stecken, nix offen liegen lassen, Krümmel sofort wegwischen, Müll unzugänglich lagern,…

Gehts ohne TÖTEN nicht???

Doch, schon. Aber man muss Gedult haben.

cu

Hallo Ute,
dazu fallen mir nur Katzen ein. Gruß

Hallo Ute!

Naja, dass in einem alten :Bauernhaus nun mal Mäuse :sind, ist irgendwie normal…

Du lebst in einem Bauernhaus, also in ländlicher Gegend, und hast nicht zwei, drei Fellnasen? Das kann nicht gut gehen. Ein Kater spaziert nach Empfang seiner morgendlichen Streicheleinheiten ums Haus und in den Garten und totgebissene Mäuse säumen seinen Weg. Das bekommst Du mit Fallen nicht hin.

Gruß
Wolfgang

Hallo, Ute

ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Es hiess immer, wo Mäuse sind, sind keine Ratten. Das stimmte schon, aber eine Mäuseplage war auch nicht lustig. Mein Vater hat die unterschiedlichsten Fangvarianten ausprobiert, ich erspare Dir Einzelheiten, keine davon war lustig. Und das schlimmste, keine hatte auch nur annäherend Erfolg: Bis auf … Nachbars Katzenkinder, die in unserer Scheune ihre Babyzeit verbrachten. Mit viel Geduld und Milch habe ich als Kind die drei Fellknäule angefüttert. Und aus den kleinen Wonneproppen wurden ausgewachsene Landkatzen mit einem sehr natürlichen und großen Jagdinstinkt. Aus der Brandgiebelmauer wurden dann nur noch zwei Steine entfernt, und das Spiel " Wo war die Maus?" konnte beginnen. Nach 3 Wochen war der Mäusespuk vorbei, sehr zum Leidwesen der Katzen, die das Spiel sehr mochten. Es war die einzige Möglichkeit, der Plage Herr zu werden, ansonsten hätten die Mäuse das Zepter übernommen. M.P.

Hallo,

Gehts ohne TÖTEN nicht???

Nein, geht es nicht. Direkt oder indirekt, sichtbar oder unsichtbar werden immer Mäuse dabei sterben.

Nimmst du Schlagfallen, siehst du das Ergebnis deiner eigenen Tätigkeit regelmäßig in den Fallen. Nimmst du Katzen, tust du es zwar nicht selber, das Ergebnis siehst du aber i.a. ebenfalls.

Versperrst du den Zugang zum Futter, wird die Population durch verminderung des Nahrungsangebotes reduziert. Genauer gesagt verhungern insbesondere die Jungtiere oder sie werden von den Eltern totgebissen.

Nimmst du Lebendfallen und setzt die Tiere aus, so gibt es verschiedene Möglichkeiten: Erfrieren, Verhungern, Schlagfallen im „neuen Heim“ etc.

Ich sehe keine Bekämpfungsmethode, bei der für die Maus nicht eine sehr hohes Risiko zu sterben besteht.

Und noch was zur Evolution: Verschiedene Tierarten haben verschiedene Methoden entwickelt, sich in der Welt zu behaupten. Bei den Mäusen heißt die Methode „maximale Vermehrungsrate“. D.h. die Mäuse vermehren sich so schnell, dass die Prädatoren (Füchse, Katzen, Marder, Raubvögel …) den Bestand nicht gefährden können.

Gruß, Niels