Wenn überhaupt, konnte man auf See nur Angeln. Netze hatte man keine und das Netzfischen auf See war damals auch nicht verbreitet.
Mit der Angel wurden immer Fische gefangen. Und die fliegenden Fische, die morgens an Deck lagen, hatte man auch. Aber, was sind das für dünne Dinger! Da brauchte man mindestens 20 Stck, um satt zu werden.
Aber, sicher nicht genug, um so viel Leute immer satt zu bekommen.
Viel schlimmer war der Durst.
Magellan soll, lt. Sage, von Delphinen/Tümmlern durch die Magellanstrasse geführt worden sein. Wer frißt schon seine eigenen Lotsen?
Ja, was haben denn dann die ganzen Fischer den lieben Tag lang
gemacht ?
MfG
Klaus
warscheinlich gefischt… Damals war wenn überhaupt nur die küstennahe Fischerei verbreitet. Da gabs feststehende Rheusen, Wurfnetze und Netze, die durch seichte Gewässer gezogen wurden.
Es gab ja damals noch keine Trawler oder überhaupt Kutter wie heutzutage. Es gab noch keine Schlepnetze und Hochseefischerei ( ist entwder keiner drauf gekommen oder technisch wars einfach noch nicht möglich - suchs dir aus )Und das Angeln an Bord war eben nicht ausreichend - mehrere Dutzende hart arbeitende Männer brauchen halt etwas…
Netze hatte man
keine und das Netzfischen auf See war damals auch nicht
verbreitet.
???
Ja, was haben denn dann die ganzen Fischer den lieben Tag lang
gemacht ?
Hallo, dir ist schon klar dass eine Expedition etwas anderes ist, als ein gezielter Fischfang mit täglicher Rückkehr und dass so ein Expeditionsschiff auch anders ausgestattet war, eben ohne Netze. Für die Besatzung wurden Vorräte mitgeschleppt, das waren also eher ein Frachtschiff, aber meist hat man diese nicht ausreichend berechnet, da man zu jener Zeit ja erst entdeckte, dass man ziemlich lange auf See bleiben konnte, ohne irgendein bisschen Land zu sehen und womöglich war selbst entlang der Magellanstrasse das LAnd nicht besonders einladend um dort eine Mittagspause (auch nicht besonders klar was man von den vorgefundenen Früchten und Viechern essen kann und was nicht)zu machen.
Gruß Susanne
das waren damls ja keinen kleinen Fischerboote, die der hatte - das waren Schiffe mit ziemlich hohen Bordwänden. Zudem gab es auch noch gar keine Netzfischrei wie heute. Man hätte also höchstens von da weit oben eine Angel ins Wasser hängen können (und hat das eventuell sogar getan).
Nun sind aber die blöden Fische nicht einfach so gleichmäßig im Meer verteilt. Es gibt da bestimmte Regionen, in denen zu bestimmten zeiten Fischschwärme stehen - und selbst heute mit Einsatz modernster Technik sind die nicht immer so einfach zu finden. Woher also hätten die damals wissen sollen, wo in den noch unerforschten Meeren Fische fangen eventuell sinnvoll ist?
Zum anderen waren die damaligen Seeleute eine ziemlich abergläubige Truppe. Frischfisch gehörte für sie einfach nicht zur gewohnten Nahrung an Bord - und was der Matrose nicht kennt, das frißt er nicht. Diese Vorurteile hatten auch einen rationalen Hintergrund: Unter tropischen Temperaturen wird Frischfisch sehr schnell schlecht und es besteht die akute Gefahr einer Fischvergiftung.
Man hätte also gefangene Fische sofort zubereiten müssen . Und nun stell Dir da mal die Lachnummer vor, wenn da einer tatsächlich mal einen einzelnen Fisch angelt und der dann gebraten wird und den Hunger der ganzen besatzung stillen soll - so eine wundersame Speisung klappt höchstens in der Bibel …
Netzfischen ging nicht, weil sie Magellan keine Netzte dabei hatte (war damals auch noch nicht so üblich). Angeln oder damlas häufiger Köderleinen, geht nicht in allen Gewässern. Erstens, wenn es zu tief ist, dann kommst Du mit der Angel/Köderleine sowieso nicht runter), zweitens, wenn Du zu viel Strömung hast, trägt es Köder wieder hoch bis nahe zur Oberfläche während die meisten Fische unten sind (und die wirklich frei schwimmenden Fische sind so eine Sache, wer will sich schon mal einen Hai an Deck ziehen). Und dann gab es natürlich auch verschiedenstes Vorbehalte, z.B. gegenüber dem Verzehr von Delphinen, in denen nach damaliger Vorstellung die Seelen von ertrunkenen Seeleuten leben sollten und dergleichen (das Gleiche galt übrigens auch für Möwen).
Gruß
Peter B.
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Magellan, die Zeit ,das offene Meer und angeln
Hi,
das den Herrschaften damals das Schleppnetzangeln noch nicht bekannt war, wurde ja bereits erläutert.
Zudem solltest Du Dir das offene Meer, bzw. die Ozeane nicht als grosse Aquarien vorstellen in welchen es vor Fischen nur so wimmelt.
Tatsächlich sind die meisten und vor allem die besten Fanggründe immer in Landnähe (das hat mit aufwärtsgehenden Strömungen zu tun) - Conrad hat es bereits erwähnt.
Die Ozeane sind, so unglaublich das klingt, zum grossen Teil wie Wüsten - dort ist nichts - nur Wasser. Die paar Fische, welche dort unterwegs sind, werden sich höchstwahrscheinlich nicht gerade die eine dort rumbaumelnde Angel aussuchen. Ich selbst war auf offener See und wir haben es versucht - totale Fehlanzeige. Man kann auf See also druchaus verhungern als auch verdursten.