an der Uni, an der meine Frau studiert, grassiert offenbar das sog. Norwalk-Virus. Zahlreiche Studenten und Dozenten leiden unter heftigem Erbrechen und starkem Durchfall. Noch (!) ist sie gesund … und da sie mitten im Examen steckt, ist sie natürlich sehr besorgt darum, wie sie es schafft, sich nicht zu infizieren.
Gesetzt dem Fall, sie hält sich fern von Toiletten, vermeidet jegliches Essen an der Uni und wäscht sich regelmäßig mit Seife die Hände … besteht dann immer noch Infektionsgefahr?
Wie „indirekt“ kann eine Ansteckung erfolgen? Schließlich kann sie sich ja nicht jedes Mal, wenn sie von der Uni kommt, von Kopf bis Fuß schrubben.
Auch wenn das Ganze etwas übertrieben wirken mag … es wäre für sie sehr ärgerlich, wenn sie aufgrund einer Magen-Darm-Infektion ihre Prüfung nicht absolvieren könnte.
Übertragung per Aerosol, insbesondere über Erbrochenes:
In einem Theater, in welchem ein Besucher auf den Boden erbrach, infizierten sich noch Tage danach andere Besucher, die in dieser Gegend saßen.(1)
In einem Restaurant, in welchen ebenfalls jemand erbrach, korrellierte die Nähe zum Ereignis mit der Infektionswahrscheinlichkeit.(2)
Während eines Football-Spieles infizierte das eine Team Spieler des anderen, obgleich lediglich auf dem Platz Kontakt bestand und keine gemeinsame Nahrung eingenommen wurde.(3)
Übertragung durch Lebensmittel, zwei Möglichkeiten:
Das Virus kann sich in Lebensmitteln zu den Lebzeiten derselben vermehren (dokumentiert für Schalentiere aus dem Meer) und so den Konsumenten infizieren,
Infizierte können das Virus per Aerosol über das Lebensmittel verteilen.(4)
Daraus ergeben sich m.E. folgende Ratschläge:
Toiletten meiden.
Leute, die blaß aus der Toilette in den Hörsaal schwanken, meiden.
nichts anfassen.
wenn man doch etwas anfassen mußte: Hände nicht zum Mund führen. Waschen jedenfalls nicht auf dem Klo.
nichts an der Uni essen.
Desinfektionsmaßnahmen mit den üblichen alkoholischen Mitteln: Wahrscheinlich sinnlos, da Virus unbehüllt. Empfohlen wird für den komerziell-professinellen Einsatz Hypochlorit, denkbar auch Aldehyde.
Die Literatur gibt relativ übereinstimmend für Haushalts- oder Pflegekontakte eine Infektionswahrscheinlichkeit von 25-50% an. Für Uni-Kontakte liegt sie wohl ein Stückweit darunter.
Die Erkrankung (Inkubation: 24-48h) dauert meist nur 12-24h. Sollte eine Prüfung ausgerechnet in diese Phase fallen, so kann man immer noch das eine oder andere auf medikamentöser Basis versuchen.
grundsätzlich besteht gerade bei Viren die den Gastro-Intestinaltrakt befallen ( Brech-Durchfall )die Ansteckungsgefahr tatsächlich nur durch sog." Schmierinfektion" sprich: durch Toiletten, Handkontakt, Essen…etc.
Also nicht durch Anhusten oder ähnlichem…
Anders ist es bei Schnupfenviren…
Leider weiss ich nichts über dieses sog. Norwalk-Virus !?!?
Daher kann ich nicht sagen ob es eine Virusart ist die sich auf ihr Weise ggf verändert hat, sprich den Umständen anpasst…
Vorbeugen kann sich deine Frau, wie du schon sagtest, dass sie sich von Erkrankten möglichst fernhält.
Abschrubben bzw duschen etc. bringt meiner Meinung nach nichts… das Virus sitzt ja nicht einfach auf der Haut
Falls doch was sein sollte:
Einnahme von :
Multivitamin-Minerale: Ist ein gute Grundlage zur Behandlung von Virusinfektionen, aber sie sollten kein Eisen enthalten, da Eisen das Wachstum von Viren stimuliert
Zink ist ebenfalls gut gegen Virusinfektionen. 50-100 mg täglich.
Knoblauch: Enthält Stoffe, die die Immunabwehr stärken und Viren hemmt.
Ich wünsch Ihr auf jeden Fall das sie nicht erkrankt ! Und oftmals hilft auch einfach der Gedanke" Nein…ich werd nicht krank !!" )
Lieben Gruß
Angela
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