Magenband

Hallo ihr Lieben,

ich weiß nicht,ob es schon diesen beitrag gab,doch ich wollte mir ein paar Informationen zum Magenband holen, Hat damit jemand erfahrung gemacht?
Kann man das auch bei Jungendlichen (17Jahre) machen,oder muss man da ein bestimmtes Alter/Gewicht haben? Übernehemn ide Krankenkassen die Kosten? Wie hoch sind die kosten cirka?
Wo kann ich noch weiter informationen sammeln?

Liebe Grüße
Verena

Hallo Vera!

Hier der erstbeste Link, den google mit dem Suchwort „Magenband“ liefert. Deine Fragen werden dort beantwortet.

Der wesentliche Aspekt zum Abnehmen ist simpel: Du mußt weniger essen, als Dein Körper verbrennt. Das ist die ganze Weisheit rund ums Abnehmen. Mehr gibt es diesbezüglich nicht zwischen Himmel und Erde.

Wenn Du Dich jeden Tag viel bewegst, Radfahren, Schwimmen, Laufen, wenn Du um Fahrstühle einen großen Bogen machst, Mc Donalds, Cola, und Süßigkeiten vergißt (ein gelegentlicher „Ausreißer“ macht nichts), wird der Körper Muskeln bilden und die Fettreserven angreifen. Du bereitest Deine Mahlzeiten fettarm und eiweißreich zu, ißt einen Apfel statt irgendwelcher Chips, trinkst viel Wasser …
Das hältst Du durch, hast ein bißchen Geduld und wirst ohne Diät, Pillen und Pulver abnehmen. Die Idee mit den Operationen (Magenband rein und irgendwann wieder raus) schlag Dir aus dem Kopf. Die OP bewahrt Dich nicht davor, Dich vernünftig zu ernähren und genug zu bewegen.

Von all dem abgesehen ist die OP medizinisch und kostenmäßig nicht unter Peanuts einzuordnen, ganz zu schweigen vom üblichen OP-Risiko. Außerdem müssen Betroffene Einschränkungen der Lebensqualität hinnehmen. Du kannst es Dir dann nicht mehr
schmecken lassen. Sogar nach dem Genuß von ein paar Bissen zuviel aus der Obstschale wirst Du Dich übergeben müssen. Das ist alles überhaupt nicht mehr witzig und nur als letzter Notanker bei extremer Fettleibigkeit für Leute geeignet, die ihre idiotischen Lebensgewohnheiten nicht mit Verstand und Einsicht auf die Reihe bringen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Vera!

Beim Beitrag irgendwie durch die Lappen gegangen:

http://www.novafeel.de/diaet/magenband.htm

Gruß
Wolfgang

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Hallo,

Die OP bewahrt Dich nicht davor, Dich vernünftig zu
ernähren und genug zu bewegen.

Doch genau das tud sie und das ist ja der Irrsinn daran.

Das
ist alles überhaupt nicht mehr witzig und nur als letzter
Notanker bei extremer Fettleibigkeit für Leute geeignet, die
ihre idiotischen Lebensgewohnheiten nicht mit Verstand und
Einsicht auf die Reihe bringen.

Es gibt auch Krankheiten(u.a. psychische!) die zu extremer Fettleibigkeit führen, gerade bei Eßsucht nützt dir Verstand und Einsicht nicht besonders viel. Ein Magenband würde ich dann eher als letzten Notanker vor dem Selbsmord mit Messer und Gabel sehen.

Sonst bin ich ganz deiner Meinung, Sport und gesundes Essen ist der Schlüssel.

Gruss Jan

Hallo Jan!

Die OP bewahrt Dich nicht davor, Dich vernünftig zu
ernähren und genug zu bewegen.

Doch genau das tud sie und das ist ja der Irrsinn daran.

Der durch das Magenband entstehende Vormagen funktioniert nur bei halbwegs fester Nahrung. Nährstoffreiche Flüssigkeiten wie Bier oder Cola passieren die Verengung ungehindert. Das Gleiche passiert mit Schokolade, die sich sehr schnell verflüssigt. Auch wenn jemand gründlich kauend den ganzen Tag langsam, aber unentwegt futtert, nützt das Magenband nichts. Ich denke, daß man trotz Magenband mit Bier, Cola und Schokolade weiter heftig zunehmen kann.

Ich halte diese chrirurgische Methode für unsinnig, weil Abnehmen „nur“ eine Frage von vernünftiger Ernährung und Bewegung, gepaart mit ein bißchen Disziplin ist. Mag sein, daß es Fälle zwanghafter (Fr)eßsucht gibt, die ich als med. Laie nicht beurteilen kann.

Gruß
Wolfgang

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Ein großer Nachteil eines Magenbandes ist auch, dass diese Menschen so schnell abnehmen, dass die Haut keine Chance hat, sich auf natürliche Weise zurückzubilden. Die Folge: Hautlappen, die dann auch noch chirurgisch entfernt werden müssen. Auch hier sind noch einmal nicht unerhebliche Kosten einzukalkulieren. Eine Bekannte von mir hatte sich zu diesem Eingriff entschlossen, und ist heute mit ihren Nerven am Ende. Ständig ist sie beim Schönheits-Doc, 10 tausende von Euro sind dort gelandet, aber ihr Körper ist voller Narben !!!
Sie würde es nie wieder machen !!!

LG
Asha

Link, Hinweis und Bemerkung von mir.
Hallo Vera,

hier sind einige Patienteninformationen zum Thema:

http://www.obesity-online.com/societies/austria/FrAu…

***Auszug: Zitat***
Wann kommt eine ASGB-Operation für Sie in Frage?

Sie müssen die folgenden Kriterien erfüllen, um für eine ASGB-Operation in Frage zu kommen:

Sie haben ein Übergewicht von mindestens 80 % des Idealgewichts. (Body Mass Index > 40 kg/m²)

Sie sind mindestens 18 Jahre alt.

Sie sind seit mindestens 5 Jahren wegen Fettleibigkeit in ärztlicher Behandlung.

Ihnen ist es bis heute noch nicht gelungen, Gewicht durch eine andere, nichtoperative Methode zu verlieren.

Sie leiden nicht an anderen Krankheiten, die Ihre Fettleibigkeit verursachen.

Sie sind bereit, Ihre Eßgewohnheiten drastisch zu verändern und an ambulanten Kontrollen Ihres behandelnden Chirurgs teilzunehmen.

Diese 6 Punkte sind die Mindestanforderungen, die Sie erfüllen müssen, um für ASGB in Frage zu kommen. Natürlich hat auch jede/r Chirurg/in noch seine oder ihre eigenen Kriterien, die Sie erfüllen müssen. Fragen Sie Ihren Arzt nach weiteren Einzelheiten.

***ZItat Ende***

Also mit 17 wird das aus guten Grund nix.

Und wenn ich sehe, was ich alles nicht mehr essen dürfte (Spargel, geschrottetes Vollkornbrot, Salate, stark gewürzte Speisen uswusf…)

Im Prinzip ist Astronautennahrung angesagt: püriert und so’n Kram:smile:.

Ganz ehrlich: Es gibt wirklich stark fettsüchtige Menschen, die mit 400 kg (oder auch 200 kg, was nicht so selten ist) nur noch entscheiden können, ob sie schnell wieder in einem Bereich kommen, der das Überleben sichert, oder ob sie gleich an Herzinfarkt sterben wollen.

Dennoch: ich sehe das so kritisch wie Wolfgang, auch diese Menschen haben meist ein extrem essgestörtes Verhalten, dass sie nicht ändern (müssen) bzw. nur durch ein anderes gestörtes Essverhalten ersetzen müssen. Gefahr: Die Esssucht verlagert sich in andere Süchte. (Viele machen deshalb parallel eine Therapie). Noch extremer ist eine Magenverkleinerung bzw. ein Magenbypass, der dazu führt, dasss du für den Rest deines Lebens nie mehr wieder normal essen kannst.

Hinzukommt ein nicht unerhebliches Risiko, dass sich dein Stoffwechsel irgendwann auf die Niedrigzufüuhr einstellt und die Gewichtsreduktion bei 100 kg stoppt. Was für extrem Fettsüchtige übrigens durchaus ein Wunschgewicht sein kann. Für eine „normale“ Gewichtsreduktion ist es völlig ungeeignet, denn das wird dir jeder Diäterfahrene sagen:smile:: Das Abnehmen ist noch nicht das Problem, sondern das Gewicht halten. Halten kannst du es nach der Diät aber nur, wenn du dich mit deinen Essgewohnheiten und deinem Leben umgestellt hast (mehr Bewegung etc.).

Nochwas: Meist musst du bei diesen Hardcorde-Eingriffen mit Haarausfall und anderen Symptomen von Mangelerscheinungen rechnen. Und mehrere OP’s gegen die Hautschürzen werden auch fällig.

Grüßli,

Barbara

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Ein großer Nachteil eines Magenbandes ist auch, dass diese
Menschen so schnell abnehmen, dass die Haut keine Chance hat,
sich auf natürliche Weise zurückzubilden. Die Folge:
Hautlappen, die dann auch noch chirurgisch entfernt werden
müssen. Auch hier sind noch einmal nicht unerhebliche Kosten
einzukalkulieren. Eine Bekannte von mir hatte sich zu diesem
Eingriff entschlossen, und ist heute mit ihren Nerven am Ende.
Ständig ist sie beim Schönheits-Doc, 10 tausende von Euro sind
dort gelandet, aber ihr Körper ist voller Narben !!!
Sie würde es nie wieder machen !!!

Also die Haut bildet sich auch so nur begrenzt zurück, bei mir sind die Dehnungrisse zugegangen sonst merk ich relativ wenig von Rückbildung. Besonders im Brustbereich und an den Oberarmen hab ich stark Probleme damit. Ich hatte einen hormonaktiven Tumor im Kopf und hab nach der Behandlung abgenommen.

Gruss Jan

Hallo Verena,

also, nun auch noch mal den Senf einer Betroffenen dazu.

Ich habe seit 2000 ein Magenband. Und ich würde es nie wieder machen!

Ich muß dazu sagen, ich habe seit 20 Jahren eine Eßstörung und wäre damit eigentlich überhaupt nicht für die OP geeignet gewesen. Irgendwie hat es die Krankenkasse (leider) damals trotzdem bezahlt.

Ich habe im ersten halben Jahr 25 kg abgenommen. Dann kamen die ersten Komplikationen, denn wenn man psychisch nicht stark genug ist, mit all den Einschränkungen zu leben die das Band einem vorgibt, dann ist sowas quasi vorprogrammiert.

Es folgte eine zweite Operation und ein Zerwürfnis mit dem behandelnden Arzt und als Folge davon habe ich seit über 2 Jahren ein nicht geblocktes, sprich: nicht eng eingestelltes Magenband und kann genauso essen als hätte ich keins. Keine Frage, daß ich das Gewicht wieder zugenommen habe. Das hat auch nichts mit ausschließlich mangelnder Disziplin zu tun, sondern mit einer pathologischen Eßsucht.

Es mag sein daß ich eher die Ausnahme bin und daß viele Leute mit Hilfe dieses MB viel abnehmen. Aber die Lebensqualität ist sehr eingeschränkt.

Und nein, die Kassen zahlen es nicht. Es gab - wenige Monate nach meiner Operation - ein Urteil vom BSG daß es nicht zu den Kassenleistungen gehört.

Such Dir lieber eine vernünftige Ernährungsberaterin, die Deine Probleme ernst nimmt und Dir hilft die Ernährung langfristig umzustellen.

Viele Grüße,
Fabienne

Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen:Links
Hallo Vera,

hier kannst du dich über die Möglichkeit der Behandlung von Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen schlau machen:

Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter:
http://www.a-g-a.de/

Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund:

http://www.fke-do.de/

Rehaeinrichtung, die eine Langzeittherapie für extrem übergewichtige Jugendliche anbietet:

http://www.insula.de/
http://www.adipositas-stiftung.de/

Alles Gute und Gruß,
Maja

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Hi Fabienne et al.,

was Du berichtest, wird durch die Erfahrungen zweier Menschen aus meinem Umfeld bestätigt:

Beide leiden an extremer Adipositas III. Grades. Die eine Person hat ein Magenband einsetzen lassen, bei der anderen wurde eine Magenverkleinerung vorgenommen. Beide haben nach der OP zunächst schnell abgenommen, um danach nur noch mehr zuzunehmen. Beide haben „Tricks“ gefunden, sich dennoch große Mengen an Nahrung zuzuführen bzw. präferieren hochkalorische Nahrungsmittel wie extrem süße Getränke, Eis und fette Soßen, die das Magenband passieren bzw. vom verkleinerten Magen schnell verdaut werden. Beide betrachten den Versuch als gescheitert und würden ihn nicht empfehlen.

Viele Grüße
Diana