Magengeschwür?

hallo,

hab seit einiger zeit kontinuierliche magenprobleme…nach längerer internet recherche bin ich drauf gekommen dass ich ggf ein magengeschwür haben könnte…

…jetzt meine frage, deutet sich ein magengeschwür in den blutwerten an? gibt es in den werten hinweise??? habe etwas angst vor einer magenspieglung…gibt es noch andere wege? wie sieht eine therapie aus??? muss das geschwürd operativ entfernt werden? oder gibt ews eine vorstufe zu einem geschwür??

Hallo !

Wenn Du anhaltende Magenbeschwerden hast, dann solltest Du einen
Arzt aufsuchen und Dich ggf. auch einer Magenspiegelung unterziehen.
Die Spiegelung ist heutzutage wirklich nicht schlimm, da man sich
eine Spritze geben lassen kann und man dann die Untersuchung
praktisch „verschläft“. Man bekommt wirklich kaum etwas mit
hatte selbst schon mal eine).Außerdem dauert die Untersuchung
selbst nur 5-10 Minuten.

Aber zu Deinen Fragen:
1.) An den Blutwerten kann man meist nicht erkennen, ob ein Magen-
geschwür vorliegt. Nur wenn das Geschwür anhaltend blutet,
findet sich bei der Untersuchung eine Blutarmut (Anämie), die
man an einem erniedrigten Hämoglobin-Wert erkennt. In solchen
Fällen färbt sich dann aber auch der Stuhlgang durch das verdaute
Blut meist schwarz.

2.) Die Magenspiegelung (Gastroskopie) ist die einzig sichere Methode,
um ein Geschwür im Magen nachzuweisen. Sie erlaubt auch die Entnahme
einer Gewebeprobe. Anhand der Probe kann man dann feststellen, ob
Helicobacter-Bakterien das Geschwür ausgelöst haben oder ob eine
andere, ernstere Erkrankung des Magens vorliegt.

3.) Die Therapie des Magengeschwürs besteht in erster Linie darin,
die Säureproduktion eine Zeit lang medikamentös zu drosseln. Das
geschieht mittels Tabletten. Bei nachgewiesenem Helicobacter-Befall
wird zusätzlich eine antibiotische Therapie (auch mit Tabletten) über 1 Woche durchgeführt.

4.) Eine OP ist heute glücklicherweise beim (gutartigen) Magengeschwür bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr erforderlich. Anders sieht es natürlich beim bösartigen Magenkrebs aus. Hier
wird man, sofern noch möglich und sinnvoll, immer operieren.

5.) Als Vorstufe zum Geschwür kann die schwere Magenschleimhaut-
entzündung (erosive Gastritis) angesehen werden. Auch sie kann
mitunter schon Beschwerden auslösen, die denen beim Geschwür gleichen.

Gelegentlich kann aber bei anhaltenden Beschwerden auch ein sog.
„Reizmagen“ vorliegen, d.h. der Magen ist von der Schleimhaut her
gesund, aber seine Funktion ist gestört. Das alles kann man aber
nur durch eine Magenspiegelung sicher herausfinden.

Lasse Dich erstmal vom Hausarzt beraten. Vielleicht wird er auch nicht
gleich eine Magenspiegelung veranlassen. Wenn Du noch jung bist (und ernste Erkrankungen damit weniger wahrscheinlich sind), kann
man auch erstmal probeweise 1-2 Wochen mit Säureblockern (siehe oben)
behandeln und dabei schauen, ob eine Besserung eintritt. Wenn das
aber nicht der Fall ist, dann sollte man allerdings unbedingt den
Dingen auf den Grund gehen und den Magen spiegeln.

Ich hoffe, diese Info hilft erstmal weiter.

Gute Besserung…und keine Angst !
Kai

Hallo,
mir hilft bei Magenproblemen Retterpitz innerlich. Lies es Dir mal durch.
Allerdings ersetzt es keinen Arztbesuch.

Gruß Rosa