Hallo!
Hallo !
Ich habe heute eine Magenspiegelung machen lassen und habe nun
große Angst.
Seit ca. 4 Monaten leide ich ständig unter Magen
bzw.Oberbauchschmerzen und habe mich, um der Ursache auf den
Grund zu gehen, heute einer Magenspiegelung unterzogen. Ich
ging davon aus, dass ich durch den Stress in den letzten
Monaten evtl. eine Magenschleimhautentzündung habe.
Das ist durchaus möglich. Der Einfluss von psychischen Faktoren
(insbesondere von Stress) auf den Magen wird oftmals unterschätzt.
Nun ja. Im Magen ist alles unauffällig, keine Rötungen,
nichts.
Das ist doch schon mal eine gute Nachricht.
Der Arzt sagte kurz nach der Spiegelung zu meiner Begleitung,
dass meine Darmzotten abgeflacht wären. Es könne eine Zöliakie
sein oder das Bakterium Helicobacter Pilory.
Meine Frage ist nun: Wenn die Darmzotten abgeflacht sind, ist
es dann nahezu sicher, dass es sich um eine Zöliakie handelt?
Ich habe Angst. Angst, dass meine Schmerzen nicht wieder
weggehen, Angst, diese Krankheit zu haben. Ich muss nur noch
weinen, weil ich einfach Angst habe.
Hierzu ist anzumerken, dass sowohl die Helicobacter pylori-Infektion als auch die Zöliakie Diagnosen sind, die man erst durch histologische bzw. laborchemische Untersuchung sicher stellen kann.
Ich selbst hatte bei Patienten, die ich gespiegelt hatte, schon öfters die Vermutung, sie könnten eine Zöliakie (bzw. Sprue) haben, weil die Zotten im Zwölffingerdarm etwas abgeflacht wirkten. Die histologische Untersuchungen der Schleimhautproben hatte dann dieses aber nicht bestätigen können.
Bei Dir wird es ähnlich sein. Es ist derzeit lediglich eine Verdachtsdiagnose. Du solltest Dich also nicht vorher verrückt machen. Und selbst wenn man etwas findet: Beide Erkrankungen, die Du befürchtest zu haben, kann man behandeln. Die Helicobacter-Infektion verschwindet in der Regel nach einer einwöchigen Antibiotika-Therapie und bei der Zöliakie bzw. Sprue kann man durch Umstellung der Ernährung beschwerdefrei werden.
Ich hoffe, das beruhigt Dich jetzt ein wenig.
Gruß & gute Besserung !
Kai