Magisterarbeit zum 'Ansehen'

Weiss jemand eine Möglichkeit, eine MA einzusehen? Gibt es DB, die es ermöglichen nach MAs (FB Komm.wiss.)zu suchen??

Magisterarbeit zum ‚Ansehen‘
Hallo Claudia,

Weiss jemand eine Möglichkeit, eine MA einzusehen? Gibt es DB,
die es ermöglichen nach MAs (FB Komm.wiss.)zu suchen??

Magisterarbeiten werden zwar nicht veröffentlicht, müssen aber in einigen Pflichtexemplaren abgegeben werden, mindestens an der Universität, an der sie betreut wurden.

Es gibt also drei Möglichkeiten, sie einzusehen (Datenbanken gibt es m. E. nicht):

  1. Die erste (und schwierigste) Möglichkeit besteht darin, den Fachbereich, an dem sie geschrieben wurde aufzusuchen und die Arbeit dort einzusehen.

  2. Die zweite Möglichkeit besteht darin, die Universitätsbibliothek der Uni, an der die Arbeit eingereicht wurde, um eine Ausnahme im Leihverkehr zu bitten und sich die Arbeit an die eigene örtliche Bibliothek (UB oder Stadtbibl.) schicken zu lassen. Manche Bibliotheken machen das (ich kenne das z. B. aus Münster und München), andere Bibliotheken lehnen so etwas generell ab (nach meinen Erfahrungen z. B. die TU Berlin).

  3. Man kann versuchen, den Author persönlich anzuschreiben bzw. den Betreuer der Arbeit. Das setzt natürlich Recherchen voraus, aber ich habe in zwei Fällen damit schon Erfolg gehabt - höfliches Anschreiben vorausgesetzt.

Eine Datenbank für Magisterarbeiten gibt es ebensowenig wie für Staatsexamina - eigentlich ein bibliographisches Manko, aber der Mensch beginnt in der Bibliothekswelt leider erst bei der Dissertation. :smile:

Ich weiß, dass das keine wirklichen Vorschläge sind. Wahrscheinlich wirst du an alles das schon gedacht haben. Vielleicht aber auch nicht - dann wünsche ich dir viel Erfolg.

Gruß

Thomas Miller

Hallo zusammen,

also meines Wissens sammeln UBs in der Regel keine Magister- oder Diplomarbeiten. Erst ab Dissertationen aufwärts wird´s hier interessant. Ausnahmen gibt´s aber auch. Der Grund hierfür: an jeder größeren Uni werden jährlich mehrere tausend Arbeiten angefertigt, und keine Bibliothek kann es leisten, diese Arbeiten zu verzeichnen (Katalog) und einzuarbeiten. Der Arbeitsaufwand wäre einfach zu groß.
Deshalb bleibt - fürchte ich - normalerweise nur der Weg in´s Seminar oder Institut, weil die Arbeiten dort tatsächlich aufgehoben werden (zumindest eine Zeit lang).

Grüße
Det

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Hi Claudia
Magisterarbeiten (und Diplomarbeiten) sind „benotete Prüfungsleistungen“ und somit eben nicht allgemein zugänglich.
Sie gelten aus diesem Grund auch nicht als Veröffentlichungen.

Die Arbeiten werden auch nicht zentral gesammelt (wäre Wahnwitz…)

Um Einsicht zu bekommen, muß die Arbeit vom Prüfungsausschuss „zur Einsicht freigegeben“ sein. Dann braucht man die Genehmigung des Betreuers bzw des Prüfungsausschusses (wenn Betreuer nicht mehr greifbar)

Zur wissenschaftlichen Verwurschtung der Arbeit benötigt man daneben noch die Genehmigung des Bearbeiter/ des Autors!

Ich weiss nicht, wie lange die Institute die Arbeiten aufbewahren müssen, im zuständigen Prüfungsamt aber wohl wenigstens 10 Jahre.

Am besten ist es, den Autor der arbeit direkt anzusprechen. eventuell hat er seine arbeit publiziert, das ist dann besser, weil man sich nicht durch so viele Seiten wühlen muß.

Gruß
Mike