Mahnung mit Inkassodrohung ohne Abrechnung

Hallo zusammen,

ein Stromkunde X hat 01.01.2012 seinen Stromanbieter gewechselt, zieht aber mitte Feb. 2012 um. Seinen neuen Stromanbieter konnte er aber nicht gleich mitnehmen und wurde so in der neuen Wohnung auf den Grundversorger umgestellt. Vom Grundversorger hat X im Nov 2012 eine Rechnung für 02.-11.2012 erhalten und beglichen. Ab Mitte Nov war X auf seinen neuen Stromanbieter umgestellt.

Bis Ende 2012 hat der neue Stromanbieter bereits einen hohen dreistelligen Betrag von X eingezogen und mahnt jetzt weitere Kosten, obwohl X maximal 3 Monate Strom bezogen und bisher keine einzige
Abrechnung erhalten hat.

Auf emails und Briefe und Anrufe erhält X keine Reaktion. Allerdings wird ihm jetzt mit Inkasso, Gericht, Schufa etc. gedroht. Was könnte X tun? Sollte X seinerseits Klage einreichen?

Vertrag lesen?
Hallöchen,

ist sehr schwer zu antworten, ohne zu wissen, was für ein Vertrag abgeschlossen wurde.

Hat X z.B. einen Vertrag für ein „Abo für X Monate“ abgeschlossen - so gilt prinzipiell „pacta sunt servandi“, denn der Anbieter kann ja nichts für den Umzug des Kunden.

Somit stehen dem Anbieter sämtliche im Vertrag vereinbarten Vergütungen bis zum regulären Ablauf der Mindestvertragslaufzeit zu - unabhängig davon, ob der Kunde das Angebot nutzt.

Es sei denn, der Anbieter bietet ein Sonderkündigungsrecht an, aber das ist kein gesetzliches Recht…

Gruß,
Michael

Der Vertrag wurde nicht gekündigt, aber vertraglich in die neue Wohnung mitgenommen.
Laut Vertrag belaufen sich die Kosten auf 3€ monatlich als Grundpreis plus eine vierteljährliche Vorauszahlung von 230€.
Die Frage sollte präziserweise lauten: Darf ein (Strom)anbieter nach einer Vertragslaufzeit von 15 Monaten Forderungen einklagen ohne eine Abrechnung zu versenden.