der Verkäufer hat etwas bei Kleinanzeigen angeboten, der Käufer lässt sich eine Kopie vom Ausweis mailen, alles klappt. Käufer zahlt. Erhält aber keine Ware. Nach mehrmaligem Hin und her und unzähligen ausreden, wird der Verkäufer 2x per Einschreiben aufgefordert die Ware zu liefern bzw. das Geld zurück zu zahlen. Fristen verstreichen.
Wie geht es weiter? Zum Anwalt oder Mahnverfahren einleiten? Wie hoch sind die Erfolgschancen. Es geht um knapp 100€.
gerichtliches Mahnverfahren ist günstiger (und nur möglich für eine Geldforderung), falls der Schuldner Widerspruch einlegt, ist aber auch da ein Klageverfahren notwendig Merkblatt www.online-mahnantrag.de
Für Erfolgschancen kommt es auf alle Einzelfallumstände an, dazu kann nur ein Anwalt etwas sagen
Der Verkäufer befindet sich im Lieferverzug und muss den entstandenen und entestehende Schaden bezahlen, der Käufer ist aber zur Minderung soweit es möglich ist verpflichtet. Eine Durchsetzung ist recht aufwendig und wenn bei dem Verkäufer nichts zu holen ist, bleibt der Käufer auf den Kosten sitzen…
Es kommen strafrechtliche Aspekte in Betracht, dann nämlich wenn der Verdacht besteht, dass der Verkäufer sich ungesetzliche Vorteile verschaffen will.
Oft hilft die vorsichtige Frage ob der Verkäufer möglicherwesie mit der strafrechtlichen Betrachtung konfrontiert werden, oder anderweitige Gründe vorbringen möchte, respektive den Betrag zurück erstatten wird.