Mais zu Öl

Hallo,

Ich muss ein Referat über Mais zu Öl halten und die Verwicklung Mexikos.
Doch ich finde nirgendswo irgendwelche Informationen darüber!

Vielleicht könnt ihr mir helfen mit soviele Informationen wie es nur geht :smile:

Ich danke für eure Hilfe!

Greetz CriZZ

Hi CriZZ.
Leider weiß ich auch nicht, wo Du da Detailinfos herkriegst (google?), aber vielleicht kann ich den roten Faden liefern:
In Amiland soll aus Mais Öl als Kraftstoff(zusatz) produziert werden.
In Mexiko ist Mais(mehl) Grundnahrungsmittel und viele können sich nicht mehr leisten als Maistortillas…
Nun produziert Mexiko aber nicht genug Mais, um seine Bevölkerung zu versorgen, ergo wird welcher aus den USA importiert.
Wenn die jetzt aber Sprit draus machen, wird weniger Mais exportiert bzw. der Mais wird teurer, weshalb es in Mexiko ein Versorgungsproblem mit Mais geben wird.
Erstmal soviel.
Hoffe, das hat ein wenig geholfen,
Grüße,
Grünblatt

Servus Grünblatt,

darf ich Zweifel anmelden?

Trotz aller Freihandelspredigten gibt es nicht nur in der EU, sondern auch in den USA bedeutende Exportsubventionen. Das Volumen an Mais aus den USA und an Zucker aus der EU reicht dafür aus, dass der Preis auf dem Weltmarkt zu Ungunsten der Erzeuger, die im Fall Mais u.a. in Mexiko sitzen, unter diesem Druck in die Knie geht.

Wenn der Druck von subventionierten Exporten aus Industrieländern ein wenig nachlässt, führt das zu erheblich besseren Chancen insbesondere für die kleinbäuerlichen Produzenten aus Mittel- und Südamerika, die dann wieder die Möglichkeit haben, von ihrer Arbeit zu leben. Riesige Produktionspotentiale bleiben ungenutzt, wenn der Marktpreis eines Lebensmittels nicht dessen Knappheit entspricht. Der heutige Bettler wird bei einer Erholung der Marktpreise ein potentieller Erzeuger.

Schöne Grüße

MM

Hi Martin :wink:

darf ich Zweifel anmelden?

Wär ja schlimm, wennsdes nicht dürftest.

Trotz aller Freihandelspredigten gibt es nicht nur in der EU,
sondern auch in den USA bedeutende Exportsubventionen. Das
Volumen an Mais aus den USA und an Zucker aus der EU reicht
dafür aus, dass der Preis auf dem Weltmarkt zu Ungunsten der
Erzeuger, die im Fall Mais u.a. in Mexiko sitzen, unter diesem
Druck in die Knie geht.

Eben! So liefs in den 90ern.

Wenn der Druck von subventionierten Exporten aus
Industrieländern ein wenig nachlässt, führt das zu erheblich
besseren Chancen insbesondere für die kleinbäuerlichen
Produzenten aus Mittel- und Südamerika, die dann wieder die
Möglichkeit haben, von ihrer Arbeit zu leben.

Langfristig hast Du damit recht.
Aber man darf auch nicht vergessen, daß es sich bis dato eben noch nicht lohnt(e) und dementsprechend die Kapazitäten erst wieder über Jahre hinweg aufgestockt werden müßten.
So eine Preiserhöhung geht dann doch flexibler vonstatten.
Und bis es soweit ist, werden wohl viele Mexikaner hungern müssen…

@Christopher: Das Schlagwort für google ist übrigens „Tortilla-Krise“
z.B. hier: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24543/1.html

Viele Grüße,
Grünblatt