Bei einer möglichen Prüfungsfrage möchte unser Professor wissen, warum Maiskörner nicht wirklich „Samen“ sind.
Das interessiert mich auch, aber ich bin aus meinen Bücher bis jetzt nicht schlau geworden. Sie besitzen doch auch ein Endosperm, ein Cotyledon und einen angelegten Embryo. Habe ich da was falsch verstanden?
bin zwar in Botanik auch halbwegs bewandert, aber das hab ich auch noch nicht gehört.
Ggf. haben die Körner noch eine zusätzlich Hülle, die sie per definitionem zu Früchten machen könnte? ODer sind genetisch 2 embryonen angelegt, von denen nur einer sichentwickelt, der andere atrophiert = eigentlich 2 Samen?
Hallo, Samuel,
Es sind im eigentlichen Sinne keine Samen, sondern Früchte.
Gräser, zu denen unsere wichtigen Getreidesorten hören, haben mit ihren „Samen“, die als einsamige Früchte [=Karyopsen] bezeichnet werden müssen, einige Besonderheiten im Keimlingsaufbau.
Die Samenschale ist mit der umgebenden Fruchtwand fest verwachsen. An das Endosperm, bestehend aus Mehlkörper und einer aussen liegenden Aleuronschicht, legt sich der Embryo mit dem „Schildchen“ (Scutellum) genannten einzigen Keimblatt seitlich an.
Die Keimblattscheide [Koleoptile] schützt das Primärblatt, bis es von ihm durchbrochen wird.
Früchte sind normalerweise für den Laien Gebilde mit Fruchtfleisch. Bei den Gräsern ist kein Fruchtfleisch ausgebildet und daher sehen die Früchte eben wie Samen aus!