Makler? Wozu?
Aber wie finde ich einen guten Makler?
„Gute“ Makler? Meinst Du die „kostenlosen“, die Du als Verkäufer beauftragst, die ein Käufer aber später für Dich bezahlen soll?
Du schreibst nicht, ob Dein Haus in einem extrem nachgefragten Ballungsraum liegt. Oder im Land hinter den sieben Bergen. Oder irgendwo zwischen diesen zwei Extremen. Spielt auch keine Rolle. Beachte folgendes:
JEDER VON DIR beauftragte Makler - ein „guter“ wie ein schlechter - will möglichst viel Provision für möglichst wenig Arbeit abkassieren!
Wenn Du auch zu den Immobilienverkäufern gehörst, die wie selbstverständlich davon ausgehen, dass für Maklerkosten IMMER der Käufer aufkommt: Denk vorher nochmal über die Lage Deines Objekts nach. Entspricht sie Deinen Annahmen wirklich?
Wenn Du zu den Immobilienverkäufern gehörst, deren Objekt NICHT in München, Frankfurt oder Hamburg City liegt, bedenke, dass jeder seriöse Käufer einen Gesamtetat hat für genau drei Postionen:
1.) Kaufpreis
2.) Nebenkosten: Notar und Finanzamt
3.) Rausgeworfenes Geld
Zu Punkt 3 gehören Maklerkosten. Makler sind Gestalten, die Dir als Verkäufer das Sorglos-Paradies auf Erden versprechen und anschließend beim Käufer zigtausend Euro dafür abkassieren, dass sie ihnen die Adresse Deiner Immobilie nennen.
Verstanden? Sie geben einem Interessenten Deines Hauses die Adresse Deines Hauses. Nichts mehr und zwar gar nichts. Und dafür wollen sie Geld.
Was meinst Du, wie begeistert die Interessenten Deiner Immobilie sind, dass sie solche VON DIR beauftragten Kostentreiber für diese „Leistung“ durchfüttern sollen?
Eine alternative Verkaufsstrategie:
Du kennst Dein Haus und Du kennst seinen Marktwert. Dafür brauchst Du Vergleichspreise nach Lage, Baujahr, Grundstück-/Wohnraumgröße sowie Ausstattung.
Der Immobilienteil Deiner lokalen/regionalen Tageszeitung ist ein wichtiges Instrument, wenn es um die drei ersten Faktoren geht. Detaillierter geht ein Bausachverständiger vor, der Dein Haus individuell begutachtet und danach bewertet. Das kostet dich Geld. Dafür hat diese Bewertung SUBSTANZ, ganz im Gegenteil zum Pudding-an-die-Wand-Gelabers eines Immobilien-Maklers, der für KEINE einzige Aussage, die er Dir oder einem Kaufinteressenten gegenüber macht, juristisch geradestehen muss!
Du willst beim Verkauf Deines Hauses einen möglichst hohen Preis erzielen. Der Kaufinteressent Deines Hauses will innerhalb seines Finanzrahmens möglichst wenig Geld ausgeben. Beides bringt man zusammen, indem man VERMEIDBARE Kosten - das sind Maklerprovisionen - VERMEIDET!
will ein EFH verkaufen. Da es ca. 300 km von meinem Wohnort
300 km? Doch so weit?
- Informiere Dich über den REALISTISCHEN Verkaufspreis für Dein Haus. Dabei hilft Dir KEIN Makler dieser Welt!
- Schalte Anzeigen im Immobilienteil der Lokalzeitung. Kostet 10 Euro in der Samstagsausgabe. Dafür brauchst Du KEINEN Makler dieser Welt.
- Vereinbare Besichtigungstermine mit den 2 / 5 / 10 / x aussichtsreichsten Interessenten Deines Hauses. Fass diese Termine zusammen, so gut es für dich geht. Dafür brauchst Du KEINEN Makler dieser Welt.
300 km sind keine Weltreise, sondern drei Autostunden.
Danach ist die Hütte verkauft, die völlig überflüssige Makler-Provision ist gespart, der Käufer hat x Tausend Euro gespart, Du hast x Tausen Euro MEHR verdient.
Besser geht’s nicht. OHNE Makler!