Makler hat angeblich verkauft. Verkäufer nicht!?

Hallo,

ich bin über google auf die Seite gestoßen und denke das ihr meine Frage beantworten könnt bzw. nützliche Tipps gebt.

Wir (meine Frau und ich) sind auf Haussuche, seit ca. 2 Wochen.

Vor 2 Wochen habe ich beim Aushang einer Bank ein Haus entdeckt welches über einen Makler publiziert wurde.

Am selben Tag suchte ich mir das Haus (dank Dorf und googlemaps) heraus und wir fuhren Abends noch vorbei. Leider war niemand da und wie hinterliesen einen Zettel im Briefkasten mit unserem Interesse und Telefonnummer. Anbei schrieben wir uns auch die Verkäufernummer auf, denn vorm Haus stand ein Schild „von privat zu verkaufen 0xxxxxxxx“.

Einen Tag später hatte sich noch niemand gemeldet und ich ging auf die Homepage des Maklers und suchte das Haus raus und schrieb das wir uns für das Haus interessieren. Ich erhielt einen Tag später ein Kurzexpose war aber die gleichen Daten enthielt welche schon im Aushang waren, nur zusätzöich noch die Adresse, die wir schon selber rausgefunden hatten.

Nun ja, kurze Zeit später fragte ich beim Makler einen Besichtigungstermin an. 3 Tage später antwortet der Makler das das Haus nicht mehr zur Verfügung steht weil es einen Beurkundungstermin hat (was auch immer das heißt).

Nun verging eine Woche. Ich war etwas traurig weil ich es ganz schön fand. Nun rief uns gestern die Besitzerin an und fragte nach einem Besicchtigungstermin und erzählte das sie sich vom Makler getrennt habe weil sie nicht möchte das jemand Fremdes das Haus kauft sondern sie die Käufer kennenlernen möchte und sie genug private Anfragen hätte (ältere Frau die nun ins Pflegeheim muss, meine Frau hat telefoniert).

Wie schauen uns heute Abend das Haus an.

Nun meine Frage, da ich anscheinend so dumm war und beim Makler angefragt habe, muss ich diesen trotzdem bezahlen, auch wenn er mir schrieb das ich das Haus nicht mehr kaufen kann?

Ich weiß nicht was Makler (großer Makler mit vielen Aussenstellen) und Verkäufer ausgemacht haben und warum der Makler das mit den Beurkundungstermin sagt, aber der Verkäufer was anderes!?

Hi,

vielleicht sind in diesem VÖLLIG HYPOTHETISCHEN FALL die Käufer abgesprungen und der Makler hat die Wahrheit gesagt? Wenn danach erst das Auftragsverhältis beendet wurde, ergäbe dies zumindest Sinn.

lG Birgit

Hallo,

die Frage ist etwas missverständlich… Es kann nur der Verkäufer verkaufen. Der Makler ist nur ein Vermittler. Vielleicht hat der Makler eine Reservierung mit einem potentiellen Käufer unterschreiben, aber dadurch ist das Haus nicht verkauft.

Sie müssen den Makler darauf hinweisen, dass Sie da sObjekt bereits kennen, da Sie das Schild bereits vor der Tür gesehen haben. Das sollte kurzfristig erfolgen.

Überlegen Sie sich, dass Sie das Objekt noch einmal mit einem Gutachter angucken. Wenn man sich dann mit der Verkäuferin einigt und beim Notar einen Notarvertrag unterschreibt, gehört das Haus Ihnen. Ohne Notarvertrag geht gar nichts.

Gutachter finden Sie hier: www.der-Hausinspektor.de

Beurkundung heisst, daß es einen vorbereiteten Kaufvertrag zu dem Objekt bei einem Notar gibt. Offenbar hat sich ein Käufer mit dem Eigentümer über den Vertragsinhalt einigen können. Der Vertrag muss bei einem Notar abgeschlossen werden (beurkundet).

Entscheidend ist: Solange nichts unterschrieben (beurkundet) ist und solange die vertraglichen Pflichten (Bezahlung des Kaufpreises, Steuer usw. und Übergabe des Eigentums) nicht erfüllt sind, ist „das Ding“ nicht in trockenen Tüchern.

Eigentumssachen in Immobilienfragen müssen über einen Notar laufen, weil die Dokumentation über das Amtsgericht läuft und weil gfs. Grunderwerbsteuer anfällt. Der Makler ist hier nicht von Bedeutung für die Vertragserfüllung. Er kann sich lediglich die Provison über eine Klausel im Vertrag sichern. Dies ist nur eine schuldrechtliche Frage. Wer muss den Makler bezahlen?

Hallo,
ich würd mich jetzt an die Besitzerin halten und wenn ihr euch einig seid den Notar oder einen Rechtsanwalt (am besten mit dem Maklervertrag) fragen, ob Du den Makler tatsächlich bezahlen musst. Wenn ja (was ich leider vermute) würde ich vor Zeichnung des Kaufvertrages mir den Makler schnappen und die Provision knallhart runterdrücken. Er wird froh sein überhaupt noch etwas zu verdienen und so würd ich das ihm gegenüber auch begründen.

Gruß
Micha