Hallo,
wir wollen uns ein gebrauchtes Haus kaufen. In den Anzeigen
z.B. der Sparkasse steht der Kaufpreis und dazu 5,8 %
Käuferprovision. Für welche Leistungen wird diese Provision
gezahlt? Die ist ja in der Regel 5-stellig. Wie sehen Makler
das? ist das verhandelbar?
Lt. Preisangabenverordnung muss der Preis für Ednverbraucher incl. MWSt angegeben werden. Demnach wäre das eine Provision netto von 5%.
Sollte dieses Angebot wirklich von einer Sparkasse kommen, dann solltest du dort nachfragen, ob es sich u.U. um einen Schreibfehler handelt.
Üblich sind 3% plus Steuer = 3,48%
die Provision wird für die gesamte Verkaufsleistung des Verkäufers gezahlt:
Objektbewertung
Bewerbung des Objektes
Verhandlungstermine mit Interessenten
Abwicklung sämtlicher Behördengänge, Notar- Gerichts- und sonstige notwendige Termine.
Bereitstellung eines Büroservice
etc.
Das ist doch wirklich Kohle. Mehr als eine Jahreszinsleistung
für die Gesamtsumme.
Na dann ist die Gesamtsumme ja auch eine Menge Kohle.
Das Wort „Kohle“ sagt eine Menge zu deinem Verständnis von Geld.
Wenn du es hast, dann ist es gut, wenn ein anderer es von dir will, ist das schlecht.
Der Makler bietet dir eine qualifizierte Dienstleistung an und fordert dafür eine Gebühr. Das ist gerecht.
Willst du diese Gebühr nicht zahlen, mußt dieses Haus nicht kaufen. Suche dann private Angebote. Beachte hierbei, daß bei privaten Angeboten der Spareffekt proportinal gegen den Betrugs- oder Verheimlichungseffekt durch den Verkäufer steigt.
Der Makler haftet für seine Beratung und seine Expertisen.
gruss
winkel
PS: Was mein Vorredner schrieb trifft möglicherweise auf nicht-selbst-genutzte Immobilien zu, die durch Strukturvertiebe an den Mann gepresst werden. Einer Sparkasse solches Verhalten zu unterstellen ist unseriös.