Hallo,
wir wollen eine Immobilie erwerben.Dabei verlangen Makler eine Provision zwischen 3,5 und 5,5 Prozent vom Kaufpreis.Soweit die gängige Regel.
Bei größeren Beträgen kommen so schon einige Nebenkosten nur für den Makler zusammen.
Sind diese Prozentsätze gesetzlich festgelegt, oder in einer Gebührenordnung?
Desweiteren würde mich interessieren, ob es möglich ist, eine Vermittlungsprovision auch frei auszuhandeln.
Gruß
Salem
Hallo,
wir wollen eine Immobilie erwerben.Dabei verlangen Makler eine
Provision zwischen 3,5 und 5,5 Prozent vom Kaufpreis.Soweit
die gängige Regel.
Bei größeren Beträgen kommen so schon einige Nebenkosten nur
für den Makler zusammen.
Sind diese Prozentsätze gesetzlich festgelegt, oder in einer
Gebührenordnung?
Nein. Es sind außerdem noch regional unterschiedliche Varianten üblich.
Verkäufer und Käufer teilen sich Provision. Käufer zahlt sie alleine.
Desweiteren würde mich interessieren, ob es möglich ist, eine
Vermittlungsprovision auch frei auszuhandeln.
Klar. Vor einigen Jahren hat ein Bekannter von mir, bei einem Hauskauf seine Briefmarkensammlung als Teil der Provision gegeben.
Gruß
Salem
Gruß n.
Desweiteren würde mich interessieren, ob es möglich ist, eine
Vermittlungsprovision auch frei auszuhandeln.
Theoretisch ist die Provision aushandelbar. Nur wird sich kein Makler in dieser Beziehung auf eine Diskussion einlassen.
Hier einige Tipps von mir. Makler sind Dienstleister. Die Courtage ist frei verhandelbar. Es gibt regionale Unterschiede. Du kannst die Courtage mit folgenden Maßnahmen drücken:
Wenn Du das Haus kaufen magst, organsiere eine Finanzierung und behaupte, dass die Bank die Courtage nicht finanziert und Du schon den Kaufpreis um 2 % erhöht hast, damit der Verkäufer den Makler bezahlen kann, weil dieser den Makler schließlich auch beauftragt hat.
Verhandle mit dem Verkäufer und drücke den Preis. Dann bezahlst Du den alten Preis und der Verkäufer kann den Makler bezahlen.
Makler wollen meist schnell abschließen, weil schnelles Geld ist doppelt Geld. Also verhandle lange und hart mit dem Makler über den Unterschriftstermin beim Notar, versichere dem Käufer, dass alles ok ist und Du kaufst, allerdings erst, wenn das leidige Courtagethema geklärt ist. Wenn der Käufer unruhig wird, erkläre Dich dem Käufer gegenüber schriftlich und lege die Finanzierungsbestätigung bei. Der Verkäufer wird schon einen Grund finden, warum der Makler nicht das volle Honorar erhalten kann.
Mache den Verkäufer zu Deinem Verbündeten, denn dieser will abschließen und Geld sehen und macht bestimmt Zugeständnisse. Um dies zu erreichen, bestehe bei Besichtigungen darauf, dass der Verkäufer anwesend ist, damit Du den Namen und die Kontaktdaten austauschen kannst.
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Der arme Makler!
Das leidige Thema Courtage?
Ich finde es nicht gerade sehr fair, das erst ein Makler zur Immobilienvermarktung bzw. -suche eingeschaltet wird und dann alle Seiten versuchen sollen, die (vorher bekannten) Kosten dafür zu senken. Abgesehen von dem nervlichen Aspekt, der alle Seiten treffen wird.
Ich denke mir den Rest…
Auch eine zusammenarbeit mit dem Makler kann für den Käufer sehr gute Ergebnisse haben. Da der Käufer (jedenfals in meiner Gegend) diese Courtage bezahlt, steht der Makler natürlich wenn es darauf an kommt auch auf dessen Seite. Gerade dieser Punkt kann weitaus mehr bringen als die Verhandlung um die Courtage.
Der Makler hat oft schon längeren Kontakt zu dem Eigentümern und kann die Verhandlungsführung ganz anders aufbauen. Er wird auch die inoffizielle Schmerzgrenze des Verkäufers kennen.
Ich, der Makler, würde auch die Provision senken, wenn ich eine andere Immobilie durch Empfehlung des Käufers anbieten könnte.
Wenn man keine Provision für einen Makler bezahlen möchte, dann sollte man auch keinen einschalten bzw. nutzen (was ich damit Salem nicht unterstellen möchte ;O).
Grüße aus Berlin
Daniel
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Unterschiede. Du kannst die Courtage mit folgenden Maßnahmen
drücken:
Ich fürchte, diese Tips werden nicht funktionieren. Wenn ich mit einem Makler eine Besichtigung hatte, wurde mir vorher ein Maklervertrag zur Unterschrift vorgelegt in dem stand, welche Courtage ich in welchem Fall zu zahlen hatte. Wenn das passiert ist, ist nichts mehr nachträglich zu verhandeln, der Makler kann seine Courtage nämlich einklagen.
Ich fürchte, diese Tips werden nicht funktionieren. Wenn ich
mit einem Makler eine Besichtigung hatte, wurde mir
vorher ein Maklervertrag zur Unterschrift vorgelegt in
dem stand, welche Courtage ich in welchem Fall zu zahlen
hatte. Wenn das passiert ist, ist nichts mehr nachträglich zu
verhandeln, der Makler kann seine Courtage nämlich einklagen.
Stimmt, in diesem Fall handelt es sich um einen cleveren Makler. Davon gibt es erstens nicht wirklich viele und zweitens muss ein Kunde nicht unterschreiben. Es reicht die Adresse des Objektes zu kennen. Die Nachbarn geben bereitwillig Auskunft über den Eigentümer.
Ein guter Makler lässt sich vom seinem Auftraggeber bezahlen.
Wenn der Makler seinen Auftraggeber nicht zur Honorarzahlung überreden kann, dann muss auch der Käufer sich nicht überreden lassen, der die Maklerleistung nicht bestellt hat.
Makler können ihre exorbitant hohen Honorare nicht erklären und hier ist das Übel.
Naja,
eine Pauschalisierung finde ich in diesem Zusammenhang sehr unangemessen. Ich denke es kommt auf das Maklerunternehmen und auf das Geschäftsfeld an. Vor allem im Anlageimmobilienbereich spielt die Provision für den Käufer eher eine untergeordnete Rolle. Vor allem, wenn er eine erstklassige Immobilie vermittelt bekommt. Jemandem eine Adresse mitteilen und dabei die Hand aufhalten ist etwas anderes.
Witzigerweise möchten dann aber auch immer alle mit dem Makler „mitverdienen“ und Teilungsgeschäfte (am besten noch unter der Hand) abschließen, weil sie immer jemanden kennen, der etwas kaufen würde. Wobei mir besonders Finanzdienstleister, Versicherungen und Projektierer einfallen. Aber darauf achtet ja auch kaum jemand bzw. wird ja niemand etwas wissen.
Aber ich habe Ihre Meinung anhand Ihrer Wortwahl sehr gut verstanden, denke ich.
Grüße aus Berlin
Daniel