Maklerprovision nachträglich erhöht

Hallo,

ich will über einen Makler ein Haus kaufen. Im Exposé steht eine Provision von 3,48% inkl. Mehrwert. Mit dem Verkäufer habe ich mich aus verschiedenen Gründen auf die Hälfte des veranschlagten Verkaufspreises geeinigt. Der Verkäufer ist nun von einem Teil seiner Provision zurückgetreten. Nun verlangt der Makler statt der ursprünglichen Provision 4,5 % von mir. Darf er das?

Ein Kaufvertrag ist noch nicht zustandegekommen.

Viele Grüße,

Andy

Hallo Andy,

Der Verkäufer ist nun von einem Teil seiner Provision zurückgetreten.

Diesen Satz verstehe ich nicht.

Unabhängig davon: der Maklervertrag kommt zu den Bedingungen des Exposés zustande. Es dürfte dem Makler schwer fallen, gerichtlich einen höheren Betrag durchzusetzen. (Ich bin allerdings kein Jurist!)

Nachdem der Kaufpreis halbiert wird (was mir allerdings sehr merkwürdig vorkommt), versucht der Makler scheinbar über den Weg der prozentualen Erhöhung zumindest einen Teil seiner dadurch geringer ausfallenden Provision auszugleichen. Wie gesagt, m.E. nicht zulässig. Die Höhe der Verkäuferprovision ist für Deine Zahlungsverpflichtung absolut unerheblich.

Freundliche Grüße

wolle

Hallo Andy,

Der Verkäufer ist nun von einem Teil seiner Provision zurückgetreten.

Diesen Satz verstehe ich nicht.

Der Verkäufer hat auch eine Provision vereinbart, möchte diese aber nicht in voller Höhe bezahlen. Ist seine Sache, denke ich…

Unabhängig davon: der Maklervertrag kommt zu den Bedingungen
des Exposés zustande. Es dürfte dem Makler schwer fallen,
gerichtlich einen höheren Betrag durchzusetzen. (Ich bin
allerdings kein Jurist!)

Sehe ich genau so.

Nachdem der Kaufpreis halbiert wird (was mir allerdings sehr
merkwürdig vorkommt), versucht der Makler scheinbar über den
Weg der prozentualen Erhöhung zumindest einen Teil seiner
dadurch geringer ausfallenden Provision auszugleichen. Wie
gesagt, m.E. nicht zulässig. Die Höhe der Verkäuferprovision
ist für Deine Zahlungsverpflichtung absolut unerheblich.

So sehe ich es auch. Die Halbierung des Preises kam dadurch zustande, dass wir nur einen Teil des Grundstückes erwerben werden.

Freundliche Grüße

wolle

Danke für die Antwort

andy

Hallo,

ich will über einen Makler ein Haus kaufen. Im Exposé steht
eine Provision von 3,48% inkl. Mehrwert.

Das gilt jetzt aber auch. Nachkarten ist nicht. Ich bin selbst Makler, aber das Nachkarten ist mir zu unseriös. Das mach ich nicht

Mit dem Verkäufer

habe ich mich aus verschiedenen Gründen auf die Hälfte des
veranschlagten Verkaufspreises geeinigt. Der Verkäufer ist nun
von einem Teil seiner Provision zurückgetreten.

Das betrifft das Rechtsverhältnis zwischen dem Verkäufer und dem Makler, also nicht dein Problem.

Nun verlangt

der Makler statt der ursprünglichen Provision 4,5 % von mir.
Darf er das?

Er kann das verlangen, hat aber nach meiner Meinung dafür keine Vertragsgrundlage. Wenn du das mitmachst, ist das deine Sache. Du koenntest es natuerlich kulanzhalber machen, immerhin hast du das Haus für die hälfte und ein Prozent mehr ist ja nun echt nicht die welt.
Eher ich mich dafür tagelang rumstreiten wuerde, wuerde ich es aus pragmatischen gründen zahlen, also um Zeit und ärger zu sparen.
Ich hab oft mit verkauf und vermietung zu tun und bin immer am besten damit gefahren, wenn ich in so einem fall alle fünfe grade sein lasse:
theoretisch ist immer ein streit oder auch rechtsstreit drin, und ob es einem das wert ist…

also ich würd die kröte schlucken und die wut über den verlorenen groschen vergessen.