Maklervertrag wird mir empfohlen/aufgedrückt

Hallo,

mein aktueller Versicherungs-Vertreter (nebenberuflich in Versicherungen tätig) geht in Rente und stand vor ein paar Tagen mit folgender Frage vor meiner Tür:

Ich gehe in Rente und verliere durch diesen „Berufswechsel“ vermutlich alle meine Bestands-Kunden, obwohl ich noch nebenbei weiter machen möchte.

Deshalb habe ich mich entschlossen, meine Tätigkeit mit einem Versicherungsmakler zu vereinen und Ihre Versicherungen in die Hände von diesem Makler zu legen. Sie werden dadurch keine Nachteile und teilweise sogar günstigere Versicherungsbeiträge haben. Damit ich meine bisherigen Kunden auch weiterhin in meinem „Renten-Dasein“ betreuen kann, ist leider nur der Umweg über einen Versicherungs-Makler möglich und notwendig. Für Sie ändert sich im Prinzip garnichts. Einzigst nur der Abschluss von einem „Versicherungsmaklervertrag“ mit meinem neuen Partner ist notwendig.

Sie tun mir als ehemaligen und hilfreichen Versicherungs-Partner nur einen Gefallen und ermöglichen mir dadurch auch weiterhin Ihr Ansprechpartner zu sein, andernfalls verliere ich Sie als Versicherungs-Kunden.

Ich muss dazu sagen: Den Versicherungsvertreter kenne ich persönlich sehr gut und würde ihm gerne diesen Gefallen tun.

Aber insgesamt frage ich mich: Welchen genauen Hintergrund hat diese Umschichtung von einem gebunden Versicherungs-Vertreter auf einen freien Versicherungsmakler. Welchen Nachteil/Vorteil habe ich, wenn ich darauf tatsächlich eingehen würde.

Und insgesamt frage ich mich auch:
Ist das allgemein so üblich, das „in Rente gehende Versicherungsvertreter“ über Umschichtung der eigenen Kunden zu neuen Partnern (freie Makler) nochmals neue Einnahme-Qellen suchen und finden.

Wer kennt sich in dem Thema aus und kann hilfreiche Antworten geben? Aktuell bin ich etwas überfordert und auch überrascht mit der Anfrage von einem Versicherungsvertreter, den ich zumal auch noch gut kenne.

Ich möchte mir nicht etwas ans Bein binden (Maklervertrag), zumal ich meine Versicherung eh nicht wechseln möchte.

Susanne

Hallo

Hallo,

mein aktueller Versicherungs-Vertreter (nebenberuflich in
Versicherungen tätig) geht in Rente und stand vor ein paar
Tagen mit folgender Frage vor meiner Tür:

Ich gehe in Rente und verliere durch diesen „Berufswechsel“
vermutlich alle meine Bestands-Kunden, obwohl ich noch
nebenbei weiter machen möchte.

wenn er Rentner ist, hindert ihn doch nix dran weiterhin seiner Nebenbeschäftigung nachzugehen.
Das klingt etwas unglaubwürdig…

LG
Mikesch

Köche empfehlen …

Hallo,

mein aktueller Versicherungs-Vertreter (nebenberuflich in
Versicherungen tätig) geht in Rente und stand vor ein paar
Tagen mit folgender Frage vor meiner Tür:

Ich gehe in Rente und verliere durch diesen „Berufswechsel“
vermutlich alle meine Bestands-Kunden, obwohl ich noch
nebenbei weiter machen möchte.

Deshalb habe ich mich entschlossen, meine Tätigkeit mit einem
Versicherungsmakler zu vereinen und Ihre Versicherungen in die
Hände von diesem Makler zu legen. Sie werden dadurch keine
Nachteile und teilweise sogar günstigere Versicherungsbeiträge:haben. Damit ich meine bisherigen Kunden auch weiterhin in
meinem „Renten-Dasein“ betreuen kann, ist leider nur der Umweg
über einen Versicherungs-Makler möglich und notwendig. Für Sie
ändert sich im Prinzip garnichts. Einzigst nur der Abschluss
von einem „Versicherungsmaklervertrag“ mit meinem neuen
Partner ist notwendig.

Sie tun mir als ehemaligen und hilfreichen
Versicherungs-Partner nur einen Gefallen und ermöglichen mir
dadurch auch weiterhin Ihr Ansprechpartner zu sein,
andernfalls verliere ich Sie als Versicherungs-Kunden.

Ich muss dazu sagen: Den Versicherungsvertreter kenne ich
persönlich sehr gut und würde ihm gerne diesen Gefallen tun.

Aber insgesamt frage ich mich: Welchen genauen Hintergrund hat
diese Umschichtung von einem gebunden Versicherungs-Vertreter
auf einen freien Versicherungsmakler. Welchen Nachteil/Vorteil
habe ich, wenn ich darauf tatsächlich eingehen würde.

Und insgesamt frage ich mich auch:
Ist das allgemein so üblich, das „in Rente gehende
Versicherungsvertreter“ über Umschichtung der eigenen Kunden
zu neuen Partnern (freie Makler) nochmals neue Einnahme-Qellen
suchen und finden.

Wer kennt sich in dem Thema aus und kann hilfreiche Antworten
geben? Aktuell bin ich etwas überfordert und auch überrascht
mit der Anfrage von einem Versicherungsvertreter, den ich
zumal auch noch gut kenne.

Ich möchte mir nicht etwas ans Bein binden (Maklervertrag),
zumal ich meine Versicherung eh nicht wechseln möchte.

Susanne

Guten Tag Susanne,
immer dann, wenn etwas Undurchsichtiges ansteht, geht der auf den
gesunden Menschenverstand spezialisierte Durchschnittsverbraucher
so vor, dass ihm sein guter Schlaf erhalten bleibt.
Die anderen später auch, aber erst, wenn sie durch Erfahrungen
zum Spezialisten geworden sind.
Ein Koch zum Beispiel weiß, dass Quark - auch dann, wenn sein
Fettanteil erhöht ist - nicht zum Vollkornbrot mutieren kann.
Bezogen auf die Geschichte, die Sie erzählt haben, könnte man
in Anlehnung an diese Erkenntnis auch sagen, dass ein Märchen
dadurch, dass es aufgehübscht wird, nicht plötzlich den Wahrheitsgehalt einer technischen Gebrauchsanleitung erfährt.

Man kann die Sache auch so sehen: Ihr Vertreter wird nunmehr
Bediensteter eines Maklers. Als solcher hat er die
Pflicht, nicht mehr Geschäft für seinen alten Arbeitgeber zu generieren, sondern für seinen zukünftigen.
Nebenbei bemerkt begeht er einen eklatanten Vertrauensbruch gegenüber
seinem noch aktuellen Arbeitgeber. Aber das nur am Rande. Und eigentlich gehört auch das zu den Gepflogenheiten in der Branche -
wenngleich auch zu den unerwünschten und gerne verschwiegenen.

Wenn Sie eine Maklervollmacht unterschreiben, kann der Makler - und das wird er auch tun - in Ihrem Namen bestehende Verträge auflösen und neue abschließen.
An denen er und Ihr Vertreter verdienen. Er zum ersten Mal. Der Vertreter zum zweiten Mal. Dieses „Umschichten“ kann auch für Sie
von Vorteil sein. Wenn Sie für gleiche oder bessere Leistung weniger
bezahlen müssen. Wenn Sie nichts von diesen Dingen verstehen und sich
nur auf andere verlassen, kann es auch passieren, dass Sie gute alte
Bedingungen gegen weniger gute eintauschen. Oder dass Sie nach entsprechender Beratung alte Lebensversicherungen kündigen oder
beitragsfrei stellen, um „neue und bessere“ Verträge sodann wieder
abzuschließen. Von diesem Hin und Her lebt die ganze Branche.
Wenn Sie das mitmachen, dann machen Sie das mit. Und wenn nicht, dann
eben nicht.
Gruß
Günther

Ich muss dazu sagen: Den Versicherungsvertreter kenne ich
persönlich sehr gut und würde ihm gerne diesen Gefallen tun.

Dann gehe auf seinen Vorschlag ein.

Aber insgesamt frage ich mich: Welchen genauen Hintergrund hat
diese Umschichtung von einem gebunden Versicherungs-Vertreter
auf einen freien Versicherungsmakler.

Den, den er Dir genannt hat. Er wechselt den „Job“, wie das häufiger mal vorkommt, und will seine Kunden mitnehmen.

Welchen Nachteil/Vorteil
habe ich, wenn ich darauf tatsächlich eingehen würde.

Nachteil sehe ich keinen, Vorteil wäre, dass diese Person, der Du offenbar vertraust, Dein Berater bleiben wird.

Ist das allgemein so üblich, das „in Rente gehende
Versicherungsvertreter“ über Umschichtung der eigenen Kunden
zu neuen Partnern (freie Makler) nochmals neue Einnahme-Qellen
suchen und finden.

Warum nicht ?

Ich möchte mir nicht etwas ans Bein binden (Maklervertrag),
zumal ich meine Versicherung eh nicht wechseln möchte.

Wenn Du Dich in die Obhut eines Maklers begiebst, mußt Du damit rechnen, das er Deine Versicherungen erstmal umstellt.

oT
Hallo!

Hallo,

mein aktueller Versicherungs-Vertreter (nebenberuflich in
Versicherungen tätig) …

Auch wenn es off topic ist, gehst Du auch zu nebenberuflichen Ärzten oder schickst Du Deine Kinder in Hobby-Schulen?

Gruß
CM

Hallo,

erstmal danke für diese interessanten Antworten, das bringt doch schon mal Licht in die ganze Angelegenheit. Was mich dann aber besonders ärgert, und das war eigentlich zentraler Ausgangspunkt, mit dem der Maklervertrag auf den Tisch kam:

„Ich gehe in Rente und das Versicherungs-Unternehmen, für das ich aktuell arbeite, wird dann alle meine Bestandskunden einem neuen Vertreter übergeben. Das kann ich nur verhindern, wenn ich zukünftig mit einem Makler zusammenarbeite. Tu mir den Gefallen und unterschreibe diesen Versicherungsmaklervertrag. Für Dich ändert sich nichts, im Gegenteil, es kann nur günstiger werden. Wenn Deine bisherigen Verträge nicht geändert werden sollen, dann bleibt sowieso alles wie gehabt.“

Wenn ich die bisherigen Anworten richtig verstanden habe, dann ist das doch nur ein fauler Umweg, um den Maklervertrag möglichst schnell unterschrieben zu erhalten. Der eigentliche Hintergrund ist ein simpler Beschäftigungswechsel und die Mitnahme der vorhandenen Kunden. Genial, und ganz nebenbei gibt es nochmal Provisionen für die dann folgenden Vertrags-Umstellungen.

Susanne

Treffer! owT
.

Hallo,
ist doch wurscht, gönn doch dem älteren Herrn (mit dem du so zufrieden warst) auch noch was (deine Versicherungen werden trotzdenm nicht teurer! Anscheinend warst du ja auch mit seinen Vers.Gesellschaften zufrieden!
Desweiteren kann man Maklerverträge auch wieder kündigen!

Gruß cooler

P.S. Ich bin Angestellter!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

ist doch wurscht, gönn doch dem älteren Herrn (mit dem du so
zufrieden warst) auch noch was (deine Versicherungen werden
trotzdenm nicht teurer! Anscheinend warst du ja auch mit
seinen Vers.Gesellschaften zufrieden!
Desweiteren kann man Maklerverträge auch wieder kündigen!

na ja, im Prinzip hast Du ja recht, aber irgendwie lasse ich mich ungern mit hübschen Geschichten zu einem zusätzlichen Vertrag überreden. Da wäre eine klare Aussage sicherlich geschickter gewesen. Dann stellt sich mir noch die Frage, ob die dann angestrebten Umstellungen des Maklers wirklich einen nennenswerten Vorteil bringen oder einfach nur Arbeit mit neuen Gesprächen, neuen Versicherungspolicen etc…

Und zu guter Letzt (jetzt wo ich das Thema besser verstehe), war ich in den vergangenen Jahren immer zu den besten Konditionen (laut Aussage des jetzt wechselnden Vertreters) versichert. Auf einmal (aus reinem Eigeninteresse) wäre es von mir unklug, zukünftig meine Versicherungen nicht über einen Makler abwickeln zu lassen…

Leider stellt man oft später erst fest, das man jemanden doch nicht so gut kennt. Da wechseln die Argumente mal eben ganz schnell um 180 Grad, je nachdem wie es am besten passt. Das ist doch immer wieder das Schöne in der Versicherungsbranche…

Susanne

Hallo,

ist doch wurscht, gönn doch dem älteren Herrn (mit dem du so
zufrieden warst) auch noch was (deine Versicherungen werden
trotzdenm nicht teurer! Anscheinend warst du ja auch mit
seinen Vers.Gesellschaften zufrieden!
Desweiteren kann man Maklerverträge auch wieder kündigen!

na ja, im Prinzip hast Du ja recht, aber irgendwie lasse ich
mich ungern mit hübschen Geschichten zu einem zusätzlichen
Vertrag überreden. Da wäre eine klare Aussage sicherlich
geschickter gewesen.

Das Ganze wird oft wunderschön verpackt. Bei pragmatisch tickenden Menschen wäre man mit einer klaren Aussage weitergekommen, da geb ich dir Recht!

Dann stellt sich mir noch die Frage, ob

die dann angestrebten Umstellungen des Maklers wirklich einen
nennenswerten Vorteil bringen oder einfach nur Arbeit mit
neuen Gesprächen, neuen Versicherungspolicen etc…

Da musst du hellwach sein! Allerdings ist alles trotzdem in letzter Konsequenz freiwillig!

Und zu guter Letzt (jetzt wo ich das Thema besser verstehe),
war ich in den vergangenen Jahren immer zu den besten
Konditionen (laut Aussage des jetzt wechselnden Vertreters)
versichert. Auf einmal (aus reinem Eigeninteresse) wäre es von
mir unklug, zukünftig meine Versicherungen nicht über einen
Makler abwickeln zu lassen…

Vergleichen solltest du trotzdem - die Alarmglocken müssen erst einmal schrillen, wenn eine „alte“ Altersvorsorge gekänzelt werden soll und „etwas besseres“ auf den Tisch kommt (aber dazu hast du ja uns!).

Leider stellt man oft später erst fest, das man jemanden doch
nicht so gut kennt. Da wechseln die Argumente mal eben ganz
schnell um 180 Grad, je nachdem wie es am besten passt. Das
ist doch immer wieder das Schöne in der
Versicherungsbranche…

Es gibt mehrere Ideen aber nur eine Wahrheit! Außerdem kommt es darauf an, ob du risikofreudig oder eher konservativ bist (z.B. bei Altersvorsorgeprodukten).
Übrigens, du hast auch mit deinem „alten“ Vertreter mal angefangen, ohne dass du ihn persönlich genau gekannt hast!

Gruß cooler

Hallo cooler,

Es gibt mehrere Ideen aber nur eine Wahrheit! Außerdem kommt
es darauf an, ob du risikofreudig oder eher konservativ bist
(z.B. bei Altersvorsorgeprodukten).
Übrigens, du hast auch mit deinem „alten“ Vertreter mal
angefangen, ohne dass du ihn persönlich genau gekannt hast!

nee, das ist mir alles zu einfach abgestrickt und zielt auf das gleiche hinaus:

Ob pragmatisch oder nicht. Klare Aussagen sollten insgesamt auch im Versicherungs-Gewerbe gelten. Dort gibt es leider immer noch die branchenübliche Methode der „Verschönerung“ von anstehenden Änderungen und die sind dann auch noch davon überzeugt im Rahmen der Möglichkeiten zu arbeiten (obwohl bereits massiv gelogen wird).

In meiner Branche könnte ich mir so etwas nicht erlauben! Und wenn, dann gibt es in der Regel gleich eins auf die Mütze, weil ich nicht mit ehrlichen Karten gespielt habe, sondern ein Ding unnötig umschrieben habe (im Prinzip, gelogen habe). Bei Arbeitern in der Versicherungs-Branche scheint mir der Spielraum von versteckter Gewinn-Optimierung und Kunden-Verklappse doch realtiv hoch gesteckt und sogenannte Not-Lügen zur Gewinn-Optimierung werden als branchenübliches Mittel verstanden und offizell als akzeptiert ausgerufen.

Insgesamt sehe ich dieses Verhalten von Versicherungs-Mitarbeitern als aktuell übliches Verhalten in der Versicherungs-Branche. Dann sollen Sie sich aber bitte nicht wundern, das viele (inkl. mir) sehr skeptisch gegenüber den tollen Versprechungen stehen, die insgesamt mal eben hin und her gedreht werden und Lügen sind dabei auch noch massiv erlaubt oder üblich.

Susanne

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Bei
Arbeitern in der Versicherungs-Branche scheint mir der
Spielraum von versteckter Gewinn-Optimierung und
Kunden-Verklappse doch realtiv hoch gesteckt und sogenannte
Not-Lügen zur Gewinn-Optimierung werden als branchenübliches
Mittel verstanden und offizell als akzeptiert ausgerufen.

Insgesamt sehe ich dieses Verhalten von
Versicherungs-Mitarbeitern als aktuell übliches Verhalten in
der Versicherungs-Branche. Dann sollen Sie sich aber bitte
nicht wundern, das viele (inkl. mir) sehr skeptisch gegenüber
den tollen Versprechungen stehen, die insgesamt mal eben hin
und her gedreht werden und Lügen sind dabei auch noch massiv
erlaubt oder üblich.

Susanne

Hallo Susanne,
deine Erfahrungen können ja nur theoretischer Natur sein (Vorurteile vom Hörensagen, usw.), denn du warst ja mit deinem alten Vertreter sehr zufrieden!
Findest du es deshalb nicht unfair, solch ein pauschales Urteil abzugeben? Ob du es glaubst oder nicht, es gibt in der Versicherungsbranche fachlich hochqualifizierte Leute und nicht nur sog. Strukkis!

In gleichem Atemzuge müsstest du übrigens Kundenberater von der Bank nennen, da gibt es auch solche und solche, meistens, da extrem unter Verkaufsdruck, solche! (Und da habe ich, im Gegensatz zu dir, in meiner 30j.Berufslaufbahn schon zig praktische Fälle erlebt)

Gruß cooler

P.S. Der Fairness halber - wenn man selbst überhaupt nicht praxisbezogen mitreden kann, sollte man nicht solche Töne anschlagen!

Tag,

wieso glaubst du eigentlich irgendwelchen wildfremden Menschen im Internet mehr als deinem langjährigen guten Bekannten?

Sorry nur weil hier der eine oder andere ein gesteigertes Selbstdarstellungs-/Laberbedürfnis hat heisst das noch lange nicht dass hier oder auch in einem anderen Internetforum die Weisheit mit Löffeln gefuttert wird.

Grüße

H.

Hallo Susanne,

generell kann man wohl sagen, dass eine Maklerbetreuung im Durchschnitt(!) immer besser ist, als eine Ausschließlichkeitsvertretung. Siehe dazu auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Maklervertrag

Schade nur, dass der „alte Herr“ so spät darauf kommt.

Viele Grüße,
Andreas

Hallo,
die rühmliche Ausnahme, wenn der Auschließlichkeitsvertreter sehr gutes Fachwissen hat und bei einer Gesellschaft ist, die eh schon beste Leistungen bietet - was gibt es da noch zu toppen!?
Mitunter kann der Makler gerade diese Gesellschaft gar nicht anbieten, weil sie mit Maklern nicht zusammenarbeitet!
Damit hab ich aber nichts gegen Makler gesagt!

Gruß cooler

P.S. In Wiki kann im Prinzip jeder vieles schreiben!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Andreas,

wo kommt denn diese Erkenntnis her (neben Wiki, meine ich) ?? Du glaubst doch nicht etwa, dass ein echter „Best Advice“ im Zeitalter der heutigen Tarifvilefalt möglich ist?!

Womit ich nichts gegen Makler sage, aber Deine platte Aussage ist einfach… platt.

Grüße, M

Hallo Susanne,

Du hast hier ein intessantes Thema angeschnitten, was man auch an den Anworten erkennen kann. Die bisherigen Antworten sind so gut wie alle richtig und gleichzeitig so gut wie alle nicht zutreffend oder falsch.

Zunächst sollte man doch mal aufklären, wo die grundsätzlichen Unterschiede, zwischen einem Versicherungsagenten und einem freien Versicherungsmakler liegen. Der Versicherungsagent ist an eine einzige Versicherung gebunden und darf auch nur deren Verträge vermitteln. Er haftet persönlich nicht, sondern das Versicherungs-Unternehmen, dessen Versicherungen er vermittelt.

Der Makler ist davon befreit und kann frei aus dem Markt der Versicherungen auswählen, bzw. ist er dazu verpflichtet, die günstigste Variante für seinen Mandanten zu wählen. Dazu haftet er auch selber für diese Arbeit…

Hört sich gut an und sollte eigentlich nur Vorteile bei einer Entscheidung für einen Versicherungsmakler ergeben (wurde ja auch oft hier betont von anderen Teilnehmern).

Ist aber nicht wirklich so!
Da, wie vermutlich auch in diesem Fall, der Makler auch nur an den Provisionen (Courtagen) der vermittelten Verträge verdient.
Er kann unabhängig jede beleibige Versicherung vermitteln und ist eigentlich auch dazu verpflichtet, das unabhängig und zu Ihrem Vorteil zu tun.

Tja, aber leider dient Ihr Makler, bei Abschluss eines (kostenlosen) Makler-Vertrages, gleich zwei Herren. Das ist der Auftraggeber des Maklers, dem im Vertrag eine vorteilhafte Ausführung der Beauftragung versprochen und zugesichert wird (das sind Sie als Versicherungsnehmer).

Da Sie aber den Makler (in der Regel) für seine Dienste nicht bezahlen, sind Sie eigentlich nur der Auftraggeber und der Unterzeichner zum fast freien Handeln des Maklers! Der Verdienst des Makler kommt letztendlich über das Versicherungs-Unternehmen und den Courtagen der vermittelten Verträge.

Wer jetzt noch glaubt, dass ein Makler tatsächlich auch die günstigsten Verträge (für den VN) vermittelt, der glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann…

In diesem Fall würde ich sogar überspitzt sagen: "Sie geben dem Makler mit einem Maklervertrag freie Hand Ihre Verträge mal eben komplett umzustellen. Und das geschieht in der Regel nicht wirklich zu Ihren Gunsten. Sie sparen vielleicht 5 Euro, haben anschließend aber komplett neue Verträge und neue Versicherungen, bei denen Sie versichert sind. Warum? Weil der Makler garnicht anders kann, wenn er etwas verdienen möchte.

Und nochmals konkret zu dem hier geschilderten Fall:

  • Der Versicherungsnehmer ist mit seinen aktuellen Versicherungen voll zufrieden.
  • Der bisherige Versicherungsagent geht in Rente und schlägt ein Makler-Vertrag, mit doch recht unsinniger Begründung, vor und drängt darauf.
  • Gemäss Aussage des bisherigen Versicherungsagenten kann es nur zum Vorteil sein.

Mal ganz davon abgesehen, das ich den Vertreter („Renten-Anwärter“) für einen ziemlichen Wendehals und eine eigennützige Person halte. So nimmt man seine Bestandskunden nicht in die Pflicht und hintergeht dazu gleichzeitig noch den Alt-Versicherer, von dem man jahrelang gute Provisionen erhalten hat.

Konkret in diesem Fall: Finger davon und keinen Makler-Vertrag unterschreiben.
Ihr „gut bekannter Versicherungs-Vertreter“ will damit nur sein aktuelles Arbeits-Verhältnis aufgeben und durch den Einstieg in ein neues Beschäftigungs-Verhältnis nochmals erneute Provisonen/Courtagen, unter Mithilfe seiner Bestandskunden erwirken/abgreifen. Es geht hier nicht mal ansatzweise darum, das er Sie als Bestandskunden weiter betreuen möchte. Es geht hier schlichtweg nur um Gewinn-Optimierung, den Abschluss von neuen Verträgen (und deren Provisionen). Mit der vorgeschobenen Ausrede „Rente“ hat das eigentlich garnichts zu tun. Insgesamt eine clevere Variante, wie man aus Bestandskunden nochmals so richtig Geld herausholt. Natürlich kann man dann auch mal eben zufrieden in Rente gehen und den Ausgleich einer Vorruhestands-Regelung erzielen.

Toll! Nur der Versicherungsnehmer hat langfristig nichts davon.
Und bitte nicht wieder als Antwort, die Vorteile von einem Makler-Vertrag…
Ein Makler-Vertrag kann sinnvoll sein, in diesem Fall aber bestimmt nicht !!

Ralf Himwart

Hallo,

Makler sind kein Allround-Mittel um die günstigsten und besten Verträge zu ermitteln. Gerade bei Privatkunden ist der Griff zum Makler heute nicht mehr sinnvoll und bringt absolut garnichts.

Aufgrund der aktuellen Abhängigkeit der kostenlosen Markler-Dienstleistung und der Bezahlung über Courtagen halte ich das persönlich eigentlich nur von einem Wechsel des Versicherungsagenten zu einem Makler. Die Motivation ist bei beiden die Selbe. Die geleistete Zahlung der vermittelten Verträge der Versicherungen. Und da wird sich der Makler nicht sichtlich von dem VSAgenten unterscheiden. Der Makler muss nur aufpassen, das er seine Pflicht nicht verletzt. Aber insgesamt kein Vorteil für den Kunden.

Für mich eigentlich nur die Freigabe für die Generierung von neuen Verträgen und damit neuen Provisionen. Den Nachteil hat wie immer der Kunde. Der dann mal wieder nur die neuen Bedingungen, Policen und Versicherungen sichten muss.

So wird das vermutlich auch zukünftig weitergehen…
… dem Kunden erzählen das es besser wird, neue Verträge abschliessen, Provision/Courtagen kassieren und freuen.

Nach gewisser Zeit machen wir das ganze noch mal und erzählen den gleichen Mist.

und nochmal und nochmal…

Tolles Geschäft was da insgesamt in der Branche betrieben wird und Erfolg findet.

Ich habe gerade mal eine Orange ausgedrückt und das danach nochmals versucht: Im zweiten Anlauf kam nichts mehr, aber ich denke die lasse ich mal zwei Jahre liegen… Dann kommt bestimmt wieder etwas :wink:

So werden Geschäfte gemacht…

Hallo Cooler,

deine Erfahrungen können ja nur theoretischer Natur sein
(Vorurteile vom Hörensagen, usw.), denn du warst ja mit deinem
alten Vertreter sehr zufrieden!
Findest du es deshalb nicht unfair, solch ein pauschales
Urteil abzugeben? Ob du es glaubst oder nicht, es gibt in der
Versicherungsbranche fachlich hochqualifizierte Leute und
nicht nur sog. Strukkis!

In gleichem Atemzuge müsstest du übrigens Kundenberater von
der Bank nennen, da gibt es auch solche und solche, meistens,
da extrem unter Verkaufsdruck, solche! (Und da habe ich, im
Gegensatz zu dir, in meiner 30j.Berufslaufbahn schon zig
praktische Fälle erlebt)

Schöne Feststellung, die allerdings gewältig hinkt.
Susanne hat hier nur Ihre persönlichen Erfahrungen gepostet und verglichen mit Ihrem menschlichen Grund-Verstand.

Wenn Du „Cooler“, der Meinung bist, das „Lügen erlaubt sind und dazu gehören und dazu gleich den Vergleich zu Banken suchst“ und zusätzlich noch andere in das Thema holst. Alles schön und gut und das kann ich auch gerne akzeptieren.

Aber! Insgesamt fehlt mir hier das Verständnis zu einem indiviuellen Thema und Problem. Und das ist von Susanne nicht aus der Luft gesaugt, sondern aktuell vorhanden. Einfach mal in diversen Threads von diesem Beitrag nachlesen. Dann würdest Du selber auch nicht so überheblich posten!

Es ist kein Thema, das unerfahrene Versicherungskunden erzeugen. Es ist ein Thema das Versicherungs-Vertreter erzeugen und wo Nachfrage-Bedarf besteht.

Ja, ich gehe auch zu nebenberuflichen Anbietern, aber darum geht es hier garnicht.