Ich würde mir gerne ein Makroobjektiv von Canon zulegen. Es gibt Dieses mit 4 verschiedenen Brennweiten (50mm, 60mm, 100mm, 180mm). Kann mir jemand einen Tip geben, welches Objektiv am sinnvollesten und praktischsten wäre. Vielleicht kann mir auch jemand die Vor- und Nachteile der einzelnen Objektive nennen. Für Eure guten Ratschläge bedanke ich mich schon mal vorab recht herzlich.
auch wenn ich Dir jetzt nicht direkt helfen kann, vllt. schreibst Du mal was, in welcher Situation, Lichtverhältnissen fotografieren möchtest. Das wir wohl eine Antwort erleichtern.
Ich möchte zum Beispiel daheim oder im Urlaub Blüten, kleinere Tiere, etc. fotografieren. Die Lichtverhältnisse sollten dabei keine allzu große Rolle spielen. Falls Du noch weitere Infos benötigst, gib mir einfach kurz Bescheid.
PS: Worin liegt denn bei der Makrofotografie der grundlegenste Unterschied zwischen einem Weitwinkel und Tele- Makroobjektiv?
prinzipiell würde ich dir zu einem Makro mit großer Brennweite raten. Das hat den Vorteil auch Insekten oder kleinere Tiere aus größerer Entfernung fotografieren zu können, ohne diese in die Flucht zu schlagen. Die Frage nach dem Licht ist (speziell in der Fotografie) eine sehr gute, da Lichtstarke Objektive entsprechend teurer sind. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, haben die Objektive von Canon alle eine Offenblende von 2.8 (was ein guter Wert ist).
Der große Unterschied zwischen „normalen“ Objektiven und den Makroobjektiven ist der sogenannte Abbildungsmaßstab. Dieser gibt das Verhältnis zwischen der optischen Abbildung auf dem Foto und der realen Größe wieder. Bei den Makros von Canon (zumindest bei denen mit großer Brennweite) ist dieser Maßstab 1:1.
Unterschied zwischen einem Weitwinkel und Tele- Makroobjektiv?
Jetzt hast Du mich erwischt, ich kann Dir den Unterschied nicht wirklich seriös beantworten. Aber „Makro“ bedeutet, dass Du mit dem Objektiv dichter „als normal“ an das Objekt heran kannst, also den Abbildungsmaßstab vergrößerst.
Das wird beim WW ebenso sein, Du wirst aus geringerem Abstand auch ein größeres Bildfeld haben als beim Tele.
wie schon gesagt, ist bei langbrennweitigen Linsen der Abstand zwischen Objekt und Linse relativ groß, andererseits aber auch der Auszug.
Zudem sind langbrennweitige Linsen bei gleicher Lichtstärke deutlich teurer, schwerer und größer.
Ich habe für meine analoge SLR (Kleinbild) ein 90 mm Makro und bin der Meinung, daß das ein guter Kompromiss ist.
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Du hast mir bei
meiner Entscheidung sehr weitergeholfen.
„Das“ Makroobjektiv ist wohl das 150er Sigma, jedoch leider auch recht schwer.
Vom Abstand her sollte man nicht die bauliche Eigenarten der Objektive übersehen. Längere Brennweite bedeutet nicht automatisch größerer Abstand.
Das 90mm-Tamron z.B. fährt den Tubus aus, was zu einem Abstand Motiv/Vorderkante von ca. 10 cm führt.
Das ist fast der gleiche Abstand wie beim 60er Canon.
Das 100er Canon ermöglicht einen etwas größeren Abstand, jedoch sind das auch nur ein paar cm.
Im Übrigen flüchten Insekten nicht, wenn man ihnen zu nahe kommt. Sie flüchten, wenn man sich falsch oder zu schnell nähert (Insekten reagieren auf Bewegung).
Abbildungstechnisch stehen das 90er Tamron und der 60er Canon gleichauf. Das 100er Canon folgt dicht darauf, weil es keine runde Blende besitzt und daher das etwas schlechtere Bokeh hat.
Ich würde mir gerne ein Makroobjektiv von Canon zulegen. Es
gibt Dieses mit 4 verschiedenen Brennweiten (50mm, 60mm,
100mm, 180mm). Kann mir jemand einen Tip geben, welches
Objektiv am sinnvollesten und praktischsten wäre. Vielleicht
kann mir auch jemand die Vor- und Nachteile der einzelnen
Objektive nennen. Für Eure guten Ratschläge bedanke ich mich
schon mal vorab recht herzlich.
Hi Jens
50/40: Nachteil - Du mußt zu nahe ran und machst Dir selber Schatten
Vorteil - Du kannst relativ viel aus der freien Hand fotografieren und die Dinger sind recht klein.
100: geht von der Entfernung her schon besser. Allerdings braucht es manchmal schon ein Stativ. Um einiges größer als 50/60
180: wäre mir zu langbrennweitig. Ich habe auch schon mit einem „nicht richtig Macro“ [Abb.Maßstab 1:3 oder 1:4] mit ca. 200 mm Blüten fotografiert. Die Gelegenheiten, in denen diese Brennweite vorteilhaft ist, dürften relativ selten sein. Außerdem ist es am schwersten frei Hand zu halten. Zudem nehme ich an, daß das ein ziemlicher Klotz ist.
Ich persönlich würde mich für das 100er entscheiden, eventuell das 60er.
Ich würde mir gerne ein Makroobjektiv von Canon zulegen. Es
gibt Dieses mit 4 verschiedenen Brennweiten (50mm, 60mm,
100mm, 180mm). Kann mir jemand einen Tip geben, welches
Objektiv am sinnvollesten und praktischsten wäre.
Ich möchte zum Beispiel daheim oder im Urlaub Blüten, kleinere ::Tiere, etc. fotografieren.
Blühten und Tiere sind zwei paar verschiedenen Schuhe.
Den Einen ist die Nähe des Objektives egal, die anderen verschwinden bei Unterschreitung der Fluchtdistanz.
Größere Distanz kann ich mit mehr Brennweite aufbauen, wenn ich das selbe Bildergebnis gegenüber kürzeren Brennweiten haben möchte.
Ich habe mir ein 180mm von Sigma(für Canon)gekauft. Es ist recht schwer. Durch die lange Brennweite ist „aus der Hand fotografieren“ bei großem Abbildungsmaßstab unmöglich. Bei Motiven, die nahe am Boden sind, ist es oft recht schwierig ein Stativ zu benutzen. . .
(50mm, 60mm,100mm,180mm)
erst ab 100mm wird bei Canon(makro)objektiven der Abbildungsmaßstab 1:1 möglich.
Worin liegt denn bei der Makrofotografie der grundlegendste ::Unterschied zwischen einem Weitwinkel und Tele- Makroobjektiv?
Auf Grund der Bauart(Linsenanordnung) lässt sich beim Makroobjektiv eine sehr geringe Schärfentiefe erzielen.
Diese ermöglicht das Freistellen des Motives, wie es mit einem Weitwinkelobjektiv nicht möglich ist.
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Ich würde, bevor ich eines der Objektive kaufe, einen Leihservice in Anspruch nehmen und die relevanten Objektive mal ausprobieren.
Denn das 180mm von Canon ist mit rund 1300Euro nicht gerade billig. . .
Für Schmetterlinge wird man aber bei allen Objektiven seine
Probleme haben, da diese sehr scheu sind und bei den
geringsten Bewegungen abhauen.
warme Steine an einem kühlen, sonnigen Morgen sind ein guter Grund für Schmetterlinge, den komischen Typen mit den zwei verschieden großen Augen und dem teilweise doch sehr kantigen Gesicht zu ignorieren. 20-30 Zentimeter sind dann durchaus möglich, solange man die Sonne nicht verdeckt. Das ist zugegebenermaßen manchmal mit etwas Turnerei verbunden.
Wenn ich das richtig in Erinnerung
habe, haben die Objektive von Canon alle eine Offenblende von
2.8 (was ein guter Wert ist).
Das 180mm hat sowohl bei Canon als auch bei Sigma 3.5 als größte Blende.
Ich denke das bei 2.8 und einer daraus resultierenden 150mm Frontlinse erstens der Preis und zweitens das Gewicht astronomische Ausmaße annimmt.
Und mal ehrlich, 180mm bei 1:1 mit Blende 3.5 ergibt meiner Erfahrung nach eine Schärfentiefe von einem halben oder einen drittel Millimeter.
Da scheiden ziemlich viele Motive aus. . .
Das Makro als Teleobjektiv benutz zur Portraitabbildung ist 3.5 wiederum eine feine Sache. Das ist aber nicht der eigentliche Sinn.