Makroobjektiv für EOS 1000D

Bin seit kurzem Besitzer einer EOS 1000D.
Jetzt bin ich auf der Suche nach einem Makroobjektiv,
um z.B. Kleintiere wie Ameisen etc. zu fotografieren.

Bei der suche im Auktionshaus wird mir auf meine Suche nach Makros immer was mit Weitwinkel angeboten.
Diesen Zusammenhang versteh ich nicht. Kann mich da mal einer aufklären?

Desweiteren bin ich auch diverse Konverter gestossen, die ein Teleobjektiv quasi zum Makroobjektiv „umpolen“. Taugt sowas überhaupt was?

Im Moment hab ich zwei Objektive, einmal 18-55 und 70-200mm. Meiner Logik nach müsste ein Makroobjektiv dann weit über 200mm haben, im Prinzip ist das ja nix anderes wie extrem gezoomt.

Hai

Bin seit kurzem Besitzer einer EOS 1000D.
Jetzt bin ich auf der Suche nach einem Makroobjektiv,
um z.B. Kleintiere wie Ameisen etc. zu fotografieren.

Erste Zwischenfragen:
Was genau willst Du in welchen Abbildungsmaßstab von diesen Tieren auf Deinen Bildern zeigen?
Wie du sicherlich ahnst, gibt es da Größenspezifische und qualitative Unterschiede.
Es gibt Fotografen, die Zeigen das Auge einer Stubenfliege in einer atemberaubenden Auflösung:
http://cdn.fotocommunity.com/photos/16221068.jpg
Andere wiederum begnügen sich mit einer simplen „Draufsicht“.

Also:
Das erste Argument, dass ich immer ins Feld führe ist:
Was willst Du auf Deinen Bildern zeigen. Und wie wichtig ist Dir dieses Hobby?

Meine Empfehlung:
Entscheide Dich bei einem Objektiv auf die Selektierung deiner Lieblingsmotive.
Handelt es sich bei den Motiven um Flucht-abhängige, so wähle eine große Naheinstellgrenze bei Abbildungsmaßstab 1:1.
Das bedeutet, um so größer der Abstand bei 1:1 zum Motiv gewählt werden kann, desto besser.

Ein Beispiel:
Wir haben ein bezahlbares Makro für eine EOS5D und eine EOS1DsMk3 gesucht. Hauptmotive sind Schmetterlinge, Reptilien und Blütenstände.
http://www.sigma-foto.de/cms/front_content.php?clien…
dort sind wir gelandet.

Bei der suche im Auktionshaus wird mir auf meine Suche nach
Makros immer was mit Weitwinkel angeboten.
Diesen Zusammenhang versteh ich nicht. Kann mich da mal einer
aufklären?

Weitwinkelobjektive haben einen so genannten Makrobereich. Das hat nicht wirklich etwas mit Makroobjektiv zu tun. Hierbei handelt es sich um die Naheinstellgrenze des Objektives.

Desweiteren bin ich auch diverse Konverter gestossen, die ein
Teleobjektiv quasi zum Makroobjektiv „umpolen“. Taugt sowas
überhaupt was?

Dazu kann ich nichts genaues sagen.
Ich nutze aber des Öfteren ein reines Teleobjektiv an der Naheinstellgrenze(2,20m), da dort die Schärfentiefe des Objektives bei offen-Blende am wirksamsten wird.
Bsp.: ein 100-400mm Tele bei 400mm an einer 1DsMk3 bei Blende f/5.6 an der Naheinstellgrenze, auf Stativ bei ISO 200.
http://cdn.fotocommunity.com/photos/16115698.jpg
Das ist in Wirklichkeit kein Makro. Man sieht, dass das Objektiv nicht fein genug zeichnet.
Für Laien allerdings ist das ein akzeptables Ergebnis.

Im Moment hab ich zwei Objektive, einmal 18-55 und 70-200mm.
Meiner Logik nach müsste ein Makroobjektiv dann weit über
200mm haben, im Prinzip ist das ja nix anderes wie extrem
gezoomt.

Das stimmt so nicht.
In der Regel ist ein Makro grundsätzlich ein sehr lichtstarkes Objektiv. Es soll ermöglichen, dass sich das Motiv eindeutig vom Hintergrund ablöst und das Motiv stark vergrößert, während der Abstand zum Motiv gering bleibt.

Extremer Zoom, durch Brennweite oder Software erfüllt diese Bedingungen nicht.

Servus

Das vorgeschlagene Sigma 2,8/150 ist toll, es hat ein Stativgewinde und eine große Brennweite und ohne Zubehör einen Abbildungsmaßstab 1:1. Aber ob es Dir an der 1000D nicht zu teuer ist? Es kostet mehr als die Kamera! An einer 5D (2.500 Euro) oder der 1DsIII (6.000 Euro) schlagen sich die rund 1.000 Euro Listenpreis bzw. 650 Euro bei Amazon relativ gering zu Buche …

Es gibt auch das Canon 2,8/100 USM Makro für rund 480 Euro - ist auch noch nicht billig, aber immerhin. Die Schärfe ist auch sehr gut, der Maßstab ist auch 1:1. Hat kein Stativgewinde.

Maßstab 1:1 heißt, dass Du ohne Zubhör wie Zwischenringe oder 1:1-Adapter eine Fläche abbilden kannst, die dem Vollformat 24x36mm entspricht. Bei der 1000D ist die Fläche dann halt so groß wie der Chip, also ca. 15x22mm. Das ist für eine Ameise noch nicht ganz formatfüllend, es sei denn, es ist eine Monsterameise :smile:

Es gibt noch irgendwelche Lupenobjektive, die bis 5:1 kommen, aber die sind für Freihandaufhahmen schon schwierig.

Ich habe das 100er von Canon und bin sehr zufrieden. Mit Zwischenringen (von Kenko oder Soligor) könnte man da auch noch ein wenig experimentieren, um noch größere Abbildungsmaßstäbe zu schaffen.

Und Tokina hat jetzt ein 2,8/30mm Makro mit 1:1 herausgebracht (so 400 Euro), mit dem man mehr Schärfentiefe, aber auch weniger Fluchtdistanz für scheue Viecherl hat … Habe aber noch keine persönliche Erfahrung mit der Optik.

Gruß, Artefakt

Das vorgeschlagene Sigma 2,8/150 ist toll, es hat ein
Stativgewinde und eine große Brennweite und ohne Zubehör einen
Abbildungsmaßstab 1:1. Aber ob es Dir an der 1000D nicht zu
teuer ist?

Das würde mir schon gefallen, vom Preis bin ich aber geschockt. Hätte nicht gedacht, dass ich mich da in so einer Preisklasse bewege. Für ein gelegentliches Hobby absolut unbezahlbar. Leider.

Maßstab 1:1 heißt, dass Du ohne Zubhör wie Zwischenringe oder
1:1-Adapter eine Fläche abbilden kannst, die dem Vollformat
24x36mm entspricht. Bei der 1000D ist die Fläche dann halt so
groß wie der Chip, also ca. 15x22mm. Das ist für eine Ameise
noch nicht ganz formatfüllend, es sei denn, es ist eine
Monsterameise :smile:

Sorry, wenn ich mich so blöd anstelle, aber ich check´s immer noch nicht. Maßstab 1:1 heisst für mich, dass das Bild genau so groß ist wie das Original, sprich: wenn ein Käfer 3mm groß ist und der Maßstab 1:1 ist, ist der Käfer auch auf dem Bild 3mm groß?

Vielleicht hab ich mich auch „nur“ unklar ausgedrückt?!
Also ich möchte winzige Gegenstände stark vergrößert darstellen,
wie die Kleintiere z.B…
Da wär doch ein Maßstab von 5:1 interessant?

Danke erst mal für die Antworten

servus.

vielleicht hilft dir das ja weiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Abbildungsmassstab

grüsse

Ein Gegenstand mit z.B. 10x12mm Größe wird mit einem 1:1-Makro-Objektiv auf der Filmebene (analoge Kamera) bzw. auf dem Sensor (bei der Digitalkamera) in einer Größe von 10x12mm abgebildet. Dabei ist es egal, wie groß der Sensor ist. Bei einem Vollformat-Sensor hast Du rundherum mehr „Speck“ dran, beim Crop-Sensor 15x22mm (also bei der 1000D) hast Du weniger rundherum dran. Und dann kannst Du die Bilddatei hochvergrößern nach Bedarf, um Poster zu machen usw…

Wenn man winzige Dinge aufnehmen will, also Dinge, die so klein wie der Chip oder sogar noch kleiner, dann nimmt man ein Makroobjektiv. Das kann näher ran als Standardobjektive. Und es ist für diese Nahbereiche speziell korrigiert (Bildfeldebnung usw.). Mit einem Nicht-Makro-Objektiv kannst Du nicht so dicht ran und musst nachher einen Ausschnitt aus der Datei machen - dabei verlierst Du viel Qualität. Wenn Du Zwischenringe an einem Nicht-Makroobjektiv verwendest, kommt Du zwar dicher ran (je weiter der Auszug, d.h. die Entfernung von Objektiv zu Chip, desto größer der Abbildungsmaßstab), aber es wird unschärfer, besonders an den Rändern, werden.

Hier ist dieses tolle Canon-Objektiv, das von 1:1 bis 5:1 abbilden kann. Es hat auch schon jemand mit Zwischenringen verwendet, um noch größere Abbildungsmaßstäbe zu erreichen - da wird aber die Tiefenschärfe so gering, dass wohl nur noch flache Briefmarken scharf werden :smile:

http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/…

Das Ding ist ziemlich einmalig und nicht billig, so um die 850 Euro. Da gehörte dann fast noch ein Ringblitz drauf. Damit hast Du genügend Licht, um die Blende ziemlich schließen zu können, damit die Tiefenschärfe größer wird. Sonst ist nur der Ameisenkopf scharf und der Hintern nicht mehr. Schmetterlinge gehen mit normalen Makros 1:1 eigentlich auch nur von der Seite oder von oben mit flach ausgebreiteten Flügeln. Perspektivisch schafft man die Schärfe fast nicht, also von Flügeln über Hinterleib bis zu den schräg abstehenden Fühlern - und diese Fotos leben eigentlich von durchgehender Schärfe.

Alles in allem eine Spezialangelegenheit. Vergleichsweise günstig für den Anfang wäre vielleicht das 100er Makro von Canon (so 470 Euro) und Fremd-Automatik-Zwischenringe von Kenko oder Soligor (so um die 120 Euro) - mit den Ringen (wohl nicht alle drei auf einmal) kannst Du beim 100er Makro schön experimentieren und unter die 1:1 kommen, obwohl es dafür aber auch nicht gerechnet ist. Trotzdem: Ein Makro hält das in gewissen Bereichen aber aus.

Wenn Du dann Lust auf mehr bekommst, wäre vielleicht das MP-E 65 der nächste Schritt …

Gruß, Artefakt

Hi Markus,

Vielleicht hab ich mich auch „nur“ unklar ausgedrückt?!
Also ich möchte winzige Gegenstände stark vergrößert
darstellen,
wie die Kleintiere z.B…
Da wär doch ein Maßstab von 5:1 interessant?

Dafür wäre folgendes eher angesagt
http://www.meade.de/produkte/mikroskope/product.html…
mit
http://www.meade.de/produkte/mikroskope/mikroskop-zu…
kombiniert.

Das ist für extreme Makrophotographie bestens geeignet und preislich eher im Rahmen als eine ‚normale‘ Kamera.

Gandalf

Hi

Dann brauchst du ein Mikroskop :wink:

A

Dann brauchst du ein Mikroskop :wink:

Tut mir leid, ich kapier´s immer noch nicht.
Um das hier mal ein weniger praktischer zu gestalten:
auf folgender website ist eine Hummel zu sehen, die ich mit einer damals (vor 8 Jahren) sehr teuren Digitalkamera gemacht habe. An dem Bild wurde nichts nachbearbeit oder dergleichen, also absolut orignial.

http://img26.imageshack.us/my.php?image=dsc02788klei…

Die Hummel auf dem Bild ist größer als die „echte“,
der Maßstab kann also nicht 1:1 sein,
in diesem Fall eher 2:1 oder 2,5:1
Ich würde die halt noch größer darstellen wollen.

Was hat das dann mit Mikroskop zu tun?

Hi,

wenn das Bild jetzt ein Maßstab sein soll… Wofür?

Willst Du genau das erreichen oder willst Du was besseres/deutlicheres?
Bei mehr Abstand zum Motiv?

Gruss

Hier hab ich was interessantes gefunden:
Bin im Auktionshaus auf ein Interessantes Angebot gestoßen:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&ssPageN…

Die Bilder sprechen für sich. Das, was auf den Bildern beispielhaft dargestellt wird, ist genau das, was ich wollte.
Und preislich ausserdem eine wirklich günstige Alternative zum Makroobjektiv.
Sicherlich lacht sich jetzt der ein oder andere Profi einen ab,
für nen Hobbyfotografen wird´s das aber schon tun, denk ich.

Hat zufällig jemand Erfahrungen mit diesen Zwischenringen?