Hai
Bin seit kurzem Besitzer einer EOS 1000D.
Jetzt bin ich auf der Suche nach einem Makroobjektiv,
um z.B. Kleintiere wie Ameisen etc. zu fotografieren.
Erste Zwischenfragen:
Was genau willst Du in welchen Abbildungsmaßstab von diesen Tieren auf Deinen Bildern zeigen?
Wie du sicherlich ahnst, gibt es da Größenspezifische und qualitative Unterschiede.
Es gibt Fotografen, die Zeigen das Auge einer Stubenfliege in einer atemberaubenden Auflösung:
http://cdn.fotocommunity.com/photos/16221068.jpg
Andere wiederum begnügen sich mit einer simplen „Draufsicht“.
Also:
Das erste Argument, dass ich immer ins Feld führe ist:
Was willst Du auf Deinen Bildern zeigen. Und wie wichtig ist Dir dieses Hobby?
Meine Empfehlung:
Entscheide Dich bei einem Objektiv auf die Selektierung deiner Lieblingsmotive.
Handelt es sich bei den Motiven um Flucht-abhängige, so wähle eine große Naheinstellgrenze bei Abbildungsmaßstab 1:1.
Das bedeutet, um so größer der Abstand bei 1:1 zum Motiv gewählt werden kann, desto besser.
Ein Beispiel:
Wir haben ein bezahlbares Makro für eine EOS5D und eine EOS1DsMk3 gesucht. Hauptmotive sind Schmetterlinge, Reptilien und Blütenstände.
http://www.sigma-foto.de/cms/front_content.php?clien…
dort sind wir gelandet.
Bei der suche im Auktionshaus wird mir auf meine Suche nach
Makros immer was mit Weitwinkel angeboten.
Diesen Zusammenhang versteh ich nicht. Kann mich da mal einer
aufklären?
Weitwinkelobjektive haben einen so genannten Makrobereich. Das hat nicht wirklich etwas mit Makroobjektiv zu tun. Hierbei handelt es sich um die Naheinstellgrenze des Objektives.
Desweiteren bin ich auch diverse Konverter gestossen, die ein
Teleobjektiv quasi zum Makroobjektiv „umpolen“. Taugt sowas
überhaupt was?
Dazu kann ich nichts genaues sagen.
Ich nutze aber des Öfteren ein reines Teleobjektiv an der Naheinstellgrenze(2,20m), da dort die Schärfentiefe des Objektives bei offen-Blende am wirksamsten wird.
Bsp.: ein 100-400mm Tele bei 400mm an einer 1DsMk3 bei Blende f/5.6 an der Naheinstellgrenze, auf Stativ bei ISO 200.
http://cdn.fotocommunity.com/photos/16115698.jpg
Das ist in Wirklichkeit kein Makro. Man sieht, dass das Objektiv nicht fein genug zeichnet.
Für Laien allerdings ist das ein akzeptables Ergebnis.
Im Moment hab ich zwei Objektive, einmal 18-55 und 70-200mm.
Meiner Logik nach müsste ein Makroobjektiv dann weit über
200mm haben, im Prinzip ist das ja nix anderes wie extrem
gezoomt.
Das stimmt so nicht.
In der Regel ist ein Makro grundsätzlich ein sehr lichtstarkes Objektiv. Es soll ermöglichen, dass sich das Motiv eindeutig vom Hintergrund ablöst und das Motiv stark vergrößert, während der Abstand zum Motiv gering bleibt.
Extremer Zoom, durch Brennweite oder Software erfüllt diese Bedingungen nicht.
Servus