Makropolitik: Einkommens- vs. Lohnpolitik

Hallo,

ich bräuchte dringend mal einen Rat bezüglich folgender Frage:

Ich schreibe eine Arbeit zum Thema Arbeitsmarktpolitik und will für den theoretischen Teil einen Überblick über Makropolitiken geben, die sich auf den Arbeitsmarkt auswirken.
Davon hab ich bis jetzt keine Ahnung gehabt und mir was angelesen, aber ich bin mir jetzt nicht ganz sicher:

Ist Einkommenspolitik synonym zu Lohnpolitik zu verwenden? Wenn nein, wo ist der Unterschied und was ist in diesem Zusammenhang angebracht?

Außerdem habe ich noch erwähnt: Geldpolitik, Fiskalpolitik und Wachstumspolitik. Das waren die, die in allen Literaturangaben auftauchten.
Kann man das so stehen lassen oder fehlt noch was Wichtiges?

Vielen Dank schonmal für jede Antwort :smile:

N’Abend.

Leider hab’ ich (noch) kein vollwertiges VWL-Studium vorzuweisen, aber Daumen mal PI würde ich sagen, dass folgende Formel gilt:
Einkommen = Lohn - Steuern (analog dazu die Politik)
Und das von Wachstum geredet wird (in dessen Zug die Arbeitslosigkeit reduziert werden soll) ist die logische Folge ständig angestiegener Schulden, die schliesslich bezahlt werden wollen…
Aber ansonsten scheinen die Begriffe vollständig zu sein :smile:
„Für weitere Informationen besuchen Sie bitte das Brett Finanzpolitik“

HTH
mfg M.L.

Hallo Tiffi,

Ist Einkommenspolitik synonym zu Lohnpolitik zu verwenden?
Wenn nein, wo ist der Unterschied und was ist in diesem
Zusammenhang angebracht?

Löhne sind logischerweise nur ein Teil der möglichen Einkommen eines Haushalts. Sie entstehen ausschließlich aus unselbständiger Arbeit. Lohnpolitik beeinflusst also im grunde nur das Verhältnis zwischen Unternehmen und Angestellten/Arbeitern.
Einkommenspolitik sollte demnach sehr viel mehr berücksichtigen. Z.B. Einkünfte aus selbständiger Arbeit, Transferleistungen des Staats, aus Vermietung und Verpachtung, aus Kapitalerträgen, Renten etc…

Was berücksichtigt wird, sollte allerdings vor Verwendung der Begriffe sauber definiert werden. Gerade die Wirtschaftsliteratur verwendet hier manchmal rel. kreativ die gleichen Begriffe…

Grüße
Jürgen