Mal ein fiktiver Umschulungsfall

Moin,

mal folgende Konstellation:

1 Umschüler mit ALG I = 650,00 € und 476,00 € Fahrtkosten
1 Teilzeitbeschäftigte mit ca. 550,00 € netto

Wie würde das im Falle eines Antrages auf ergänzendes ALG II bzw. Wohngeld gewertet?
Wird das Fahrtgeld als Einkommen gewertet?

Die beiden Personen sind verheiratet und würden in Niedersachsen wohnen.

Das nächste Problem:

Die Agentur sagt, man solle sich im Umkreis von 100 km um die Umschulung bewerben. Gesagt, getan – jedoch bei den Fahrtkosten werden nur 60 km berücksichtigt, auch wenn es mehr sind, da der Freibetrag für mehr nicht reiche.

Ist das rechtens?
Kann man mehr bekommen?

Einfache Fahrt wären 65 km, und das wären nach deren Formel
65 km * 2 Fahrten * 20 Arbeitstage * 0,20 €/km = 520 €.

Haben die beiden noch irgendwelche Möglichkeiten, an mehr Geld zu kommen?

Denn es ist so schon fast unmöglich, von derzeit 650 € Alg I und 550 € Lohn der Ehefrau zu leben.

Freue mich auf viele Ratschläge und Antworten

Hallo

Wie würde das im Falle eines Antrages auf ergänzendes ALG II
bzw. Wohngeld gewertet?
Wird das Fahrtgeld als Einkommen gewertet?

Fahrgeld wird von der Arbeitsagentur bezahlt?
Das sind doch zweckgebundene Leistungen. Damit muss man seine Fahrkosten bezahlen, insofern wird es wohl nirgends als Einkommen gewertet.

Ich würde Wohngeld auf jeden Fall vor Alg II bevorzugen, wenn letzteres nicht deutlich mehr wäre. Man kann aber beides beantragen, man muss es nur jeweils angeben, dass noch ein anderer Antrag läuft.

Wichtig ist nur, beides so bald wie möglich zu beantragen, denn was man nicht beantragt, bekommt man auch nicht.

Die Agentur sagt, man solle sich im Umkreis von 100 km um die Umschulung bewerben. Gesagt, getan – jedoch bei den Fahrtkosten werden nur 60 km berücksichtigt, auch wenn es mehr sind, da der Freibetrag für mehr nicht reiche.

Aber da muss man sich dann doch wohl auch nur im Umkreis von 60 km bewerben?

Haben die beiden noch irgendwelche Möglichkeiten, an mehr Geld zu kommen?

Ich würde versuchen, bei den Fahrkosten zu sparen, z. B. Mitfahrzentrale, Fahrgemeinschaften, benzinsparendes Auto (wenn es Ersparnisse gibt), benzinsparende Fahrweise.

Ich käme für die 2600 km mit ca. 240,- Euro gut hin (1 l Benzin => 1,30).

Ich habe allerdings Zweifel, dass man diese 0,20€/km jeweils für Hin- und Rückfahrt bekommt. Soviel ich in letzter Zeit mitbekommen habe, werden bei vielen Ämtern Hin- und Rückfahrt immer als Einheit berechnet.

Viele Grüße