Und welches Konzept schlägst Du vor? Ich finde man macht es
sich zu leicht, einfach mal die Gesellschaft pauschal dafür
verantwortlich zu machen.
Ich habe kein Konzept vorzuschlagen, weil ich keines habe. Aber meine Konzeptlosigkeit verleitet mich nicht dazu, stumpf nach Ausweisung zu schreien.
Lach!
Du hast ja gut lachen. Du bist ja auch nicht betroffen.
Aber aus welchen Gründen ist ihm seine Abschiebung nicht egal?
Das ist doch die entscheidende Frage. Ist es ihm deshalb nicht
egal, weil er ein Unrechtsbewußtsein seinen Opfern gegenüber
entwickelt hat? Oder weil ER sich ungerecht behandelt fühlt?
Und welche Lasten hat er denn zu tragen? Möglicherweise sein
schlechtes Gewissen ??? Muß er für irgendetwas geradestehen,
was er angerichtet hat? Nein, im Gegenteil. Die Gesellschaft
muß für ihn aufkommen. Oder glaubst Du, er wird für seinen
Unterhalt/seine Therapie selber aufkommen?
Das spielt doch im Endeffekt gar keine Rolle. Scheinbar ist er lieber in Deutschland und deshalb sucht er nach einer Berechtigung, zu bleiben. Wenn er diese Berechtigung vor Gericht findet, gibt es doch soweit gar keine Debatte. Schreib an den Petitionsausschuß, wenn Dir ein Gesetz hier nicht paßt.
Das ist richtig und so ist es auch gut. Aber jeder hat auch
eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber!!!
Selbstverständlich. Und wenn er dieser nicht nach kommt, muß er mit Konsequenzen rechnen. Diese Konsequenzen trägt Mehmet.
Ich kapiere das durchaus. Aber auch unbescholtene Bürger/Opfer
haben ein Recht auf den Schutz der Menschenwürde.
Das ist richtig. Das habe ich auch nicht bestritten, und das geht aus meinem vorigen Beitrag auch ziemlich klra hervor.
…und auch NICHT-Straftäter haben das Recht auf
Rechtssicherheit.
Und wer sagt was anderes? Ich? Das Problem in einem Rechtsstaat ist, daß man halt nur versuchen kann, Straftaten durch Strafandrohung zu verhindern. Das klappt oft nicht, ist aber im freiheitlichen Sinne optimaler als Menschen, die ggf. straffällig werden könnten, schonmal vorab aus dem Verkehr zu ziehen. Damit wären wir dann nämlich wieder bei Zuständen, die im Dritten Reich herrschten. Das kann nicht die Lösung sein, oder?
Weil sie vielleicht eines anderen Charakters sind? Ist es für
Dich eigentlich schwer zu verstehen, daß nicht alle Menschen
gleich sind? Ist es schwer zu verstehen, daß auch anders
geartete Charaktere, die vielleicht nich Deinem Idealbild des
Normalbürgers entsprechen, ein Recht auf Schutz durch die
Gesellschaft haben?
Wenn es eine Charakterfrage ist, wieso trägt dann die
Gesellschaft die Schuld ???
Ich habe nicht gesagt, die Gesellschaft würde die Schuld tragen. Ich habe gesagt, sie trägt Verantwortung. Außerdem ist es unsere Gesellschaft, die versuchen muß, Verantwortung für jede Charakterart (auch wenn es sich um gesellschaftliche Randformen handelt) zu übernehmen. Aber auch das habe ich bereits schon geschrieben, wenn ich dafür auch andere Worte benutzte.
Und woher nimmst Du eigentlich Dein Wissen darüber, was für
mich schwer zu verstehen ist und was nicht bzw. über mein
„Idealbild“ eines Normalbügers?
Wieso Wissen? Ich kenne Dich doch gar nicht. Ich lese nur, was Du so schreibst.
Absolut indiskutabler Begriff übrigens.
Wenn man ihn für sich verfestigt hat, natürlich.
Ich weigere mich nur dagegen, dass der Schutz von Straftätern
über dem Schutz der Opfer steht! Nicht mehr und nicht weniger.
Die Opfer von Straftaten haben in diesem Rechtsstaat nämlich
keine Lobby und werden alleine gelassen. Oder hast Du schon
mal davon gehört, dass jemand, der einem Raubüberfall zum
Opfer gefallen ist, Anspruch auf eine Therapie hätte ???
Bitte sehr. Sind wir ganz einer Meinung.
Mit Verlaub, aber Deine Theorie ist absolut an den Haaren
herbei gezogen und hört sich schlichtweg an, an wenn Du sie
stumpf von einer Website der Republikaner weggepastet hast,
weil sie absolut undifferenziert ist.
Hier hat wohl noch jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung
Warum regst Du Dich dann über meine Meinung so auf?
und wenn Dir meine Meinung nicht paßt, dann ist das Dein
Problem.
Ich habe damit kein Problem. Ich bin bin nur eben nicht Deiner Meinung.
Deshalb lasse ich mir nicht den Mund verbieten.
Habe ich das getan? Oder liest Du nur nicht richtig?
Im
Übrigen verbitte ich mir Deine Beleidingung, denn der
Vergleich mit den Republikanern entspricht vielleicht Deiner
Art der Argumentation, wenn Dir nichts besseres mehr einfällt,
hat mit mir jedoch absolut nichts zu tun. Wenn Du nicht
diskutieren kannst, ohne persönlich zu werden, dann lasse es.
So Sarah-Mae, jetzt reicht’s aber, okay? Jetzt mal ein paar Dinge zur Klarstellung:
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Beleidigungen wirst Du in meinen Beiträgen nicht finden, wie Du auch in meinem letzten Beitrag unserer „Diskussion“ keine finden wirst.
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Ich habe Dich nicht mit den Republikanern verglichen, sondern behauptet, daß sich lediglich Dein Geschreibsel so liest.
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Wenn Du nicht herausfinden kannst, wem von uns beiden eine „republikanische“ Argumentation eher liegt, dann vergleiche unsere Beiträge in Hinsicht auf den Umgang mit Straftätern.
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Fällt mir zu Deinem Geschreibe noch weitaus mehr ein und ich hätte mir den Vergleich mit den Reps durchaus sparen können. Aber wozu soll ich meine Zeit mit Schreiberei in dieser nervigen Debatte im unnötigen Übermaß vergeuden, wenn ich den Charakter Deiner Ausführungen bestens mit der allseits bekannten Billigpropaganda von Rep und DVU umreißen kann. Da weiss dann jeder, was gemeint ist und ich spare Zeit.
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Ich bin nicht mit einem Satz persönlich geworden. Schlechte Diskussionskultur beinhaltet u. a., dem Gegenüber „Persönlichwerden“ vorzuwerfen, obgleich er nicht „persönlich“ geworden ist. Vielleicht solltest eher Du das Diskutieren daher noch ein-, zwei Mal üben (vielleicht im Bereich Plauderei), bevor Du an politischen Debatten partizipierst. Die Politikbretter sind für diese Art von Diskussionen bekannt.
Barkley