Nicht die einzelnen Opfer, aber die Gesellschaft insgesamt.
Der Fall Mehmet zeigt doch nur, daß ein anderes Konzept her
muß, um noch nicht strafmündigen Kindern anzuzeigen, wie es
richtig zu laufen hat. Oder willst Du 13-jährige einbunkern,
damit sie sich nach ihrer Entlassung mit 18 Jahren dann in
aller Ruhe mit einem super Lebenslauf um einen
Ausbildungsplatz bewerben können? Da muß ein anderes Konzept
her, und da ist die Gesellschaft gefragt.
Und welches Konzept schlägst Du vor? Ich finde man macht es sich zu leicht, einfach mal die Gesellschaft pauschal dafür verantwortlich zu machen.
Warum auch eine
Eigenverantwortung tragen, wenn doch die Kollektivschuld so
nahe liegt.
Quatsch. Eigenverantwortung hat er ja.
Lach!
Er hat die Lasten zu
tragen, die aus seinem Verhalten resultieren. Wenn er
vielleicht auch nach außen den Harten macht. Innerlich wird’s
ihm natürlich auch nicht passen, was läuft. Wäre ihm seine
Abschiebung egal, würde nicht klagen.
Aber aus welchen Gründen ist ihm seine Abschiebung nicht egal? Das ist doch die entscheidende Frage. Ist es ihm deshalb nicht egal, weil er ein Unrechtsbewußtsein seinen Opfern gegenüber entwickelt hat? Oder weil ER sich ungerecht behandelt fühlt?
Und welche Lasten hat er denn zu tragen? Möglicherweise sein schlechtes Gewissen ??? Muß er für irgendetwas geradestehen, was er angerichtet hat? Nein, im Gegenteil. Die Gesellschaft muß für ihn aufkommen. Oder glaubst Du, er wird für seinen Unterhalt/seine Therapie selber aufkommen?
Aber, anders als in
einer Diktatur, trägt in diesem Lande die Gesellschaft die
Mitverantowrtung für jeden Menschen.
Das ist richtig und so ist es auch gut. Aber jeder hat auch eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber!!!
Auch wenn er sich in
einer gesellschaftlichen Randposition befindet. Das ist für
manche Menschen schwer zu kapieren, aber nur das bedeutet den
Schutz der Menschenwürde.
Ich kapiere das durchaus. Aber auch unbescholtene Bürger/Opfer haben ein Recht auf den Schutz der Menschenwürde.
Daran zeigt sich halt, wie gering das Verständnis bei einigen
für diesen Begriff an sich ist. Menschwürde erhalten ist
manchmal unbequem, aber notwendig. Und dazu gehört es auch,
Straftätern Rechtssicherheit zu geben.
…und auch NICHT-Straftäter haben das Recht auf Rechtssicherheit.
Wenn diese Theorie zuträfe, wieso sind dann die
beiden Brüder Mehmets nicht straffällig geworden???
Weil sie vielleicht eines anderen Charakters sind? Ist es für
Dich eigentlich schwer zu verstehen, daß nicht alle Menschen
gleich sind? Ist es schwer zu verstehen, daß auch anders
geartete Charaktere, die vielleicht nich Deinem Idealbild des
Normalbürgers entsprechen, ein Recht auf Schutz durch die
Gesellschaft haben?
Wenn es eine Charakterfrage ist, wieso trägt dann die Gesellschaft die Schuld ???
Und woher nimmst Du eigentlich Dein Wissen darüber, was für mich schwer zu verstehen ist und was nicht bzw. über mein „Idealbild“ eines Normalbügers? Absolut indiskutabler Begriff übrigens.
Ich weigere mich nur dagegen, dass der Schutz von Straftätern über dem Schutz der Opfer steht! Nicht mehr und nicht weniger. Die Opfer von Straftaten haben in diesem Rechtsstaat nämlich keine Lobby und werden alleine gelassen. Oder hast Du schon mal davon gehört, dass jemand, der einem Raubüberfall zum Opfer gefallen ist, Anspruch auf eine Therapie hätte ???
Mit Verlaub, aber Deine Theorie ist absolut an den Haaren
herbei gezogen und hört sich schlichtweg an, an wenn Du sie
stumpf von einer Website der Republikaner weggepastet hast,
weil sie absolut undifferenziert ist.
Hier hat wohl noch jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung und wenn Dir meine Meinung nicht paßt, dann ist das Dein Problem. Deshalb lasse ich mir nicht den Mund verbieten. Im Übrigen verbitte ich mir Deine Beleidingung, denn der Vergleich mit den Republikanern entspricht vielleicht Deiner Art der Argumentation, wenn Dir nichts besseres mehr einfällt, hat mit mir jedoch absolut nichts zu tun. Wenn Du nicht diskutieren kannst, ohne persönlich zu werden, dann lasse es.
Sarah