Mal wieder Buchhaltung: Belegsysteme

Hallo Experten,

ich habe mal wieder ein paar Fragen zur Buchhaltung:

Über HBCI bekommt man mit den Kontoauszügen (jedenfalls bei unserer Bank) nicht die Bankauszugsnummer der per Post zugesendeten Kontoauszüge mit. Wir könnten zwar die Kontoauszüge aus HBCI so fast 1:1 in unsere BuHa importieren (nur je Buchung das Gegenkonto wird hinzugefügt, was sich zu 90% automatisch aus dem Zahlungszweck ermitteln lässt), nur die Kontonummer als Belegnummer fehlt. Dürften wir auch einfach die Kontoauszüge selbst mit automatischen Belegnummern ausducken und diese dann aus der BuHa als Belege refernzieren?

Müssen Ausgangsrechnungen eigentlich ausgedruckt werden? Oder könnten wir für die Buha spezielle Sammelbelege erstellen - je Monat eine Zusammenstellung aller Ausgangs-Rechnungen auf 1-2 Seiten? Auch das würde einen Import eh vorhandener Daten in die BuHa ermöglichen. Oder müssen die Rechnungen die aus der BuHa referenzierten Belege sein?

Wie machen das andere Unternehmen, die sehr viele Einzelrechnungen mit kleinen Beträgen haben (bei großen Beträgen wäre der Aufwand ja wenigstens gerechfertigt)? Der Einzelhandel gibt als Belege doch vermutlich auch eine tägliche Kassenabrechnung an und nicht etwa eine Kopie jedes einzelnen Kassenbons, oder?

Warum lernt man sowas eigentlich nicht in einem BuHa-Kursus, jedenfalls nicht in den zwei Kursen, an denen ich teilgenommen habe (Fernschule und Uni)? ;-(

Danke
…Michael

Hallo Michael,

Dürften wir auch

einfach die Kontoauszüge selbst mit automatischen Belegnummern
ausducken und diese dann aus der BuHa als Belege refernzieren?

ja das dürft Ihr! wichtig sollte letzendlich nur sein, dass die einzelnen Beträge irgendwie wiederzufinden sind und Ihr das ggf. belegen könnt. wie Ihr das macht, ist Eure Sache! Rechnungen habe ja auch nicht unbedingt von Hause aus mit irgendwelchen Nummern versehen. viele Unternehmen schreiben oder stempeln da einfach nur durchlaufende Nummern rauf. genauso geht es auch mit Bankbelegen. gut wäre, wenn das andere Nummern wären, als Rechnungen (zB eine Stelle mehr oder fangen grundsätzlich mit x an, oder so - dann ist es eindeutig)

Müssen Ausgangsrechnungen eigentlich ausgedruckt werden? Oder
könnten wir für die Buha spezielle Sammelbelege erstellen - je
Monat eine Zusammenstellung aller Ausgangs-Rechnungen auf 1-2
Seiten? Auch das würde einen Import eh vorhandener Daten in
die BuHa ermöglichen. Oder müssen die Rechnungen die aus der
BuHa referenzierten Belege sein?

Wie machen das andere Unternehmen, die sehr viele
Einzelrechnungen mit kleinen Beträgen haben (bei großen
Beträgen wäre der Aufwand ja wenigstens gerechfertigt)? Der
Einzelhandel gibt als Belege doch vermutlich auch eine
tägliche Kassenabrechnung an und nicht etwa eine Kopie jedes
einzelnen Kassenbons, oder?

genau, so könnt Ihr das machen! prinzipiell ist aber das Speichern von Rechnungen zB in einem work-flow-system zulässig. Rechnungen müssen dazu nicht ausgedruckt werden! hpts. Ihr habt sie noch gespeichert.

Der Einzelhandel bucht tatsächlich die täglichen Kassenbeträge. Die Bewegung der Bestände wird dann in einer zweiten buchung zB anhand eines Warenwirtschaftssystems gebucht. letztendlich lassen sich die Sammelbuchungen aber schon wieder aufdröseln. schließlich sollte man schon nachvollziehen können, aus welchen Positionen sich ein Betrag zusammensetzt!

Warum lernt man sowas eigentlich nicht in einem BuHa-Kursus,
jedenfalls nicht in den zwei Kursen, an denen ich teilgenommen
habe (Fernschule und Uni)? ;-(

das habe ich mich auch gefragt! ich habe BWL studiert, und habe während der gesamten Zeit nicht einmal was von Debitoren oder Kreditoren gehört! tja, Theorie und Praxis sind eben doch meilenweit entfernt!

queedin

Buchführung anner Uni - offtopic
Tag auch,

das habe ich mich auch gefragt! ich habe BWL studiert, und
habe während der gesamten Zeit nicht einmal was von Debitoren
oder Kreditoren gehört!

is ja doll. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, mich ein Semester lang mit Industriebuchführung beschäftigen zu dürfen, nachdem ich gerade vorher 2 Jahre lang Bankbuchführung hatte (Ausbildung). Wirklich viel gemeinsam hat das ja nicht. Das allerbeste war aber, daß nur in meinem Semester eine kaufm. Ausbildung nicht für den Schein anerkannt wurde. Jeweils ein Jahr vorher oder nachher hätte ich nur mit meinem IHK-Zeugnis wedeln müssen und mir wären viele nutzlose Dienstage erspart geblieben.

Egal. Immerhin schon ne feine Sache, daß Bildung Ländersache ist und somit die Abschlüsse an den unterschiedlichen Unis so fein miteinander vergleichbar sind.

Gruß
Christian