hallo,
vorträge zu halten ist gar nicht so einfach. ich meine, geld damit zu verdienen. es geht auf keinen fall so einfach, wie man z.b. irgendwo einen job annimmt zum regale einräumen oder so. meist muss man sich über geraume zeit erst einen namen machen (oder besser noch: schon einen haben).
wir halten auch u.a. lesungen und/oder vorträge in seniorenheimen, schulen usw. teils lesen wir auch eigenem, teils bieten wir veranstaltungen zu bestimmten themen. es ist ein sehr mühsames
geschäft!
bei den senioren ist es oft so, dass sie sogar nach geistigem futter regelrecht jibbern, doch kaum eine einrichtung berücksichtigt das in ihrem budget. eher gibt es volksmusikabende. wenn du da rein willst, musst du erstmal monatelange überzeugungsarbeit leisten. oft vergeblich. ich habe mal einem sehr netten wer-weiss-wasler empfohlen, solche veranstaltungen zu machen. er hat aufgegeben.
bei schulen ist es anders - aber auch nicht besser: dort sorgt der bis zur völligen bewegungsunfähigkeit erstarrte bödecker kreis für (autoren!)-lesungen: also gar nicht! falls du dir als nichtautorin trotzdem eine blasse chance ausmalst, schreibe ihn an: http://www.boedecker-kreis.de
ver.di empfiehlt autoren übrigens, nicht unter 250 € pro lesung zu nehmen. das mag eine erklärung dafür sein, dass so wenig ver.di-leute unter denen, die lesungen veranstalten, zu finden sind.
natürlich muss man nicht unbedingt selbst etwas geschrieben haben, um etwas vorzutragen. ein mario barth füllt ganze stadien, und gibt sich bestimmt nicht mit 250,- zufrieden.
es kommt also neben deinen fachlichen fähigkeiten auch zu einem guten teil auf die qualität deiner selbstvermarktung an. die kostet zeit und oft auch geld. beides hast du nicht.
außerdem musst du meist für das equipment wie beamer, (notebook sowieso), lautsprecher, diaprojektor, leinwand oder was sonst noch sorgen. viele haben das, aber sehr viele eben auch nicht.
wenn du die technischen und fachlichen voraussetzungen hat, wende dich mal an das kulturhäuser, gastwirtschaften mit vereinsräumen oder andere veranstaltungslokalitäten.
es gibt verschiedene „einkommens“-modelle:
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man zahlt dir etwas, du liest, machst männchen oder sonstwas und bekommst am ende dein vorher ausgehandeltes geld und gut is.
null risiko, schwer dranzukommen
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du zahlst einen pauschalbetrag für den raum/saal, werbung für deine veranstaltung wird (manchmal) übernommen, der rest ist deine sache. du legst die eintrittsgelder fest und guckt dann komisch, wenn bloß 2 nasen kommen.
dein alleiniges riskio. oft unkalkulierbar als neuling, vor allem, wenn noch die werbung übernommen werden muss.
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du zahlst nix, der veranstalter legt die eintrittgelder fest und zahlt dir alles über den betrag, der seine kosten deckt (+ seinem verdienst) aus.
kann man mal probieren, das risiko ist überschaubar.
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… jede erdenkliche variante
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VHS … tja, versuchs … und sieh zu, dass du sowohl den ressortleiter dort als auch die VHS-besucher davon überzeugst, dass deine veranstaltung so interessant ist, dass mehr als 8 nasen kommen. sonst rentiert es sich nämlich nicht für die VHS und die veranstaltung fällt kurzfristig ins wasser. du musst allerdings für die ~ 50€ pro doppelstunde sehr viel vorarbeit leisten.
und denk dran, dass du für all diese aktivitäten rechnungen schreiben und sie versteuern musst.
schöne grüße
ann